Zigarrentabak: Schritte nach der Ernte

Das Bild im gestrigen Beitrag (“Kubanischer Zigarrentabak: Erntezeit“) zeigt übrigens die Lufttrocknung in einer Casa de Tabaco (Trockenscheune). Im Cigar Wiki sind unter “Tabakanbau” die Schritte nach der Ernte beschrieben:

Die abgeernteten Blätter werden in die “Tabakhäuser” der Pflanzer gebracht und dort an der Luft getrocknet. Es handelt sich um eine langsame und sorgfältige Trocknung, bei der Feuchtigkeit entzogen wird und wobei das Blatt nach und nach einen goldenen Farbton annimmt. Die Blätter werden aneinandergereiht und nebeneinander an Stangen aufgehängt. Sobald die Trocknung der Blätter voranschreitet, werden die Stangen in den oberen Teil der “Tabakhäuser” verlagert.

Nach der Trocknung wird das abgetrockenete Blattgut in die Escogida (Auslese) gebracht.

In der Escogida werden die Blätter für Deckblatt, Einlage und Umblatt einer ersten natürlichen Fermentation unterzogen. Bei diesem Prozess wird der Geschmack der Einlageblätter weicher und die Farbe der Deckblätter einheitlicher. Das Verfahren wird ständig überwacht, um die gewünschten Temperatur- und Feuchtigkeitsparameter einzuhalten.

Alle Blätter müssen klassifiziert werden. Für die Deckblätter gibt es eine Klassifizierung in über 50 verschiedene Kategorien, je nach Grösse, Farbe und Textur, um sicherzustellen, dass eine Habano nur aus den besten Blättern gefertigt wird. Nach einer Ruhezeit werden die Deckblätter in Bündel gepackt, um im Anschluss daran, ähnlich wie ein sehr guten Wein, reifen zu können.

(Bilderquelle: 5TH Avenue / Intertabak)

Schlagworte: ,