Wissen

Sie durchstöbern gerade die Artikel mit dem Schlagwort Wissen.

… wurde ich gestern gefragt. Sucht man nach “Zigarren + Knigge” finden sich einige Websites, die sich dem Thema mehr oder weniger dogmatisch annehmen. Wer den “richtigen” Zigarrengenuss gerne in Wort und Bild beschrieben hat, findet im Cigar Wiki das entsprechende Angebot:

“Für Personen, die mit dem Rauchen von Habanos beginnen, empfiehlt es sich, mit den weniger kräftigen Marken zu beginnen und mit einem Format wie Marevas und Panetelas, deren Geschmack leichter ist.

Für die erfahrenen Raucher ist das beste Auswahlkriterium die Zeit, die sie haben, um ihre Habano zu geniessen.

Tasten Sie die Zigarre sanft ab und drücken Sie sie leicht zwischen Daumen und Zeigefinger, dann erkennen Sie ihren Zustand. Bei der Berührung muss sie sich fest, aber nicht hart anfühlen. Geniessen Sie das Aroma eines gut getrockneten Blattes, das Ihnen ankündigt, welchen Geschmack Sie danach geniessen werden.

Image:cigar_choosing.jpg

Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH

Anschneiden

Eine Habano soll genau über der Linie geschnitten werden, wo sich Kappe und Deckblatt vereinen. Ziel ist es, eine Öffnung zu schaffen, die gross genug für einen guten Zug ist, ohne dass sich das Deckblatt löst.

Weiterlesen »

Schlagworte:

In der Galera, dem Herzstück der Zigarrenmanufakturen (s. auch “Geschichte der kubanischen Manufakturen“), stellen die Torcedores die verschiedenen Marken und Vitolas (Formate) der Habanos her. Die Werkzeuge für die manuelle Herstellung einer Zigarre sind:

  • Brett (tabla)
  • Messer (chaveta)
  • Guillotine
  • Topf mit natürlichem Klebstoff
  • Messlehre (cepo)
  • Hülse (casquillo)

(Quelle: Cigar Wiki – Zigarrenfertigung; Bildquelle: 5TH Avenue)

Schlagworte: ,

“Wo der Tabak wächst, kann kein Hass gedeihen”, sagt ein kubanisches Sprichwort. Und betrachtet man den Jahreszyklus des kubanischen Tabaks, dann hat Hass bald keine Chance mehr – die Aufzucht der Pflanzenschulen hat begonnen. Die Pflänzlinge wachsen in speziellen Pflanzenschulen heran und werden zu ihrem Schutz mit Stroh zugedeckt.

(Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

Schlagworte: ,

Anilla – Aporque – Bonche – Boquilla – CapaCapoteCasa de Tabaco – Casquillo – Catadores – Cedros – Cepo – ChavetaClaroColorado – Cortaperillas – Cuje – Curación – Desbotonar – Deshije – Despalillo – Despalilladoras – Ensarte – Escaparate – Escogida – Fortaleza – Galera – Garantiesiegel – Gavilla – Goma – HabanosHabanos SA – Habilitaciónes – Hecho a mano – Hecho en Cuba – Ligador – LigeroMaduro – Manojo – Mecanizado – Media Rueda – Moja – Pacas – Parejo – Perilla – Seco – Tabaco – Tabaco Negro Cubano – Tabacuba – Tabla – Tapado – Tercio – Tiempos – Torcedor(a) – Totalmente a mano – Tripa – Tripa Corta – Tripa larga – TubingVegas Finas de PrimeraVitolaVolado – Yagua – Zafado

… wer alle diese Begriffe kennt, ist ein wahrer Meister. Allen anderen leisten das bebilderte Lexikon oder Detailseiten wie Zigarrenfertigung, Kubanischer Tabak oder Tabakanbau im Cigar Wiki hoffentlich gute Dienste.

(Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

Schlagworte: ,

Auf der Diskussionsseite der Wiki-Page Tabakanbau fragt User(-in) “DieNeu”:

Pestizide beim Tabakanbau. Hallo zusammen, ich war kürzlich auf Kuba und habe die Zigarrenfabrik in Pinar del Rio besucht. Die sehr nette und auskunftsfreudige (deutschsprachige!) Führerin sagte auf die Frage, ob Pestizide beim Tabakanbau verwendet werden: natürlich! Das sei normal und üblich. Meine Frage ist: wie schädlich sind diese Pestizide und gibt es Zigarrentabake die ohne dieselben d.h. “ökologisch” angebaut werden?”

