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Die schweizerische Intertabak AG ist nicht bekannt für umtriebige PR-Aktionen und üppige Medienpräsenz. Nichtsdestotrotz stehen beim offiziellen Havanna-Importeur zwei News von breiterem Interesse im Raum: In einem seiner Videos (“Julietas für die Damen“) vom Festival del Habano zeigt Manuel Fröhlich den neuen Intertabak-Geschäftsführer. Es handelt sich um Silver Gmür, ehemaliger Consumer & Trade-Marketing Operations Director von Japan Tobacco International (Schweiz).

Sein Vorgänger, Urs Tanner, wurde seinerseits anlässlich des feierlichen Festivalabschlusses in Havanna als “Habano-Men of the year” geehrt. Herzliche Gratulation.

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Traditionellereweise informiert Manuel Garcia von Habanos S.A. die Presse am ersten Festivaltag über die wichtigsten Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Während 2009 in Deutschland ein Anstieg der Habanos-Verkäufe um 4 Prozent verzeichnet werden konnte (s. “Deutschland steigert 2009 den Havanna-Absatz“), musste laut abcNEWS.com (“Cuban Cigar Sales Plummeted 8 Pct in ‘09“) weltweit ein Minus von 8 Prozent auf $ 360 Millionen vermeldet werden. Hauptverantwortlich dafür waren der Einbruch in den so wichtigen Märkten Spanien und Duty Free. Letzteres Segment zeichnete 2009 für 23 Prozent des gesamten Havanna-Absatzes verantwortlich. Bereits 2008 musste ein Rückgang von 3 Prozent auf damals $ 390 Millionen verzeichnet werden.

Was die neu lancierten Havannas 2010 anbelangt, hat James Suckling von Cigar Aficionado Online via Twitter schon mal den ersten Smoke der neuen Romeo y Julieta Wide Churchills vermeldet. Urteil und Beschreibung will er in seinem Blog nachliefern.

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Am 19. Januar habe ich einen Handelsblatt-Artikel aufgenommen und getitelt: “Deutschland: -24,6% bei Zigarren und Zigarillos“. Heute nun setzt Habanos-Exklusiv-Importeur 5TH Avenue die Schlagzeile “Habanos-Absätze wachsen trotz Krise” und schreibt in der Pressemitteilung erfreuliches:

“Die Absätze von Habanos entwickelten sich im Jahr 2009 in Deutschland sehr erfreulich. Sie bescherten dem deutschen Habanos-Generalimporteur 5TH Avenue im Jahr seines 20jährigen Firmenjubiläums ein erfolgreiches Jahr. Mit einem Plus von 3,2% in Menge und 4% in Wert gegenüber 2008 zeigte sich ein klarer Aufwärtstrend bei Habanos. Im Inland legten die Absätze mengenmäßig um 4,7% und wertmäßig um 5,9% zu. Schwächer verlief dagegen die Entwicklung im Duty Free-Kanal. Hier waren die Absätze von mit einem Minus von 0,2% stabil, der Umsatz nahm allerdings leicht um 2,5% ab. Ursachen dafür waren die weltweit zunehmenden Rauchverbote und die Wirtschafts- und Finanzkrise, die sich in stark gesunkenen Passagierzahlen niederschlug.

Im Inland konnten sich die Absätze von Habanos gut behaupten. Dies lag nicht zuletzt an der überaus erfolgreichen Einführung der neuen Linie Montecristo Open [s. auch "Montecristo Open kommt an und inspiriert"] . Die vier neuen Formate trafen den Geschmack vieler Endverbraucher, für die zwar der Mythos der Habanos äußerst attraktiv ist, denen die Tabakmischungen der klassischen Habanos-Marken aber zu kräftig waren. Bisher wich diese Zielgruppe auf nicht-cubanische Cigarren aus. Mit der Montecristo Open erreicht der Fachhandel nun auch die Einsteiger und Gelegenheitsraucher mit einer weltbekannten Habanos-Marke. Die attraktive und moderne Gestaltung der Montecristo Open vergrößert die Anziehungskraft der neuen Linie noch.

Traditionell sehr gut verkauften sich auch die Spezialitäten und limitierten Editionen. Die Attraktivität dieser besonderen Habanos-Produkte für die Aficionados war ungebrochen hoch. Einen besonderen Höhepunkt in diesem Segment stellte die Einführung der Edición Regional für Deutschland in 2009 dar. Erstmalig lies 5THAvenue die Endverbraucher selbst ihr Votum zur Auswahl von Marke und Formaten abgeben. Erwartungsgemäß kamen die Bolívar 5ta Avenida und Bolívar Especial No.2 hervorragend an.

Ein ganz besonderes Glanzlicht war die Einführung der Cohiba Gran Reserva, die trotz eines Stückpreises von 85 Euro bewies, dass die attraktiven Habanos-Produkte auch in schwierigen Zeiten gute Umsatzbringer für den Handel darstellen.”

