Fachhandel

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Den kubanischen Torcedor Reynaldo Gonzáles Jimenez habe ich einige Male schon erwähnt. 5TH Avenue informiert heute nun über die Habanos Torcedor-Tournee 2010 (Daten im xls-Format) mit diesem Spitzenroller:

“Von Mitte April bis Ende Mai präsentiert Reynaldo González Jimenez seine Kunstfertigkeit in einigen Habanos Specialist-Geschäften und La Casas del Habano in Deutschland.

Viele Habanos Festival-Besucher und Cigarrenliebhaber aus Deutschland kennen und verehren den exzellenten Torcedor aus der La Casa del Habano im Hotel „Conde de la Villanueva“. Sein kleines, aber feines Geschäft mitten in der Altstadt von Havanna lässt sich ohne Übertreibung als ein Mekka für Aficionados bezeichnen. Der Grund dafür liegt nicht nur in seiner Meisterschaft beim Rollen von Cigarren. Er hat außerdem ein ganz besonderes Gespür für aktuelle Cigarrentrends und bietet in seiner Casa deshalb stets ganz besondere, von ihm selbst gerollte Cigarren an. Dabei scheut er sich auch nicht vor den am schwierigsten zu fertigenden Formaten.

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Ab 1. Mai gilt das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen und führt unter anderem zur Tatsache, dass in Zigarrenfachgeschäften ohne Fumoir nicht mehr geraucht werden darf. Der Tages Anzeiger schreibt im Artikel “Selbst der Tabakladen wird rauchfrei“.

René Wagner darf seiner Kundschaft zwar noch Zigaretten, Zigarren und Pfeifen verkaufen, aber diese im Laden nicht mehr anzünden. Und der Kunde darf das Geschäft nicht mehr rauchend betreten. Wagner: «Das neue Gesetz bedeutet für mich einen gewaltigen Einschnitt in mein Geschäftsleben.» Der Einbau eines Fumoirs ist für ihn keine Lösung. Sein Ladenlokal ist mit 20 Quadratmetern zu klein, das Haus steht unter Denkmalschutz. Er sei nicht prinzipiell gegen das Gesetz und durchaus einverstanden, wenn in einem Speiserestaurant nicht mehr geraucht werden dürfe, sagt Wagner. Aber: «Die Degustation von Raucherware in Fachgeschäften für Raucherwaren zu verbieten, ist doch ein völliger Verhältnisblödsinn.» Wagner befürchtet einen Umsatzrückgang, denn viele Kunden wollten vor dem Kauf einer Kiste Zigarren zuerst ein Musterexemplar zur Probe rauchen.”

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CigarCyclopedia.com hat die US-Zigarren-Importzahlen für den Juli publiziert. Die wichtigsten Zahlen und Aussagen zusammengefasst.

Der Import von Premium Zigarren sank im Juli um 41 Prozent auf 15,83 Millionen Stück gegenüber dem Vorjahresmonat (26,76 Millionen). Zu bedenken ist die Tatsache, dass die Importzahlen durch die grossen Lagerbestände beeinflusst wird, welche die Importeure und Fachhändler im Vorfeld der SCHIP-Steuereinführung aufgetürmt haben. Diese Bestände neigen sich nun aber dem Ende zu. Die August- oder Septemberzahlen werden bezüglich Rauch- und Kaufverhalten von Premium Zigarren wieder repräsentativer ausfallen.

Ein Boom konnte bei den maschingengemachten Zigarren verzeichnet werden. Sie stiegen um satte 80 Prozent auf 134,35 Millionen Stück. Im Juli 2008 waren es noch 76,77 Millionen.

Die sogenannten “little cigars” erlebten insbesondere wegen der geänderte Steuerordnung (sie werden neu wie Zigaretten besteuert) einen Einbruch von 78,4 Prozent, respektive von 36,6 auf 7,9 Millionen Stück.

Über alle Segmente hinweg konnte für den Juli ein Anstieg von 138,9 auf 158,2 Millionen Stück verzeichnet werden.

Dass die Entwicklung der Stückzahlen nicht mit dem Gesamtzumsatz gleichgesetzt werden kann, liegt aufgrund der genannten Segment-Unterschiede, respektive der damit verbundenen Margen, auf der Hand.

Im deutschsprachigen Europa geht man in der Branche mehrheitlich von bisher recht stabilen Zahlen bei den Premium Zigarren aus. Diskutiert man mit Vertretern der Hotellerie und Gastronomie, werden signifikant negativere Statements laut. So oder so bleibt die Branche rauhem Gegenwind ausgesetzt, der initiatives, aktives und innovatives Handeln notwendig macht.