Gerne reiche ich die Frage an die Profis weiter. Die Antworten können direkt auf der Diskussionsseite, hier im Blog als Kommentar oder via E-Mail (ich stelle sie dann ein) gegeben werden.

(Bildquelle: 5TH AVENUE Products Trading GmbH)

Schlagworte: ,

Mit einem Arbeitskollegen diskutierte ich gestern beim Kaffee über Zigarren (er mag ab und wann eine Juan Clemente … ich erklärte, dass er damit in der glücklichen Lage sei, noch viel Potenzial nach oben zu haben ;-) ) Ernsthaft: Eigentlich ging es beim Gespräch vor allem um die Anatomie einer Zigarre. Anbei die Erklärung aus dem Cigar Wiki:

“Um eine Havanna-Zigarre herzustellen, benötigt man insgesamt fünf verschiedene Sorten von Tabakblättern. Jeder einzelne Blatttyp muss dabei besonders für seine spezielle Verwendung kultiviert und vorbereitet werden.

Drei davon geben ihr den unverwechselbaren Geschmack…

Der innere Teil einer Havanna-Zigarre, die Einlage (tripa), Quelle des vorzüglichen Geschmacks und der einzigartigen Aromenvielfalt, die eine Habano sofort von allen anderen Zigarren unterscheidet, enthält drei unterschiedliche Sorten von Blättern:

Volado (flüchtig): leichte Tabakqualität (fortaleza 1 = Stärke 1), leicht entflammbares Tabakblatt
Seco (trocken): aromatisch-würziges Blatt (fortaleza 2), mittlere Entflammbarkeit
Ligero (leicht): sehr kräftiges, würziges Blatt, Geschmackshöhepunkt (fortaleza 3), langsamer Abbrand

Weiterlesen »

Schlagworte: ,

Im Rahmen der Anreicherung der Wiki-Texte zu Humidor- und Zigarrenlagerung mit dem Fachwissen von Marc André (s. “Humidor, Zigarrenlagerung, Schimmel, Käfer & Co.“) habe ich eben folgende, interessante Passage angefügt:

Tabak benötige zur Reifung Sauerstoff, und Sauerstoff müsse den Zigarren durch regelmässiges Lüften zugeführt werden. Zudem gäben die Zigarren Gase an die Umgebungsluft ab, die natürlich aus dem Humidor abgeführt werden müssten. Nur wenn der Tabak “atmen” könne, sei eine korrekte Zigarrenlagerung möglich und die Gefahr eines entstehenden Muffgeruchs im Humidor reduziert.

So oder ähnlich lauten zahlreiche “Empfehlungen”, die vor allem im Internet unterbreitet werden. Derartige Ratschläge sind mit Abstand der grösste Unsinn unter den Empfehlungen zur Zigarrenlagerung. Hier wird das Unvermögen marktüblicher, passiv befeuchteter Humidore, nämlich die relative Feuchte tatsächlich nicht konstant halten zu können, als Grund für die Notwendigkeit einer regelmässigen Lüftung herangezogen und der Zigarre auch noch der Metabolismus eines Säugetiers zugeschrieben.

Weiterlesen »

Schlagworte: , ,

Ein Bekannter liess in seinem Gastro-Humidor eine ziemlich beachtliche Cohiba-Kollektion austrocknen. Ein Thema für sich wäre ja die Spekulation über die Gründe für die Mono-Auswahl an Cohibas und den achtlosen Umgang damit. Aber egal. Auf jeden Fall wollte er mir die knisternden Dinger verkaufen. Ich lehnte dankend ab. 

Da hätten viele wohl anders entschieden: Im Internet finden sich sehr viele Tipps für die Wiederbefeuchtung von ausgetrockneten Zigarren. Bei der Arbeit am Wiki-Beitrag “Lagerung” (s. auch “Humidor, Zigarrenlagerung, Schimmel, Käfer & Co.“) liess ich den Tipp für Zigarren-Reanimation von Cigar Aficionado Online zwar drin, ergänzte das Kapitel “Wiederbelebung trockener Zigarren” aber sehr gerne mit der Meinung von Fachmann Marc André (der ganz offensichtlich auch nichts von wiederbelebten Zigarren hält):

