Kubanischer Tabak

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Cuba cuts cigar output as demand runs out of puff“, titelt Financial Times in einem nicht frei zugänglichen Artikel und führt aus, dass die Produktion in der führenden Tabakanbauregion Kubas, Pinar del Rió, gegenüber 2009 um rund 14 Prozent reduziert worden sei. Hauptgrund sei eine Nachfrageschwäche im Zuge der wirtschaftlichen Turbulenzen.

Die Anbaufläche insgesamt sei um 30 Prozent reduziert worden und der Umsatz mit dem Export von Havanna-Zigarren sei von $ 243 Millionen im Jahr 2008 auf $ 218 Millionen 2009 gefallen.

Frühere Beiträge zum Thema:

(Bildquelle: Cigar Wiki (Tabakanbau), 5TH Avenue)

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Laut Jahreszyklus des kubanischen Tabaks stecken wir derzeit in der Trocknungsphase der geernteten Tabakblätter. Sie dauert noch bis Ende April.

Im Juni beginnt dann wiederum die Vorbereitung des Bodens für die nächste Saat.

Ab Ende Oktober kommen die Pflanzenschulen an ihren definitiven Standort.

Die Ernte beginnt im Dezember.

(Bilderquelle: 5TH Avenue)

Danach folgen viele weitere Arbeitsschritte, bis der Tabak schliesslich und endlich für die Zigarrenproduktion eingesetzt werden kann.

Vergegenwärtigt man sich beim Genuss einer Havanna ab und wann diesen enormen Arbeitsaufwand und das notwendige Know-how, dann schmecken sogar die besten Zigarren gleich noch ein Quäntchen besser.

Im Cigar Wiki sind die Arbeitsschritte detailliert beschrieben. Wer es gerne konzentriert hat, findet auch ein bebildertes Lexikon vor.

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Gestern habe ich eine meine Erachtens höchst erstaunliche Twitter-Meldung von Cigar Aficionado Online-Mann James Suckling retweeted (weiterempfohlen). Sie verweist auf seinen Blogbeitrag “Cuba Meets Ecuador” und beschreibt die Zusammenarbeit von Hiroshi Robaina (Enkel von Don Alejandro Robaina) mit einem Cousin aus Miami und die Tatsache, dass die beiden in Ecuador auf vorerst 200 Acres (~81 Hektaren) verschiedene kubanische Tabaksorten für die Produktion von Einlage und Deckblättern anpflanzen. Der Robaina-Sprössling, der die beiden Plantagen mehrere Male schon besucht habe, hält fest:

“‘I want to be clear that we can never make tobacco as great as Cuba,” he said. “That’s the greatest in the world. But I have the intention to make tobacco with my know-how as close as possible to the quality of Cuban tobacco.’”

Starker Tobak – Zusammenarbeit mit US-Verwandten, Export von kubanischen Tabaksamen, Anbau in Ecuador und so weiter und so fort. Kuba befindet sich wohl wirklich im Wandel.

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iPhone-Test …

… mit dem Bild einer im Februar 2009 nicht wirklich stark ausgelasteten Schule für Torcedoras und Torcedores in Havanna und dem unbeirrt stahlenden José Martí im Hintergrund. Die Test-Übermittlung via Mobile Phone hat geklappt, das Bild lasse ich stehen.

Verwandte Themen:

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Ich habe die Reuters-Meldung über die Aussage des staatlichen kubanischen Statistikamtes zur Reduktion der Tabakanbaufläche um 30 Prozent zitiert (“Kuba reduziert Tabakanbauflächen um 30%“), dann auf die damit verbundenen Produktivitätsfortschritte aufmerksam gemacht (“Minus Tabakanbaufläche – plus Produktivität“) und gestern schliesslich die Aussage der kubanische Tacuba vermeldet, dass die Zigarrenproduktion nicht beeinträchtig werde (“Kuba: Zigarrenproduktion erfüllt Ziele“). Der aktuell in Kuba weilende James Suckling von Cigar Aficionado Online gibt der Sache in seinem Blogbeitrag “The Fact of the Matter“) nun einen neuen Kick und schreibt, dass die Reuters-Meldung auf der Insel nicht gut aufgenommen worden sei und die Tabakproduktion von der Reduktion nicht betroffen sei:

“Added Ana Lopez, head of marketing for Habanos S.A., the global distribution and marketing organization for Cuban cigars: “Cigars only represent about 3 percent of the total tobacco crop on the island. The reduction in the tobacco harvest this year shouldn’t affect cigars.”

