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Nach den positiven Meldungen von Villiger Söhne AG (“Villiger erwartet Rekordabsatz von einer Milliarde Glimmstängel“, Tages Anzeiger) kommen auch aus den USA branchenfreundliche Zahlen. CigarCyclopedia.com schreibt im Beitrag “Imports Continue Steady“:

“Despite all the reasons for concern, premium-cigar imports into the United States showed surprising strength in May, actually showing an increase over the same month in 2009 and 2008.

The import figures compiled by the Cigar Association of America from U.S. Customs data showed that 22.2 million premium cigars entered the country during May, 1.8% better than in 2009 and 4.5% better than 2008, generally considered a good year for imports.”

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Man stelle sich vor, die vereinigten Zigarrenfachhändler Deutschlands hätten sich in einer Art übergeordneter Interessengemeinschaft organisiert, hätten für alle Zigarrenverkäufe heute einen satten, einheitlichen Siegerzigarren-Rabatt vereinbart und dies den Medien kommuniziert …

Letztere hätten das im Kontext der neu entfachten Verbotsdiskussion mit grosser Wahrscheinlichkeit aufgenommen, die Umsätze hätten einen interimistischen Freudensprung verzeichnet und die Tradition von Zigarren (s. auch “Die Tradition der Siegerzigarre“) wäre mal wieder positiv erwähnt gewesen – und das mehr oder weniger unabhängig vom Spielausgang (im schlimmsten Fall wird eine Sieger- zur Trostzigarre).

Alles bloss im Konjunktiv und bestimmt würden Dutzende von Gründen dagegen genannt. So what, ich lege mir ohnehin eine schöne Siegerzigarre bereit und drücke der Deutschen Elf die Daumen. Go for it und lasst es ordentlich qualmen!

(Bildquelle: Clubcigarren.com)

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CigarCylopedia.com zitiert ein Reuters-Interview (“Cuban cigar dealer fights bans, hard times“) mit Habanos S.A.-Verantwortlichen und schreibt, dass im Mai die Verkäufe von Havannas in beinahe allen Märkten hätten gesteigert werden können. Auch die Juni-Zahlen präsentierten sich positiv. Angesichts der enormen Exportrückgänge weltweit während der letzten zwei Jahren (nicht so übrigens in Deutschland; s. “Deutschland steigert 2009 den Havanna-Absatz“), sind das zweifelsfrei gute News für Habanos S.A.

Um der (Umsatz-)Erosion nachhaltig Einhalt gebieten zu können, setzt Habanos S.A. verstärkt auf Exklusivität und antizipiert hierzu Zino Davidoffs Leitmotiv “Rauchen Sie weniger, aber besser und länger – machen Sie einen Kult daraus, eine Philosophie”. CigarCyclopedia.com illustriert:

“To address this, Habanos has changed tactics: “It is all about value added, collectibles, limited editions, exclusives,” said Habanos development vice president Javier Terres told the news service. He also pointed out that while sales have dipped, “its share of the premium cigar market [not including the U.S.] improved, and now accounts for 71 percent of unit sales and 85 percent of value.”

Terres added that Habanos and its worldwide distributors are promoting specially-created outdoor smoking areas initially developed by British restaurants and that country’s exclusive distributor, Hunters & Frankau, and private smoking clubs and lounges being more and more prevalent in Germany and Switzerland.”

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Jüngst erzählte ein Bekannter, dass er bei Otto’s, der Schweizer Restpostenkette, preiswerte Cohibas gekauft habe. Ich war etwas erstaunt, a) dass mein Bekannter bei Otto’s Zigarren kauft, und b) dass dort auch Edel-Havannas angeboten werden. Ich fragte den offiziellen Habanos-Importeur Intertabak AG an, ob Solcherlei denn mit der Markenführungsstrategie von Havannas allgemein und den Cohibas speziell vereinbar sei. Selbstverständlich nicht, lautete die prompte Antwort und im Nachsatz wurde festgehalten, dass Intertabak leider keinen Einfluss auf diesen Sachverhalt habe, da Otto’s bei einem Parallelimporteur beziehe.

Das Angebot widerspricht meines Erachtens der gängigen Marketingstrategie-Logik und widerspiegelt den speziellen Schweizer Markt mit einem hohen Parallemarktanteil (in Deutschland ist das nicht annähernd so ausgeprägt) und teilweise recht abenteuerlicher Angeboten. Ziemlich aufgenscheinlich fällt das auch beim Discounter Denner auf, der angeblich ebenfalls nicht via Intertabak bezieht: Ab und wann trifft man in Denner-Filialen auf kleinere Humidore mit Zigarren verschiedener Herkunftsländer und einigen Havannas. Da es sich um einen subjektiven Eindruck handelt, will ich nicht über den Zustand der Zigarren in diesen Humidoren urteilen. Wer die Gelegenheit hat, sollte den Inhalt aber mal anschauen, beschnuppern und dann mit der Ware in einem etablierten Fachhandelsgeschäft vergleichen.