“(…) Die aromenwirksamen Komponenten des Tabaks sind sehr fragil. Sie sind an verschiedene, zum Teil sehr flüchtige Trägersubstanzen gebunden und gehen unwiederbringlich verloren, wenn die Zigarre einmal richtig ausgetrocknet ist. Der Gedanke, dass der Tabak während des Herstellungsprozesses zur Zigarre auch immer wieder trocknet und nachbefeuchtet wird und dabei die Aromen ja auch nicht verlorengehen, darf nicht zu dem Schluss führen, man könne die fertige Zigarre schadlos extremen Feuchtigkeitsschwankungen aussetzen. So wie der Tabak bei der Herstellung der Zigarre immer wieder nachbefeuchtet werden muss, so ist auch die Feuchtigkeit für den Aromenerhalt der Zigarre von elementarer Bedeutung.

Eine einmal ausgetrocknete Zigarre kann zwar wieder “rauchbar” gemacht werden, doch einen Genuss wird sie nicht mehr bescheren. Sie schmeckt flach, langweilig und hat alles verloren, was sie als Genussprodukt ausmacht.”

Schlagworte:

Sehr vergnügliche Smokes hatte ich am diesjährigen Festival del Habano immer wieder mal mit Marc André, Heiko Poerz und ihren beiden Kumpels. Unter anderem machte ich dabei mit Marc André (Bild) aus, dass die bisher eher stiefmütterlich behandelten (aber extrem wichtigen) Cigar Wiki-Bereiche Humidor und Zigarrenlagerung mit Texten, die er für seine Referate und Publikationen verfasst, ergänzt werden.

Am Wochenende habe ich mit der Arbeit begonnen. Obwohl noch einige Aspekte fehlen und Illustrationen später eingebaut werden, finden Interessierte bereits jetzt höchst interessante und facettenreiche Informationen des international renommierten Fachmannes Marc André zu Themen wie Tischhumidor, das richtige Wasser, die passende Grösse, Luftfeutigkeit oder Temperatur für optimale Lagerung, Aged Cigars und natürlich auch zu Schimmel, Zigarrenblüte, Milben und Tabakkäfern

Die Arbeit ist nicht abgeschlossen und geht, wie für ein Wiki üblich, laufend weiter. Es konnte aber die Basis für einen weiteren, wichtigen Entwicklungsschritt in Richtung umfassende Online-Enzyklopädie für die Zigarre und anverwandte Themen getan werden.

In seiner Publikationsreihe, die er für die deutsche Ausbabe von Cigar Clan geschrieben hat, wird Marc André beruflich wie folgt charakterisiert:

“Marc André, passionierter Cigarrenraucher und leidenschaftlicher Humidorbauer, hat verschiedene Befeuchtungselektroniken entwickelt und ist bei Humidor-Spezialanwendungen in den Bereichen Automotive, Großhandel und Mode unterstützend tätig. Darüber hinaus arbeitet er als Projektmanager und Berater bei der Gestaltung neuer »Rauchräume« und individueller »Rauchkonzepte« für die gehobene Gastronomie. Schließlich bietet Marc André, der in Stuttgart lebt und arbeitet, als Betreiber der Internetseite www.humidorbau.de dem Cigarrenraucher vom fertigen Humidor bis zur Individualanfertigung das komplette Sortiment zur erfolgreichen Cigarrenlagerung.”

Schlagworte: , ,

Habanos S.A. präsentiert (Details s. PDF, 770 KB) die neuen Garantiesiegel mit Barcode und Hologram

(Klick aufs Bild für Grossansicht; Bildquelle: Habanos S.A.)

Das erste Garantiesiegel für Havanna-Zigarren wurde 1889  eingeführt. Es berechtigte die Mitglieder der „Union de Fabricantes de Tabaco“ dazu, ihre Zigarren als in Havanna hergestellte auszuzeichnen. Dieses Siegel trug entscheidend dazu bei, die Habanos zu schützen (Textquelle: Cigar Wiki). Das neue Siegel mit Barcode und Hologram wird diesen Schutz noch erhöhen. Ultimativer Schutz wäre eine RFID-Lösung: Kleinste Computerchips würden eine eindeutige Identifikation der Zigarren(-kisten) jederzeit erlauben. Gut möglich, dass das der nächste Entwicklungsschritt gegen Fälscher und Graumarktimporteure sein wird.

Schlagworte:

« Ältere Artikel