Zigarrenfertigung: Escparate und Fertigstellung

Am Schluss der Prozesse von der Ernte des kubanischen Tabaks bis hin zur Zigarrenfertigung stehen:

Sobald die Fertigung beendet ist und noch bevor die Zigarren in Kisten verpackt werden, werden sie gruppiert nach Marken und Vitolas in das “Escaparate” (Schauraum) gestellt. Man lässt sie dort in mit Zedernholz ausgekleideten Fächern ruhen, um die überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen, die sie während der Fertigung aufgenommen haben. Je länger sie hier bleiben, umso besser. Die Temperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius mit einer relativen Feuchtigkeit zwischen 65 und 70 Prozent. Diese Umgebung ist frischer und trockener als das in Cuba übliche Klima. Das Escaparate wird häufig auch Schatzkammer genannt, weil es der Ort ist, in dem der Reichtum der Fabrik aufbewahrt wird.

In der “Escogida” (Auslese) werden die Blätter zuerst nach Farben und Farbtönen in einem Muster von Spalten und Reihen gruppiert, wobei es leicht über 60 Schattierungen geben kann. Es wird sehr sorgfältig darauf geachtet, dass alle Zigarren in einer Kiste exakt den gleichen Farbton haben. In einer zweiten Auswahl werden die Zigarren innerhalb jeder Farbschattierung ausgewählt und in der Kiste von dem dunkelsten Farbton bis zum hellsten von links nach rechts angeordnet.

Anillador wird die Person genannt, die sehr sorgfältig den Ring um jede Zigarre legt und diese wieder in die Kiste zurücklegt, wobei immer die vom Escogedor vorher festgelegte Reihenfolge eingehalten wird. Sämtliche Ringe werden genau ausgerichtet und die vom Escogedor gewählte Vorderseite respektiert.

(Textquelle: Cigar Wiki – Zigarrenfertigung; Bildquelle: 5TH Avenue / Intertabak)

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