Persönlich verzichte ich zu Gunsten optimaler Qualität sehr gerne auf einige Prozente Preisnachlass. Da die Fachhändler, die bei den offiziellen Importeuren ihre Ware beziehen, unter anderem Qualitätsstandards berücksichtigen müssen, garantiert gegen den Tabakkäfer behandelte Zigarren verkaufen und meistens auch über Erfahrung und eine gut geschulte Beraterqualität verfügen, lege ich Kistchen mit Klebeettiketten von Parallelimporteuren jeweils wieder zurück ins Regal. Immer und aus Prinzip.

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Über die US-Zigarrenimport-Zahlen habe ich ab und wann schon geschrieben und auch auf die Auswirkungen der SCHIP-Steuereinführung hingewiesen (s. u.a. “US-Zigarrenimporte minus 57%“). Abgesehen von den Zahlen – minus 51.58% im Februar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat und minus 30.3% gegenüber Februar 2008 – weist CigarCyclopedia.com auf ein interessante Premiere hin: Zum ersten Mal wurden mehr Zigarren aus Nicaragua als aus der Dominikanischen Republik in die USA importiert:

“Nicaragua, riding a wave of success, took over the leadership role in February for the first time in memory, with 5.72 million cigars imported, ahead of both the Dominican Republic and Honduras. While the number of imports is well short of the 7.21 million imports from Nicaragua in February of last year, it’s slightly ahead of the 5.34 million from February of 2008.”

Im selben Beitrag macht CigarCylopedia.com auf interessante Zahlen der The Cigar Association of America des Jahres 2009 aufmerksam:

  • 2009 wurden pro Kopf 43 Zigarren in den USA geraucht. Das macht 122 Stück im Segment der Männer ab 21 Jahren. Das ist der höchste Pro-Kopf-Verbrauch seit 1975.
  • Was das Premium-Segment anbelangt, werden die insgesamt 287,28 Millionen importierten Premium-Zigarren durch die geschätzte Anzahl US-Aficionados von 3,5 Millionen geteilt. Daraus resultiert ein Jahreskonsum von 82 Premium-Zigarren und ein Wochenschnitt von 1,58 Zigarren.

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“Tweeps” sind Twitter People. Angeblich soll es mittlerweile rund 100 Millionen davon geben. Die Zigarrenbranche ist zunehmend vertreten. Die Gründe dafür sind unter anderem im Beitrag “Das Internet liebt Zigarren” beschrieben. Insbesondere in den USA gehört ein Corporate Twitter Account zum guten Branchenton. Einige davon sind in der Cigar-/Zigarren-Liste meines Twitter Accounts aufgeführt.

Im deutschsprachigen Raum kommen zwar immer mal wieder twitternde Branchenleute dazu, viele stoppen ihre Aktivität nach kurzer Zeit aber wieder. Folgende Accounts mit Zigarrenbezug aus dem deutschen Sprachraum sind seit einiger Zeit schon aktiv, meistens auch interaktiv und deshalb zum Followen empfohlen (Reihenfolge ist alphabetisch und nicht qualitativ gewichtet):

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Die schweizerische Intertabak AG ist nicht bekannt für umtriebige PR-Aktionen und üppige Medienpräsenz. Nichtsdestotrotz stehen beim offiziellen Havanna-Importeur zwei News von breiterem Interesse im Raum: In einem seiner Videos (“Julietas für die Damen“) vom Festival del Habano zeigt Manuel Fröhlich den neuen Intertabak-Geschäftsführer. Es handelt sich um Silver Gmür, ehemaliger Consumer & Trade-Marketing Operations Director von Japan Tobacco International (Schweiz).

Sein Vorgänger, Urs Tanner, wurde seinerseits anlässlich des feierlichen Festivalabschlusses in Havanna als “Habano-Men of the year” geehrt. Herzliche Gratulation.

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Traditionellereweise informiert Manuel Garcia von Habanos S.A. die Presse am ersten Festivaltag über die wichtigsten Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Während 2009 in Deutschland ein Anstieg der Habanos-Verkäufe um 4 Prozent verzeichnet werden konnte (s. “Deutschland steigert 2009 den Havanna-Absatz“), musste laut abcNEWS.com (“Cuban Cigar Sales Plummeted 8 Pct in ‘09“) weltweit ein Minus von 8 Prozent auf $ 360 Millionen vermeldet werden. Hauptverantwortlich dafür waren der Einbruch in den so wichtigen Märkten Spanien und Duty Free. Letzteres Segment zeichnete 2009 für 23 Prozent des gesamten Havanna-Absatzes verantwortlich. Bereits 2008 musste ein Rückgang von 3 Prozent auf damals $ 390 Millionen verzeichnet werden.

