Varia

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Gestern habe ich eine meine Erachtens höchst erstaunliche Twitter-Meldung von Cigar Aficionado Online-Mann James Suckling retweeted (weiterempfohlen). Sie verweist auf seinen Blogbeitrag “Cuba Meets Ecuador” und beschreibt die Zusammenarbeit von Hiroshi Robaina (Enkel von Don Alejandro Robaina) mit einem Cousin aus Miami und die Tatsache, dass die beiden in Ecuador auf vorerst 200 Acres (~81 Hektaren) verschiedene kubanische Tabaksorten für die Produktion von Einlage und Deckblättern anpflanzen. Der Robaina-Sprössling, der die beiden Plantagen mehrere Male schon besucht habe, hält fest:

“‘I want to be clear that we can never make tobacco as great as Cuba,” he said. “That’s the greatest in the world. But I have the intention to make tobacco with my know-how as close as possible to the quality of Cuban tobacco.’”

Starker Tobak – Zusammenarbeit mit US-Verwandten, Export von kubanischen Tabaksamen, Anbau in Ecuador und so weiter und so fort. Kuba befindet sich wohl wirklich im Wandel.

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Da schreiben wir über “Die meistverkauften Havannas weltweit …” und dergleichen und verpassen beinahe die grösste PR-Aktion pro Zigarre der jüngsten Vergangenheit: Diego Armando Maradona und seine Zigarre auf dem Trainingsplatz vor dem Testspiel gegen Deutschland. Es folgte ein enormes Medienecho und sogar Joachim Löw brachte eine Cohiba im Tubo an die Pressekonferenz mit und liess sich zumindest symbolisch Feuer geben. Hoffen wir doch, dass er sie im Nachgang auch wirklich genossen hat.

Weniger Standfestigkeit als der zugegeben etwas gar exzentrische Maradona zeigten die kanadischen Hockey-Ladies. Nachdem sie ihren Olympiasieg auf dem Eis mit Champagner, Bier und Zigarren gefeiert und das IOC verärgert hatten, folgte laut Spiegel Online eine “Entschuldigung für die Schampus-Sause“. Das IOC ist aber noch nicht zufrieden:

“Das IOC kann erst dann einen Schlussstrich ziehen, wenn wir die Stellungnahme des Organisationskomitees erhalten haben und alle Einzelheiten kennen.”

Die schweizerische Intertabak AG ist nicht bekannt für umtriebige PR-Aktionen und üppige Medienpräsenz. Nichtsdestotrotz stehen beim offiziellen Havanna-Importeur zwei News von breiterem Interesse im Raum: In einem seiner Videos (“Julietas für die Damen“) vom Festival del Habano zeigt Manuel Fröhlich den neuen Intertabak-Geschäftsführer. Es handelt sich um Silver Gmür, ehemaliger Consumer & Trade-Marketing Operations Director von Japan Tobacco International (Schweiz).

Sein Vorgänger, Urs Tanner, wurde seinerseits anlässlich des feierlichen Festivalabschlusses in Havanna als “Habano-Men of the year” geehrt. Herzliche Gratulation.

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Radio DRS und Online Medien melden, dass eine Volksinitiative “für ein liberales Rauchgesetz” gestartet wird. Suedostschweiz.ch schreibt unter “Gegner von Rauchverboten lancieren Initiative“:

“Die Initiative «für ein liberales Rauchergesetz» hat zum Ziel, die Rauchverbote rückgängig zu machen. Die Initianten fordern, dass über Rauchverbote in Innenräumen einzig der Eigentümer befindet. Dies soll auch für öffentlich zugängliche Räume gelten.

Namentlich aufgezählt werden im Initiativtext Restaurations- und Hotelbetriebe, Gebäude und Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs sowie Gebäude, die der Ausbildung, dem Sport, der Kultur oder der Freizeit dienen.”

Benötigt werden 100′000 Unterschriften innert 18 Monaten.

Gegenpol ist die Volksinitiative “Schutz vor Passivrauchen” der Lungenliga, die in den ersten sechs Monaten rund 85′000 Unterschriften generiert hat.

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Nach 2008 und 2009 muss ich dieses Jahr aus beruflichen Gründen leider mit dem Festival-Besuch pausieren. Nichtsdestotrotz wünsche ich den teilnehmenden Zigarrenfreunden eine gute Reise und wunderschöne Genussmomente.

Christoph A. Puszkar von 5TH AVENUE wird am Sonntag fliegen und in seiner beliebten Kolumne bei Smokersnews über die Erlebnisse und Zigarren-Lancierungen berichten. Heiko Poerz und Marc André sind heute losgeflogen – mit einer eigenen Kleiderlinie im Gepäck. Manuel Fröhlich vom Cigar Blog ist bereits in Kuba gelandet.

Ich bin gespannt, was sie zu berichten haben und werde die eine oder andere Meldung hier im Blog zusammentragen.

Am Festival vorgestellt wird die neue Superpremiumlinie “Behike” von Cohiba sowie von Romeo y Julieta die “Wide Churchills” und die “Julieta”, mit der erstmals spezifisch Frauen angesprochen werden sollen.

