Historisches

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5TH Avenue hat im Cigar Journal den ersten Teil der Geschichte des traditionsreichens Labels H. Upmann veröffentlicht. Im Sinne der bereits zugänglichen Geschichte der kubanischen Manufakturen nehme ich auch die Historie von H. Upmann und später folgenden Labels sehr gerne im Cigar Wiki auf. Ein Auszug:

“Die beiden Brüder, Hermann und August Hupmann, stammten ursprünglich aus Bremen, laut einer Quelle waren sie aber aus Großbritannien nach Cuba gekommen. Über die Familie ist wenig bekannt. Später heiratete Hermann Upmann eine Deutsche, ebenfalls aus Bremen stammend, Marie Braesecke. Gemeinsam hatten sie drei Kinder. August Upmann ist wohl kinderlos geblieben. Spekuliert wird heute immer noch wegen des Namens. Ist das abgetrennte H. auf den ursprünglichen Familiennamen Hupmann zurückzuführen? Sagten sich die Brüder, dass die Cubaner das H. sowieso nicht sprechen würden? Oder ist es tatsächlich die Abkürzung für Hermanos, die Brüder? Fragen können wir die beiden Herren jedenfalls nicht mehr. Das Cigarrengeschäft lief so gut, dass etwa Mitte der 80er Jahre mit dem Bau einer großen Fabrik für mehr als 1000 Angestellte begonnen wurde, die Manufaktur „La Madama“. Von dieser wird in der nächsten Ausgabe ausführlich berichtet.”

Abgebildet ist das Firmenschild, das im Verlaufe der Geschichte an verschiedene Standorte mitgewandert ist und auch heute noch die Manufaktur H. Upmann – eine neuere, sehr interessante übrigens – ziert.

(Bildquelle: 5TH Avenue)

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Es ist manchmal schon ärgerlich, wenn man Insiderkenntnisse braucht, um ein zigarrenfreundliches Lokal zu finden. Aber im Gegensatz zu früheren Zeiten sind die derzeitigen Rauchverbotsauswirkungen als milde zu bezeichnen. Anbei ein Auszug aus der Rezension zu “Tobacco in Russian History and Culture. From the Seventeenth Century to the Present”1 bei H-Soz-u-Kult:

“Am Anfang stand das Verbot des Tabaks im 17. Jahrhundert. Dieses dauerte im Moskauer Reich 70 Jahre an. Grund für diese ungewöhnlich lange Dauer war, so Matthew P. Romanello („Muscovy’s Extraordinary Ban on Tobacco“), das Zusammenspiel der religiös-moralischen Abneigung der Herrschenden gegen jenes „ketzerische“, als protestantisch-calvinistischer Import verachtete Produkt und der Unfähigkeit des Staates, daraus ökonomischen Profit zu schlagen. Gleichzeitig befürchteten die Herrscher eine Verarmung der Untertanen durch das neue Suchtmittel. Im Gefolge des Verbots florierte allerdings der mit hohen Strafen belegte Schmuggel und illegale Handel. Die „Uloschenie”, der Strafkodex von 1649, enthält 11 Paragraphen zur Beschränkung des Tabakhandels; die Strafen hierfür reichen von Knutenhieben und dem Ausreißen der Nasenflügel bis hin zur Todesstrafe. Zunächst war es nur der Staat, der sich einer „Überfremdung“ der Untertanen durch das neue Produkt entgegenstellte. Die orthodoxe Kirche begann erst Ende des 17. Jahrhunderts, den Tabakkonsum als Sünde aufzufassen (…)”

Heute ist der russische Markt höchst interessant. Im Summary der aktuellen (und kostenpflichtigen) Studie “Tobacco in Russia” von Euromonitor International wird festgehalten, dass der Trend hin zu Premium-Tabakprodukten trotz der Finanzkrise ungebrochen sei.

1 Sonja Margolina: Rezension zu: Romaniello, Matthew P.; Starks, Tricia (Hrsg.): Tobacco in Russian History and Culture. From the Seventeenth Century to the Present. London 2009, in: H-Soz-u-Kult, 17.02.2010, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-121>

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bei Times LIVE. Ein Streifzug durch die Welt der Zigarre im Kontext von Sir Winston Churchill. Ein Auszug:

(…) On a trip to Moscow to confer with Stalin, the RAF pilot reported “he filled the plane with so much smoke we had to open the bomb doors.”