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Die Entwicklung der Importzahlen von Zigarren in die USA (exkl. Habanos natürlich) haben wir gelegentlich schon erwähnt. CigarCyclopedia.com schreibt in “Imports Continue Decline” von anhaltend sinkenden Importzahlen. Vergangenen Im November wurde mit 27.18 Millionen importierten Zigarren (Hauptanteile: Dom. Rep: 11.95 Mio., Nicaragua: 7,68 Mio., Honduras: 7,3 Mio.) ein Minus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat registriert. Der November war der sechste Monat in Folge mit fallenden Zahlen.

Über das ganze Jahr hinweg gesehen, zeichnet sich aber eine relativ stabile Situation ab: In den ersten elf Monaten 2009 wurden insgesamt 262.23 Millionen Zigarren importiert, Das entspricht einem Plus von 5,65 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Wenn die Dezemberzahlen einigermassen gut ausfallen, kann zumindest das Niveau von 2008 gehalten werden.

Update: Wie CigarJapan via Twitter treffend bemerkt hat, würde die Jahresbilanz 09 “ohne die Panikimporte in den pre-SCHIP tax Monaten (Jan – Mar)” ebenfalls negativ ausfallen. Diesen Aspekt hatte ich im Beitrag “US-Zigarren-Importrekord” beschrieben.

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Nun, das Posting “Der Umsatz mit Zigarren halbiert sich” ist wohl nicht allzu sehr aus der Luft gegriffen. Handelsblatt Online meldet heute unter “Deutsche rauchen immer weniger“:

“Sehr stark rückläufig waren die versteuerten Absatzmengen von Pfeifentabak (-57,2 Prozent) sowie von Zigarren und Zigarillos (-24,6 Prozent). Der Absatzeinbruch beim Pfeifentabak sei vor allem auf die geänderte steuerliche Behandlung der sogenannten Pseudo- Pfeifentabake zurückzuführen, die seit Juli 2008 mit dem höheren Steuersatz von Feinschnitt besteuert werden.”

Ohne Zahlen zu nennen, macht die Runde, dass kubanische Zigarren weniger Federn lassen mussten. Das wiederum würde die geschriebene These stützen, dass bei vermindertem Konsum mehr Wert auf qualitativ hochwertige Smokes gelegt wird. Nun, spätestens im Rahmen des Festival del Habano XII wird Habanos S.A. detaillierte Zahlen nennen.

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Ein kleiner Nachtrag noch zum gestrigen Beitrag “Der Umsatz mit Zigarren halbiert sich“. Eine wichtige Zukunftsanforderung für den Fachhandel ist sicherlich auch der Umgang mit mobilem Internet. Im Roloblog-Beitrag “Corporate Twitter: na ja / Mobiles Internet: unbedingt” finden sich Aussagen , die auch für die Zigarren-Branche von grosser Bedeutung sind:

“Während Corporate Twitter von den Rahmenbedingungen abhängt und keinesfalls zwingend ist (s. “Vermeintliche Gretchenfrage: Wann sollen Unternehmen twittern?“), wird mobiles Internet sehr bald schon für unternehmerischen Erfolg oder Misserfolg mitentscheidend sein (s. auch frühere Beiträge zum Thema).

Persoenlich.com zitiert im Artikel “Handys lösen Computer ab” eine Gartner-Studie, wonach ab 2013 Handies den Computern in Sachen Internetzugang den Rang abgelaufen haben werden. Jedes Unternehmen mit Internet-Schnittstellen ist folglich in zeitlich dringlicher Pflicht, sich auf die Veränderung einzustellen. E-Commerce, E-Communication oder Social Media Marketing ohne adäquate Zugänge und Anwendungen für mobiles Internet werden zur vergeblichen Liebesmüh.”

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… meinte ein volkswirtschaftlich so gebildeter wie erfahrener Bekannter beim Smoke im Brustton tiefster Überzeugung. Ich rezitiere nicht die Argumentionskette, aber denkt man an gesetzliche, örtliche und gesellschaftliche Restriktionen, scheint diese Hiobsbotschaft nicht ganz abwegig. Obwohl beim ersten Hören reflexartig abwehrend, leuchteten mir die Ausführungen jedenfalls weitgehend ein. Was den zeitlichen Horizont anbelangt, ging er von fünf bis zehn Jahren aus.

Falls tatsächlich eine signifikante Umsatzerosion eintreten sollte, zeigten wir uns beide überzeugt, dass dies auf Einkaufsseite zu einer qualitativen und preislichen Steigerung führen würde. Dies in Übereinstimmung mit dem Slogan von Zino Davidoff selig: “Rauche weniger, aber besser und länger – mache einen Kult daraus, eine Philosophie”. Zweifel? Nun, bei seltener werdenden Gelegenheiten wird sicherlich mehr auf Qualität und Genuss denn auf den Preis fokussiert. Billigst-Havannas dürften dann zum Beispiel auch in Deutschland nicht Top-Seller bleiben.