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Im Posting “Aus der Zeit der Zigarren-Werbung” habe ich ein Bild der beiden “Tim und Struppi”-Protagonisten Schulze und Schultze mit Zigarre publiziert. In der Türkei würde solcherlei zu hohen Bussen führen. Persoenlich.com schreibt heute im Artikel “Türkische Medienwächter sind hinter “Tim und Struppi” her“:

“Die Comic-Serie “Tim und Struppi” hat mit einem Verstoss gegen türkische Tabak-Gesetze die Medienwächter des Landes auf den Plan gerufen. Der Privatsender TV8 zeigte die Figur Kapitän Haddock mit seinem üblichen Accessoire: einer Pfeife. Dies trug dem TV-Sender eine Busse von 50′000 Lira (rund 73′000 Franken) ein, wie türkische Zeitungen am Mittwoch berichteten.”

Laut Middle East Online rauchen in der Türkei 48 Prozent aller Männer.

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Wandlöcheriges Rauchverbot

Speziell, wenn man Anti-Rauchverbots-Stories aus der Schweiz bei Telegraph.co.uk findet. Im Artikel “Swiss smoking ban evaded by holes in wall” schreibt das Traditionsblatt über eine bemerkenswerte Lösung im Restaurant Caravelle im freiburgischen Bösigen: Der Wirt Dino Lottaz hat drei Löcher in die Aussenwand schlagen lassen. Eines für den Kopf und zwei für die Arme. Der Raucher steht in der Gaststube, Kopf, Arme und Zigarette befinden sich technisch (und juristisch) gesehen aber im Freien. Et voilà.

Nun, für den Zigarrengenuss ist das kein probates Mittel. Eine erfrischende Geschichte in fanatisiertem Umfeld ist dies aber allemal.

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… ist uralt. Vielleicht haben zur Zeit der Entdeckung durch Kolumbus schon die kubanischen Taíno ihre zu Zylindern gedrehten Tabakblätter (s. Zigarren-Geschichte) zu Ehren von Erfolgen genossen. Es fragt sich, wie diese Tradition an den olympischen Winterspielen in Vancouver gehandhabt wird? Die qualitative Grundlage wäre ja vorhanden: Im Gegensatz zum embargogeplaten Nachbarn gibt es in Kanada Havannas zu kaufen. Allerdings sind die Rauchverbotsbestimmungen in British Columbia relativ tough.

(Bildquelle: Cigar Label Junkie’s Passion)

Zigarren-Verpackungen

Apropos originale Verpackungen (s. “Gefälschte Cohiba Esplendidos” und Kommentare): Im Cigar Wiki sind die gängigen Verpackungen beschrieben. Das Spektrum reicht von Zedernholz und Alu-Tubos über Begriffe wie box pressed, habilitiert oder Semi Boîte Nature bis hin zu Angaben zu Kleinverpackungen.

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

Gerne mache ich bei dieser Gelegenheit auch mal wieder auf das bebilderte Zigarren-Lexikon aufmerksam.

Via Google Alert wurde ich auf eine “Holzkiste mit 25 Stück handgedrehten Zigarren frisch aus Kuba” auf der Kleinanzeigen-Website Piazza.ch aufmerksam. Angeblich handelt es sich um Cohiba Esplendidos für CHF 159.- (Originalpreis ca. CHF 1000.-). Das Ganze mit einem “herrlichen” Bild: Ein Kistchen mit Klarsichtdeckel statt durchgehend Holz und “Esplendido” ohne “s” geschrieben auf einer (“alten”) Logo-Version ohne Gold.

Ich meine, es steht in der Anzeige ja nichts von “Original”, und ich will dem Anbieter keinesfalls unrühmliche Absichten unterstellen. Zumindest aber wird hier ohne jegliche Fachkenntnis gehandelt. Und ein Schnäpchen wird sowieso nicht angeboten: Fake Cohibas schmecken nahezu immer absolut scheusslich (s. auch “Havanna-Fälscher-Einblick“) und sind keinesfalls mit der Grandezza einer echten Esplendidos zu vergleichen. Interessanterweise tauchen ähnliche Bilder mit der Klarsichtdeckel-Kiste und einem integrierten Humidorelement sogar auf Reiseseiten und dergleichen auf. Zum vergessen: Habanos S.A. hat nie eine solche Verpackung lanciert.

Das Original-Logo von Cohiba findet sich nachfolgend abgebildet.

Wer nach Kuba reist und den Lieben zu Hause Zigarren heimbringen will, sollte unbedingt ein offizielles Geschäft aufsuchen. Für Havanna habe ich einige im (englischsprachigen) Cigar Wiki aufgelistet. Und wer mit importierten Zigarren Geschäfte machen will, sollte das echt den Profis überlassen.

Die neueren Kisten sind mit einem verbesserten Fälschungsschutz versehen. Die Details finden sich im Beitrag “Habanos-Garantiesiegel mit Graumarkt-Schutz“.

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