Presse

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Und noch eine Pro-Zigarren-Publikation: Michael Schneider von den Genussrauchern Freiburg e.V. machte mich auf den Artikel “Einfach mal in Ruhe eine qualmen” der Badischen Zeitung aufmerksam. Ein kleiner Auszug:

“Die Genussraucher sprechen über alles mögliche, auch über Politik. Daran, dass sie zusammengefunden haben, war einst die Politik schuld: Die Gründung ihres Vereins war eine Reaktion auf das Gaststätten-Rauchverbot und die damals hitzigen Diskussionen, bei denen manche auch ein totales Rauchverbot forderten. Da wollten sie sich mit einem Club Freiräume schaffen. Mittlerweile blüht der Verein, obwohl sich die gesellschaftliche Stimmung entspannt hat, bilanziert Michael Schneider. Mit dem “gedeihlichen Nebeneinander” von Rauchern und Nichtrauchern können sie gut leben. Erst recht, weil es kein Genuss sei, wenn das Rauchen Nichtraucher stört, sagt Heinrich Lederle, der mit seiner Pfeife deshalb schon immer auf den Balkon ging. Und doch, ein bisschen melancholisch werden manche schon, wenn sie sich an alte Zeiten erinnern, in denen das Rauchen noch ein anderes Image hatte.”

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Während mitunter sogenannt gestandene Fachleute das schiere Aneinanderreihen von Werbetexten als innovative, neue Publikation zu verkaufen versuchen, gibt es in der Tat erfrischende Erzeugnisse; so unter anderem “Mahagoni – das Magazin für Stil, Lebensart und Kultur“.

Das kostenlose Online-Magazin widmet die aktuelle Titelgeschichte der Zigarre. Der Artikel “Den Alltag im Rauch auflösen” ist facettenreich und sehr angenehm zu lesen. Dass unter anderem das Cigar-Wiki als Informationsquelle aufgeführt ist, freut mich.

Anbei der Einstieg in besagten Artikel:

“Ein Wein ist rasch probiert, Käse schnell verkostet und mit zwei, drei netten Begriffen auf den Punkt gebracht, ein Espresso geht auch mal eben im Stehen. Doch eine Zigarre? Ein anspruchsvolleres Genussmittel als sie gibt es kaum. Schon ihre Herstellung ist höchst komplex, sie muss reifen, sie muss sorgfältigst aufbewahrt werden. Zündet man sie an, so muss man sich Zeit für sie nehmen, genau hinsehen und -schmecken, das richtige Tempo finden und auch den richtigen Augenblick, sie beiseite zu legen. Anders als eine Zigarette raucht man eine Zigarre nicht nebenher: Sie ist ein mit Bedacht abgegebenes Votum für Lebensart, ein Akt der Entspannung und des Genusses, für den dem man sich bewusst entscheidet. So wirkt sie in unserer Zeit, die geprägt ist von ständiger Verfügbarkeit und Multitasking, wie ein Anachronismus und vielleicht ist sie das auch. Aber einer, der täglich neue Freunde gewinnt.”

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