Januar 2011

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Wenn die Pressemitteilungen von Habanos und den offiziellen Importeuren jeweils spürbar wenig(er) werden, steht das Festival del Habano vor der Türe.  Zur Erinnerung noch einmal die Ankündigung zum “XIII. Festival del Habano” von 5TH Avenue:

“Vom 21. bis zum 25. Februar 2011 wird wieder das alljährlich veranstaltete Festival del Habano in Havanna stattfinden. Die Hauptstadt Cubas, und vor allem die cubanische Cigarrenindustrie, bereiten sich bereits darauf vor, die Gäste aus aller Welt zum bekanntesten Cigarren-Festival zu begrüßen. Ausrichter des Events ist Habanos s.a., die Exportgesellschaft für Habanos.

In den 13 Jahren seines Bestehens hat sich das „Festival del Habano“ als absoluter Pflichttermin im Kalender der Aficionados aus aller Welt etabliert. Traditionell bietet das Festival die Plattform für die Vorstellung der wichtigsten Habanos-Produktneuheiten eines Jahres.

Immer war beim Festival auch internationale Prominenz zugegen: Literaturnobelpreisträger Gabriel Garcia Márquez, die Hollywood-Schauspieler Joseph Fiennes und Jeremy Irons, Formel-1-Weltmeister Nikki Lauda oder auch cubanische Künstler wie Compay Segundo oder Chucho Valdés.

Das Festival startet am Montag mit einer spektakulären Auftaktveranstaltung. Hier werden die Gäste eine aufregende Bühnenshow erleben, in deren Mittelpunkt die Einführung neuer Formate der traditionsreichen Habanos-Marke Partagás stehen sollen.

Für die Teilnehmer des Festivals wird außerdem ein Seminarprogramm mit verschiedenen Themen rund um die Habanos angeboten. Hier kann man unter der Anleitung erfahrener Meister dieser Kunst auch selbst Cigarren rollen.

Habanos-Messe: Eine Verkaufsmesse präsentiert allerlei Liebhaberobjekte, die das Herz des Aficionados höher schlagen lassen. Die Palette reicht von antiken Humidoren über ausgefallene Raucheraccessoires bis hin zu Spirituosen, Kaffee und anderen kulinarischen Spezialitäten.

Plantagenbesichtigungen: Auf Cuba wird der Tabak angebaut, der ohne jeden Zweifel zum Besten der Welt zählt. Allerdings besitzt Cuba nur wenige, ausgewählte Pflanzungen, die das Prädikat „Vega Fina” verdienen und die den Tabak produzieren, der den Ansprüchen an eine Habanos genügt. Um sich vor Ort von Habanos’ Qualitätsanspruch zu überzeugen, können die Festivalbesucher wieder Plantagen und andere Einrichtungen der Tabakindustrie besichtigen.

Cigarrenmanufakturen: Zu den traditionell wichtigsten Bestandteilen des Festivals gehört natürlich auch der Besuch der legendären Cigarrenmanufakturen  von Havanna. Schließlich werden nur noch in Cuba die Cigarren von den Torcedores nach der Methode „totalmente a mano“ (vollständig von Hand) gefertigt. Beim XIII. Festival können die Teilnehmer die Cigarrenmanufakturen Partagás und H. Upmann besuchen.

Das große Finale: Die Krönung des Festivals bildet traditionell die große Abschlussgala. Über 1.000 internationale und auch prominente Gäste werden dabei sein, wenn die Preisträger der Auszeichnung „Hombre del Habano 2011“ bekannt gegeben werden. Aficionados freuen sich auf die Weltpremiere der Montecristo No. 2 Gran Reserva, gefertigt aus reifegelagerten Spitzentabaken der Ernte des Jahres 2005.

Einen weiteren glanzvollen Höhepunkt bietet dann die traditionelle Versteigerung von Humidoren; diese wurden von renommierten cubanischen Künstlern gestaltet und enthalten eigens für diesen Anlass gefertigte Cigarren. Der Erlös aus der Versteigerung kommt auch in diesem Jahr wieder dem cubanischen Gesundheitssystem zu Gute.”

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Aus dem erwähnten htr-Artikel “Havannas aus der Keramik-Dose“:

Diese zehn Zigarren sind in der Schweizer Hotellerie laut Intertabak AG, dem offiziellen Importeur für Havannas, am beliebtesten:

  1. Partagas Série D Nr. 4
  2. Hoyo de M. Petit Robusto
  3. Montecristo No. 4
  4. Hoyo de M. Epicure No. 2
  5. Cohiba Siglo VI
  6. Partagas Lusitanias
  7. Montecristo Edmundo
  8. Montecristo No. 2
  9. Cohiba Robustos
  10. Montecristo Petit Edmundo

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Unter diesem Titelt hat die Fachzeitung htr hotel revue einen sehr schönen Artikel (s. auch PDF) über die aktuellen Habanos-Jars publiziert. Ein publizistischer Genuss in zigarrenmedientechnisch eher wenig erbaulichen Zeiten. Anbei die Textversion:

Die beliebtesten Havannas in der Schweizer Hotellerie sind Partagas, Montecristo, Hoyo und Cohibas. Im Jar lassen sich die Zigarren dekorativ aufbewahren.