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(Bildquelle: BBC News)

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In Kooperation mit dem Cigar Journal von 5TH AVENUE wurde der Beitrag “Manufaktur ‘La Corona’ – der Eisen-Palast” ins Cigar Wiki übernommen und damit die umfangreiche “Geschichte der kubanischen Manufakturen” um ein weiteres Kapitel ergänzt.

(Bildquelle: 5TH AVENUE Products Trading GmbH)

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Unter den ausführlichen Informationen zur Zigarrenlagerung im Cigar Wiki findet sich auch eine Abschnitt über Aged Cigars. Doch so “aged”, wie die 120 Jahre alten Havannas, die laut CigarCyclopedia.com in einem englischen Landhaus gefunden wurden, sind noch nicht einmal die Zigarren des Ageing-Gurus Min Ron Nee.

Es handelt sich um zwei (100er) Kisten ( Cabanas y Carbajal Coronas Grandes und eine Kiste H. Upmann Sonrisas. Und der Geschmack: Die Cabanas Coronas Grandes seien sensationell gewesen, mit viel geschmacklicher Tiefe. Die Upmann Sonrisas begeisterte weniger, da ein bisschen “chicken noodle soup”-Geschmack hineingespielt habe.

Hier die Originalpassage der sensorischen Beschreibung aus CigarCyclopedia.com:

“What would they taste like? Ganley reported that the Cabanas Coronas Grandes were sensational, with plenty of flavor which he described as “lightly peppery with a milky texture, but the overwhelming characteristic is a floral aroma.” The Upmann Sonrisas drew well, but the flavor has “Tastes of chicken noodle soup, bread, an acidic tingle on the tongue and a minerally finish,” not quite as good as the Cabanas, but pretty good for 120 years after manufacture! Wrote Ganley of the adventure: “the lesson it taught me is this: well-made Habanos can be at their peak even after one hundred years.”

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Ein wunderbarer Artikel von Spiegel Online “Paradies der Gangster” gerne mit folgendem Auszug zitiert:

“Al Capone war einer der ersten US-Mafiosi, den lukrative Geschäfte mit Schwarzbrennerei und Prostitution nach Kuba lockten. Später taten es ihm andere nach, wie Salvatore Lucania alias Lucky Luciano, “der Pate der Paten”, dessen Foto ein paar Meter weiter hängt. Er setzte vor allem auf Glücksspiel, das nach dem Zweiten Weltkrieg auf Kuba nur so boomte.

Den Weg von Italien nach Kuba hatte ihm sein Freund Meyer Lansky bereitet, als er 1934 die karibische Insel besuchte, um sich mit dem Militär und späteren Diktator Fulgencio Batista zu treffen. Bei seiner Rückkehr hatte Meyer Lansky ein großzügiges Geschenk im Gepäck: die Konzession über das Casino des Hotels Nacional, das später Lucky Luciano leiten sollte.

Mafia-Kongress im Nacional

Schon damals war das Nacional nicht irgendein Hotel. Hoch auf einem Hügel über dem Malecón gelegen, zog es von jeher die High Society des In- und Auslands an. “Als das Nacional 1930 eröffnet wurde”, sagt Estela Rivas Vázquez, “hatten die Klatschkolumnisten der Stadt tagelang zu tun.” Die ehemalige Professorin an der Universität von Havanna ist nun Historikerin des Nacional und führt mehrmals in der Woche Gäste auf eigenen “Geschichtstouren” durch das Fünf-Sterne-Haus.”

Ich liebe das Hotel Nacional de Cuba – nirgends rauchen sich Zigarren so herrlich, wie in dessen Garten; was ja in diesem Blog einige Male schon erwähnt wurde.

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Ein schöner Artikel aus dem neuesten Cigar Journal von 5THAVENUE Products Trading GmbH. Ich werde ihn bei Gelegenheit auch im Wiki unter “Geschichte der kubanischen Zigarren Manufakturen” einpflegen.

Die Calle San Miguel

Auf der Suche nach einem historisch bedeutenden Ort in der Geschichte der Cigarre sollte man sich auf die Calle San Miguel in Havannas Stadtteil Centro Habana begeben. Dies ist der Stadtteil, der noch zu Zeiten des Bestehens der alten Stadtmauer als erstes neben der Altstadt Havannas entstanden ist und zu den eher selten von Touristen aufgesuchten Bezirken zählt. Die Calle San Miguel ist eine kleine Querstraße zum Paseo del Prado (heute Paseo de Martí), der berühmtesten Prachtstraße Havannas, an deren einem Ende sich das Capitolio befindet, deren anderes Ende direkt zum Malecón führt.