Wenn besagte Umsatzerosion ausbleibt, wäre das super. So oder so wichtig für das Überleben vieler Branchen-Protagonisten bleiben aber Aussagen, wie sie zum Beispiel in den Beiträgen “Das Internet liebt Zigarren“,”Zigarrenbranche – wie Lemminge am Abgrund” oder “Zigarrenfachhandel: Survival of the fittest“zu finden sind.

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Kennen Sie “Google Alerts“? Sehr praktisch, man gibt Suchbegriffe ein und bekommt Links zu passenden Artikeln oder Blog-Beiträgen via E-Mail zugestellt. Ich verwende diese Dienstleistung seit langer Zeit schon und mir ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass die Anzahl Alerts mit Inhalt “Zigarre” oder “Cigar” massiv zugenommen hat.

Ok, während der Weihnachtszeit rauchen viele Gelegenheitsraucher mal eine Zigarre und schreiben darüber. Doch die Zunahme scheint übersaisonalen Charakter zu haben. Nun, mittlerweile gibt es viele Themen-Blogs, wie u.a. eine themenspezifische Suche zeigt. Auch die Suchanfrage im deutschsprachigen Pressebereich ergibt einige Treffer. Und die stetig steigenden Zugriffszahlen auf den Cigar Wiki-Medienverbund weisen aus subjektiver Warte ebenfalls auf nachwievor grosses Interesse in Zigarrenbelangen hin. Wichtiges Medium ist zudem Twitter. Wie zum Beispiel der Follower-Liste des Cigar-Wiki-Twitter-Accounts entnommen werden kann, ist das aber vor allem eine US-Zigarrenbranchen-Show. Der deutschsprachige Raum ist extrem untervertreten; löbliche Ausnahmen wie zum Beispiel cigarman_ch ausgenommen.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Interessenslage und das Potenzial im Internet ist enorm gross. Um als Online-Händler erfolgreich zu sein, was im deutschsprachigen Raum bisher nur wenigen gelungen ist, braucht es Hingabe und Engagement. Wer dies mitbringt, gut beraten ist und entsprechend investiert, erobert den Absatzkanal der nahen Zukunft.

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… präsentiert CigarCyclopedia.com in Folge 1 und Folge 2. Die Headlines lauten:

  1. Democrats pass SCHIP legislation, funded by new tobacco taxes
  2. U.S. Food & Drug Administration given oversight of tobacco
  3. Imports surge, then dive, dive dive
  4. Lounge wars!
  5. Two famed factories close in 2009
  6. More brands than ever before!
  7. Smoking bans continue their march across America
  8. Cuban planting and production both down
  9. A new world-record cigar!
  10. Two giants lost as Schneider and Lara pass

Falls Sie die englischen Texte nicht lesen mögen: Über die Grundlagen und die Auswirkungen des State Children’s Health Insurance Program (SCHIP) habe ich in verschiedenen Beiträgen informiert. Der zweite Punkt findet sich im Beitrag “Tabakbranche: Restriktionen versus Freiheitsrechte” erklärt. Platz Nummer 3 ist in “US-Zigarrenimporte minus 57%” illustriert. Zum Vormarsch der Rauchverbote – auch bei uns – finden sich ausreichend Postings. Über die unter Punkt 8 erwähnten Hurrikane  wurde umfassend informiert, die Rekordzigarre aus Kuba ist ebenfalls kurz erwähnt, genauso wie der einer beiden erwähnten traurigen Todesfälle (“Ernst Schneider 88-jährig gestorben“).

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Aus privatem Feiergrund kaufte ich mir gestern in einem Schweizer Fachgeschäft eine Cohiba Siglo VI und eine Partagas Lusitanias. Obwohl ich nicht geplant hatte, beide sofort zu rauchen, kam es dazu. Warum? Die Siglo VI liess ich nach gut der Hälfte im Ascher liegen. Sie schmeckte fad und absolut nicht Cohiba like.

Da gute Zigarren in rund 150 Arbeitsschritten aus Naturmaterialien ohne Maschineneinsatz hergestellt werden, beunruhigt mich ein gelegentlich schlechteres Exemplar nicht sonderlich. “Die Lusitanias wird’s richten”, dachte ich mir. Doch, nein. Die schmeckte ebenfalls so lau.

Nun, in besagtem Fachhandel war ich seit längerer Zeit schon nicht mehr. Wo früher vor allem Havannas lagen, breiten sich nun viele Billig-Produkte und das Oettinger Davidoff-Sortiment aus. Habanos sind an den Rand gedrängt. Ausserdem fiel mir auf, dass es im Humidor nicht mehr gut riecht. Ob die technische Infrastruktur Schuld daran trägt oder die Unausgewogenheit von kubanischen und nicht-kubanischen Zigarren ;-) weiss ich nicht. Auf jeden Fall hat sich dieser langweilig müffelige Raumgeschmack offensichtlich auf die Zigarren übertragen. Schade. Für mich war’s das mit diesem Geschäft. Es gibt genügend andere, die sowohl dem Sortiment als auch der Lagerung ausreichend Sorge tragen.

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