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… wurde Zigarren Herzog am Hafen. Ich gratuliere herzlich. 5TH Avenue schreibt dazu:

“(…) erhielt das Berliner Fachgeschäft „Zigarren Herzog am Hafen“ die Auszeichnung als „Habanos Specialist des Jahres 2009“. Die Ehrung nahm Christian Krendl stellvertretend für den Geschäftsinhaber Dr. Maximilian Herzog aus den Händen von 5TH Avenue-Marketingleiter Christoph Puszkar entgegen.

Den Ausschlag für die Wahl des Geschäfts gab die außergewöhnlich aktive Teilnahme am Habanos Specialist-Konzept, die das Geschäft und seine Mitarbeiter zu überzeugenden Botschaftern für die Habanos macht.

(Ibrahima Kalil Touré und Christian Krendl von Zigarren Herzog am Hafen freuen sich mit Cohiba-Rollerin Norma Fernández, 5th Avenue-Repräsentant Rainer Schacke und Marketingleiter Christoph Puszkar über ihre Auszeichnung als Habanos Specialist des Jahres 2009; Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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A.C.C. (Authentic Cuban Cigar) nennt sich eine neue Dienstleistung, die laut eigenen Angaben die Online-Shops so beeinflussen will, damit diese klar informieren, ob sie Original-Havannas verkaufen oder nicht. Delikat scheinen mir  Methode und auch Resultat. Letzteres listet die “überprüften” Shops unter den Kategorien A.C.C. Certified stores, Class A stores, Class B stores, Class C stores und Class D stores auf.

Wer nun denkt, das gehe den deutschsprachigen Raum eh nichts an, irrt: Es sind einige Schweizer und Deutsche Shops in den Listen aufgeführt.

Meines Erachtens könnte das Ganze funktionieren, wenn Habanos S.A. die Aufsicht hätte. Doch selbst dann wären  Grenzen teilweise schwierig zu ziehen.

Mich persönlich erstaunt übrigens, dass A.C.C. von den Händlern transpartente Informationen verlangt, auf der eigenen Site aber keinerlei Hinweise über die Hintermänner liefert.

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Wie in der Berichterstattung zum Festival del Habano 2009 angekündigt, kommt Norma Ferández Sastre auf Deutschland-Tournee. 5TH AVENUE schreibt zum Auftritt (s. Tourdaten) der ehemaligen Lieblings-Rollerin von Fidel Castro und der Schöpferin der Cohiba Behike:

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

“Pünktlich zur Dortmunder Tabakwarenfachmesse Inter-tabac kommt Norma Fernández Sastre nach Deutschland. Hinter dieser zwar eher unscheinbaren und zierlichen, auf den zweiten Blick aber sehr lebhaften und liebenswürdigen Frau steckt ein echtes „Tabakschwergewicht“. Sie war diejenige, die vor drei Jahren allein die Fertigung der streng limitierten 4.000 Stück Cohiba Behike übernommen hat. Diese anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Habanos-Spitzenmarke Cohiba gefertigten Cigarren kamen in Luxushumidoren á 40 Stück zu einem Preis von 15.000 Euro auf den Markt. Und diese Aufgabe wurde ihr nicht zufällig übertragen. Sie erhielt diese

Auszeichnung, weil sie schon seit 41 Jahren in der Cohiba-Manufaktur El Laguito arbeitet, diese Fabrik also mit ihren damals noch jungen 17 Jahren als Gründungsmitglied mit aufgebaut hat und seinerzeit die Lieblingscigarren Fidel Castros, die Laguito No.1, rollte. Für die Fertigung der gewaltigen und einmaligen Cohiba Behikes durfte sie sich damals soviel Zeit lassen, wie sie wollte und brauchte.

Begonnen hat Norma in der Cohiba-Manufaktur als einfache Torcedora, war dann 12 Jahre lang Chefin der Endproduktion, einer übergreifenden Abteilung mit Zuständigkeiten für die Farbsortierung, das Anbringen der Ringe bis hin zur Kistenfertigung, und ist nun seit 10 Jahren die Chefin der Abteilung für die Qualitätskontrolle.

Sie freut sich, hierher nach Deutschland zu kommen und schätzt vor allem die vielen Cigarrenliebhaber, die hierzulande zu finden sind. Sie kennt das Land bereits noch von früheren Aufenthalten. Vor der „Wende“ in Ostdeutschland durfte sie sogar zur Leipziger Messe reisen, um dort die Kunst der Fertigung von Cigarren nach der Methode „totalmente a mano“ – vollständig von Hand – zu präsentieren.”

