Ein Händler in Deutschland meinte via Twitter vorwurfsvoll, dass über die Verhaftungsgerüchte des Habanos SA-Spitzenmannes Manuel Garcia (s. “Habanos-Kadermann in Havanna verhaftet?“) nicht berichtet werden sollte.
Beim besten Willen – und nicht nur, weil ich als ehemaliger Polit- und Wirtschaftsredakteur ein klein wenig von Journalismus verstehe – kann ich diese Haltung überhaupt nicht nachvollziehen. Manuel Garcia ist eine wahrhaft grosse und wichtige Figur bei Habanos SA und in Kuba. Desweitern hat die russische Site Cigarinfo.ru die angebliche Verhaftung publiziert und auch auf anderen Wegen sind Gerüchte und Vermutungen in die Szene gelangt und rumgeboten worden. Ich bekam mehrere Hinweise vor und vor allem viele Reaktionen nach der Veröffentlichung. Viele Händler sind in höchstem Masse erstaunt und verständlicherweise teilweise auch verunsichert. Denn, worst case vorausgesetzt, Manuel Garcia hätte wirklich ein Problem mit den kubanischen Behörden, würde es einen schwierig zu ersetzenden Top-Fachmann treffen. Nun, gehen wir nicht davon aus, setzen auf den best case mit baldiger Auflösung in allgemeiner Minne und wollen, ganz im Sinne der Worte von Intertabak-CEO Silver Gmür (s. “Intertabak-CEO relativiert Habanos-Gerüchte“), auch keinerlei Vorverurteilung vornehmen.
Aber eines ist völlig klar: Verschwiegenheit ist für die Branche wichtig, wenn es um Kunden und dergleichen geht. Informationen, wie jüngst um Habanos SA, soll man interessierten Kreisen nicht vorenthalten – insbesondere dann nicht, wenn sie allenthalben schon herumgeboten werden.


“Im Jahr 2000 brachte 