Ausserdem werde auch über das angebliche Verkaufsminus von weltweit 15 Prozent im aktuellen Jahr nicht (gerne) gesprochen, was Suckling angesichts der aufgenscheinlich schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen etwas erstaunt. Neben anderen interessanten Aspekten schreibt er, dass laut verschiedenen Händlern die Verkäufe auf der Insel selber um 40 bis 50 Prozent eingebrochen seien. Dies, weil der Tourismus unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise stark leide, respektive derzeit vor allem Rucksacktouristen nach Kuba reisen würden. Fakten, die James Suckling u.a. dazu verholfen haben, eine Kiste der neuen Cohiba Siglo VI Gran Reserva für $756 kaufen zu können. Wie im Beitrag “Cohiba Siglo VI Gran Reserva im Anflug” geschrieben, wird die 15er Kiste in der Schweiz voraussichtlich CHF 1650.- kosten.

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Cuba: Cigar Production Unchanged“, titelt CigarCyclopedia.com, knüpft an das Posting “Minus Tabakanbaufläche – plus Produktivität” von gestern an und schreibt (auf Deutsch übersetzt und zusammengefasst):

Der Vizepräsident des staatlichen Tabakkonzerns Tacuba, Osvaldo Encarnacion, verneint gegenüber der deutschen Depeschenagentur (DPA) einen negativen Impakt der 30prozentigen Senkung der Tabakanbaufläche auf die Zigarrenproduktion. Die Tabakbauern würden ihre Anbauziele in den Jahren 2009 und 2010 erreichen, auch wenn weniger Fläche zur Verfügung stünden. Das nationale Statistikamt hatte jüngst eine Reduktion von auf 22’500 Tonnen Tabak von 25’300 Tonnen während der letzten Ernte und 16 Prozent weniger als die ursprünglich angepeilten 26’800 Tonnen kommuniziert (s. “Kuba reduziert Tabakanbauflächen um 30%“).

Encarnacion hielt gegenüber der DPA weiter fest, dass es keinen Einbruch der Zigarren- und Zigarettenproduktion in Kuba geben werde. Laut CigarCyclopedia.com macht diese Aussage Sinn, da die Ernten 2009 und 2010 aufgrund der verschiedenen Verarbeitungsschritte wie Trocknung, Fermentierung oder Lagerung ja nicht sofort in den Manufakturen verwendet würden. Was die weitere Zukunft anbelangt, werde sich zeigen, ob nicht doch weniger Tabak zur Verfügung stehen würde.

Encarnacion begründete den Flächenabbau mit den Auswirkungen der Finanzkrise. 2008 seien 3 Prozent wengier Havannas verkauft werden. Für 2009 wird mit einem Minus von 15 Prozent gerechnet.

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Eben hat mir ein Leser eine Anmerkung zum Beitrag “Kuba reduziert Tabakanbauflächen um 30%” gemailt (Mailen scheint beliebter als Kommentieren sein ;-) . Zurück zum Thema. Er hielt fast, dass die Reduktion der Anbaufläche um 30 Prozent von 70’000 auf 49’000 Morgen Land eine Reduktion von lediglich 26’800 auf 22’500 Tonnen Tabak gegenüberstehe, was einem Minus von 16 Prozent entspreche. 16 Prozent weniger Tabak bei 30 Prozent kleinerer Anbaufläche komme einer Produktivitätssteigerung von 0,38 auf 0,46 Tonnen Tabak/Morgen Land (plus 21%) gleich.

Nun, die erwartete Tabakmenge von 22’500 könnte sich ja auch auf die Ernte 2009 beziehen; das kommt aus dem Reuters-Artikel nicht klar raus. Item: Die NZZ hat letzten Samstag in einem online nicht frei zugänglichen Artikel diese Thematik ebenfalls kurz angeschnitten und Produktivitätssteigerung im Zusammenhang mit folgenden Zahlen ebenfalls erwähnt:

“Die Anbaufläche wird von ursprünglich anvisierten 28 200 auf 19 800 Hektaren reduziert, das Produktionsziel von 26 800 auf 22 500 Tonnen (was eine keineswegs selbstverständliche Produktivitätssteigerung voraussetzt). 2008 waren auf 23 000 Hektaren 21 500 Tonnen Tabak geerntet worden, 2004 noch 31 700 Tonnen.”

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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“Wo der Tabak wächst, kann kein Hass gedeihen”, sagt ein kubanisches Sprichwort. Und betrachtet man den Jahreszyklus des kubanischen Tabaks, dann hat Hass bald keine Chance mehr – die Aufzucht der Pflanzenschulen hat begonnen. Die Pflänzlinge wachsen in speziellen Pflanzenschulen heran und werden zu ihrem Schutz mit Stroh zugedeckt.

(Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

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