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… heute mit Muhammet Genc, Inhaber der Casa del Habano Düsseldorf, in D Luxe.de mit dem Artikel “Das braune Gold des Fidel Castro“. Ein Auszug:

“Das ist mein Juwel“, sagt der 35-jährige Muhammet Genc zu der Havanna-Sammlung zwischen den Büroräumen oben in den Arkaden. Sein blauer Dunst an anderen Stellen in Düsseldorf kringelt nicht weniger spektakulär. In der Grünstraße hat der zielstrebige Jungunternehmer türkischer Abstammung ein kleines Zigarren-Imperium aufgebaut. Das besteht aus dem 150 Quadratmeter großen Ladengeschäft Selected Cigars und der benachbarten La Casa del Habano. Dort sitzen bis zu 14 Kunden an kleinen Tischen, lesen Tageszeitungen oder Magazine, bestellen einen Jamaica-Rum zur Bolivar Gold Medal, lassen sich zur Romeo y Julieta einen Cognac XO einschenken und entzünden mit dem Fidibus aus Zedernholz eine Montecristo oder eine Cohiba. Einige Stammgäste mit prominenten Namen holen die in Deckblätter gerollten Schätze aus einem Schließfach mit ihrem Namenskürzel.”

Und falls jetzt ein Fachhändler die Faust im Sack machen und sich benachteiligt fühlen sollte, kann dem sehr einfach Abhilfe geschaffen werden: Unter meiner E-Mail-Adresse nehme ich Hinweise auf solcherlei Publikationen (oder Veranstaltungen) sehr gerne entgegen – was ja hier ab und wann schon zu lesen war.

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Den Beitrag, den ich heute im “beruflichen” Blog geschrieben habe, gilt auch für den nebenberuflichen Cigar Wiki-Medienverbund:

“Hauptnachteil von Corporate Twitter … man bloggt weniger. In aller Kürze ein Link empfohlen, ein interessanter Beitrag retweeted oder neue Tweeps begrüsst. Ruckzuck, öffentlich und grösstmehrheitlich unverbindlich. Eine von Twitter’s Hauptstärken (s. auch frühere Beiträge) liegt zweifelsohne in der Unmittelbarkeit. Bei einem Corporate Blog ist das anders. Regelmässige Leser gewinnen nur Inhalte mit einem Mindestmass an qualitativer und quantitativer Substanz. Gegenüber Twitter zweifelsohne ein Mehraufwand. Die passende Mischung muss wohl gefunden werden: Twitter für den Moment und die Kontaktpflege, Blogging für Unternehmensnachrichten und Hintergrundberichterstattung.”

Für Fachhändler mit Affinität für neue Medien ergeben sich sehr gute Opportunitäten mit einer adäquaten Webseiten-Blog-Twitter-Mischung. In den USA wäre das keine Meldung mehr wert. Alleine unter den Followern des Cigar Wiki-Twitter-Accounts befinden sich Dutzende Beispiele für diese Aussage. Im deutschsprachigen Raum sind wir noch ganz am Anfang – mit entsprechend grossem Potenzial.

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Am Anfang machte ich noch regelmässig auf die Möglichkeiten des Cigar Wiki für den Fachhandel aufmerksam. Eigene (kostenlose) Wiki Seiten (s. Beispiele in oberster Rubrik), Hinweise auf Veranstaltungen, Blog-Beiträge etc. Mittlerweile besteht Interaktion mit einigen aktiven Fachhandelsunternehmen. Aufdrängen mag ich ich die Medien-Kombination Cigar Wiki in Deutsch, Cigar Wiki in Englisch, Blog und Twitter-Feed niemandem mehr.

Immer wieder gibt es aber wunderbare Überraschungen. So machten z.B. plötzlich La Casa del Habano Nürnberg oder Cigarworld mit selbst gestalteten Werbesujets auf das Cigar Wiki aufmerksam. Und eben entdeckte ich, dass die Logos der kubanischen Labels auf der neu gestalteten Webseite des renommierten Fachhändlers Urs Portmann direkt mit  den jeweiligen Detailseiten im Cigar Wiki verlinkt sind. Super Sache. Hand in Hand von Wiki und Fachhhandel zu Gunsten des Kulturgutes Zigarre. Klingt etwas pathetisch, ist (wäre) aber (eigentlich) so.

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Die ganze Rauchverbotsdiskussion bleibt derzeit Aussen vor – so herrliche Bedingungen für Outdoor Smokes gab es schon lange nicht mehr. Und geht es nach der NZZ, dann wird es noch besser: “Hitzewarnung für die Schweiz ausgeben“. Tolle Opportunitäten für den Fachhandel. Innovationen wie “Hitze-Spezial-Bundles”, “Sommertraum-Aktionen” etc. würde die Konsumlust noch steigern. Theorie, klar ;-)

Wie auch immer: Geniesst das herrliche Setting im Freien mit coolen Zigarren.

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