Was die neu lancierten Havannas 2010 anbelangt, hat James Suckling von Cigar Aficionado Online via Twitter schon mal den ersten Smoke der neuen Romeo y Julieta Wide Churchills vermeldet. Urteil und Beschreibung will er in seinem Blog nachliefern.

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Am 19. Januar habe ich einen Handelsblatt-Artikel aufgenommen und getitelt: “Deutschland: -24,6% bei Zigarren und Zigarillos“. Heute nun setzt Habanos-Exklusiv-Importeur 5TH Avenue die Schlagzeile “Habanos-Absätze wachsen trotz Krise” und schreibt in der Pressemitteilung erfreuliches:

“Die Absätze von Habanos entwickelten sich im Jahr 2009 in Deutschland sehr erfreulich. Sie bescherten dem deutschen Habanos-Generalimporteur 5TH Avenue im Jahr seines 20jährigen Firmenjubiläums ein erfolgreiches Jahr. Mit einem Plus von 3,2% in Menge und 4% in Wert gegenüber 2008 zeigte sich ein klarer Aufwärtstrend bei Habanos. Im Inland legten die Absätze mengenmäßig um 4,7% und wertmäßig um 5,9% zu. Schwächer verlief dagegen die Entwicklung im Duty Free-Kanal. Hier waren die Absätze von mit einem Minus von 0,2% stabil, der Umsatz nahm allerdings leicht um 2,5% ab. Ursachen dafür waren die weltweit zunehmenden Rauchverbote und die Wirtschafts- und Finanzkrise, die sich in stark gesunkenen Passagierzahlen niederschlug.

Im Inland konnten sich die Absätze von Habanos gut behaupten. Dies lag nicht zuletzt an der überaus erfolgreichen Einführung der neuen Linie Montecristo Open [s. auch "Montecristo Open kommt an und inspiriert"] . Die vier neuen Formate trafen den Geschmack vieler Endverbraucher, für die zwar der Mythos der Habanos äußerst attraktiv ist, denen die Tabakmischungen der klassischen Habanos-Marken aber zu kräftig waren. Bisher wich diese Zielgruppe auf nicht-cubanische Cigarren aus. Mit der Montecristo Open erreicht der Fachhandel nun auch die Einsteiger und Gelegenheitsraucher mit einer weltbekannten Habanos-Marke. Die attraktive und moderne Gestaltung der Montecristo Open vergrößert die Anziehungskraft der neuen Linie noch.

Traditionell sehr gut verkauften sich auch die Spezialitäten und limitierten Editionen. Die Attraktivität dieser besonderen Habanos-Produkte für die Aficionados war ungebrochen hoch. Einen besonderen Höhepunkt in diesem Segment stellte die Einführung der Edición Regional für Deutschland in 2009 dar. Erstmalig lies 5THAvenue die Endverbraucher selbst ihr Votum zur Auswahl von Marke und Formaten abgeben. Erwartungsgemäß kamen die Bolívar 5ta Avenida und Bolívar Especial No.2 hervorragend an.

Ein ganz besonderes Glanzlicht war die Einführung der Cohiba Gran Reserva, die trotz eines Stückpreises von 85 Euro bewies, dass die attraktiven Habanos-Produkte auch in schwierigen Zeiten gute Umsatzbringer für den Handel darstellen.”

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Die Entwicklung der Importzahlen von Zigarren in die USA (exkl. Habanos natürlich) haben wir gelegentlich schon erwähnt. CigarCyclopedia.com schreibt in “Imports Continue Decline” von anhaltend sinkenden Importzahlen. Vergangenen Im November wurde mit 27.18 Millionen importierten Zigarren (Hauptanteile: Dom. Rep: 11.95 Mio., Nicaragua: 7,68 Mio., Honduras: 7,3 Mio.) ein Minus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat registriert. Der November war der sechste Monat in Folge mit fallenden Zahlen.

Über das ganze Jahr hinweg gesehen, zeichnet sich aber eine relativ stabile Situation ab: In den ersten elf Monaten 2009 wurden insgesamt 262.23 Millionen Zigarren importiert, Das entspricht einem Plus von 5,65 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Wenn die Dezemberzahlen einigermassen gut ausfallen, kann zumindest das Niveau von 2008 gehalten werden.

Update: Wie CigarJapan via Twitter treffend bemerkt hat, würde die Jahresbilanz 09 “ohne die Panikimporte in den pre-SCHIP tax Monaten (Jan – Mar)” ebenfalls negativ ausfallen. Diesen Aspekt hatte ich im Beitrag “US-Zigarren-Importrekord” beschrieben.

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