Doch die Calle San Miguel ist keine Prachtstraße. Auf ihr stehen keine großen, beeindruckenden Paläste. Stattdessen sind die Häuser klein, weitgehend schmucklos und heute in sehr schlechtem Zustand. Vergleicht man diese Häuser mit den Cigarrenpalästen, die ein paar Jahrzehnte später gebaut wurden, bekommt man einen Eindruck vom Wandel der Bedeutung der Cigarrenindustrie innerhalb recht kurzer Zeit.

(Bildquelle: Claudia Puszkar)

Die Häuser, in denen sich die ersten Firmensitze der Marken Por Larrañaga, Partagás und H. Upmann befanden, sind nicht weit vom Capitolio entfernt. Es handelt sich um die Adressen, die zu Zeiten der Gründung der Marken als Firmensitz im Register eingetragen waren. In welchem Umfang auf der Calle San Miguel Cigarren hergestellt wurden, ist nicht zu rekonstruieren. Sicher handelte es sich damals nur um kleine Produktionsstätten. Bezeichnend ist jedoch die Tatsache, dass allein drei Marken ihre Firmensitze auf  dieser Straße registriert hatten. Das spricht dafür, dass diese Straße zumindest im 19. Jahrhundert im Cigarrengeschäft eine gewisse Bedeutung hatte. Interessant ist vielleicht die Tatsache, dass es sich bei diesem Viertel vor der Revolution um ein Prostituiertenviertel gehandelt hat. Doch ob die roten Lampen schon brannten, als Partagás & Co. in dieser Straße residierten, ist unbekannt.

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… happy Smokes.

(Bildquelle: 5TH AVENUE Products Trading GmbH)

Weitere Lithographien finden sich in den Beiträgen “Habanos-Lithografien” und “Los Suizos unter den Havannas“.

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Die Geschichte der Havanna-Zigarren ist im Cigar Wiki facetten- und umfangreich beschrieben. Bei Gelegenheit werde ich die Entstehung der Labels noch gesondert aufarbeiten. Die Thematik beinhaltet sehr interessante Aspekte. Kubas Zigarrenindustrie setzte zum Beispiel weltweit Massstäbe in Sachen Werbung (s. auch “Die Einführung der Lithographie“) und Verpackungsdesign (s. “Wer hat’s erfunden – die Bauchbinde?“).

Wer gerne in Englisch liest, findet solcherlei Aspekte bereits heute detailliert beschrieben und bebildert auf der Website des National Cigar Museum. By the way: Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren waren Zigarren einfach Zigarren, respektive wurden sie vorab nach Vitolas und nicht nach Labels unterschieden. Nachfolgende Abbildung zeigt eine herrlich verzierte Zigarrenkiste – ohne spezifische Markenbezeichnung.

(Bildquelle: National Cigar Museum)

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Die legendäre Villa, respektive die gleichnamige, auf die Cohiba-Produktion spezialisierte Manufaktur ”El Laguito” war im Blog unter anderem im Zusammenhang mit dem Chefroller auf Deutschlandtour, dem Trindidad-/El Laguito-Missverständnis und natürlich dem perönlichen Treffen mit Fidel Castros Ex-Lieblingsrollerin erwähnt. Das neueste Cigar Journal von 5THAVENUE Products Trading GmbH porträtiert im Rahmen der Serie “Geschichte der kubanischen Manufakturen“ nun “El Laguito“. Ein kurzer Auszug (im Cigar Wiki in voller Länge zu lesen):

“(…) Das villenartige Gebäude, das in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderst erbaut wurde, war ursprünglich der herrschaftliche Besitz des Zuckerbarons Casimiro Fowler Jimenez. Kurz nach der Revolution in Cuba im Jahre 1959 verließ er das Land. Seine Villa stand leer und wurde 1966/67 zu einer Cigarrenmanufaktur umfunktioniert und damit zur Wiege der ersten nachrevolutionären, staatlich eingeführten Marke. (…)

Der in El Laguito verarbeitete Tabak war immer der beste aus der Vuelta Abajo. Denn da Fidel Castro ein ausgewiesener Cigarrenliebhaber war (schon während der Revolution, in der Sierra Maestra, richteten die Revolutionäre an ihren jeweiligen Standorten, gleich nachdem sie die Versorgung mit Lebensmitteln organisiert hatten, auch eine mobile Cigarrenfabrik ein), gönnte er sich den Luxus ganz besonderer Cigarren. Die Ligero- und Seco-Tabake für die Cohibas wurden von Anfang an statt einer zweimaligen Fermentation einer weiteren dritten unterzogen, was zu einem noch weicheren und runderen Geschmack beitrug.”

(Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

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