Simone Leitner

Ein Eyecatcher in jedem Humidor ist der Porzellan-Jar gefüllt mit Havannas. Eine Dose aus Keramik, die nicht nur mit wertvollem Inhalt punktet, sondern auch optisch die Herzen der Aficionados höher schlagen lässt. Die Porzellan-Editionen der bekanntesten Zigarrenlabels Kubas sind mit jeweils 25 Montecristo Edmundo (475.–), ebenso vielen Romeo y Julieta Short Churchill (430.–), Cohiba Siglo VI (940.–) oder auch Partagas Serie P No 1 (485.–) bestückt. «Unsere Gäste lieben die Zigarren aus der Keramik-Dose sehr und fragen oft nach der Geschichte des Jars», sagt Roman Codina, Food & Beverage Manager des Hotel Bellevue Palace in Bern. Die neue Smoker-Lounge «Le Fumoir» sei sehr gut frequentiert, «nicht zuletzt auch wegen der exklusiven Zigarrenauswahl, die wir unseren Gästen bieten können», so Codina weiter. Das «Bellevue» habe das Glück, Raritäten aus Kuba in kleinen Mengen einkaufen zu können.

Robusto-Formate werden von den Gästen gerne geraucht
Auch der letztjährige Cigar Man of the Year verkauft Havannas gut. «Eine sehr beliebte Zigarre bei uns ist die Hoyo de Monterrey Petit Robusto. Überhaupt sind Robusto-Formate sehr beliebt», beobachtet Thomas Frei vom Hotel Bernerhof. Und wenn Genussraucher in seiner grosszügigen Gstaader Cigar-Lounge etwas Spezielles möchten, «nehmen sie meistens ein Diademas-Format (Havanna & Davidoff)». Auch im Spiezer Hotel Belvédère haben Zigarren aus Kuba die Nase vorne. «Die Havannas verkaufen sich am besten, dabei dominieren die Marken Cohiba und Montecristo», sagt Direktor Markus Schneider. Und das Hotel Kulm in St.Moritz ist mit einer neuen Cigar-Lounge und einer umfangreiche Karte mit Schwerpunkt auf Produkte kubanischer Herkunft in die Wintersaison gestartet .

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Au Revoir” titelt die renommierte Site CigarCyclopedia.com und gibt damit das Ende per Ende Monat bekannt:

“As we come to the end of the month (and our server contracts), this site will close next Monday, January 31, 2011.

We are most grateful for the dozens of encouraging and complimentary comments, letters, messages, phone calls and suggestions concerning the closure of CigarCyclopedia.com. As to the future, we can report that while we have had discussions with a handful of companies which have interest in some aspects of our work, none have interest in continuing the site as currently formatted. (…)”

Äusserst schade. Zigarrenliebhaber, die während einiger Monate über Zigarren und die Branche publizieren, respektive bloggen, und dann wieder von der Bildfläche verschwinden, haben wir alle schon häufig und ohne allzu gravierende Verlustgefühle beobachtet. Demgegenüber wiegt der Abgang von langjährig aktiven, renommierten Fachjournalisten und Aficionados wie Rich Perelman (CigarCyclopedia.com) oder James Suckling (s. “Eine Havannas-Stimme verstummt“) richtig schwer – und ist auch Gradmesser für den Fitnesszustand der Branche.

Einfach so, der Visualität wegen; ausserdem schmecken die Petit Piramides hervorragend.

(Bildquelle: 5TH Avenue / Intertabak)

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Das Exklusivsortiement der La Casas del Habanos wird durch die La Gloria Cubans Inmensos erweitert. 5TH Avenue, Exklusivimporteur für Deutschland, schreibt zur neuen Vitola:

“Mit einem Paukenschlag beginnt das Jahr 2011 für Habanosliebhaber: ein gewaltiges Cigarrenformat der Marke La Gloria Cubana kommt in den Handel. Exklusiv in den La Casas del Habanos bietet Habanos s.a. die Inmensos an. Diese Cigarre im Format Sublimes (164 mm Länge, Ringmaß 54) verstärkt künftig das Sortiment der Marke. Der Verkauf bleibt exklusiv den weltweit rund 140 Franchise-Geschäften der La Casa del Habano vorbehalten. Pro Jahr werden allerdings nur 5.000 Kisten mit je zehn Stück Inhalt angeboten. Gefertigt werden diese Cigarren in  der traditionsreichen Partagás-Manufaktur in Havanna.

La Gloria Cubana ist ein wenig bekanntes Juwel unter den Habanos, deren Geschichte in eine Zeit zurückreicht, in der sich Bestrebungen zur nationalen Unabhängigkeit Cubas verdichteten. Gegründet im Jahre 1885, erklärt schon allein ihre Bezeichnung Ursprung und Anliegen. Seit über einhundert Jahren hat sie eine kleine aber loyale Gefolgschaft unter den kenntnisreichsten  Aficionados. Die Marke wird durch ihre elegante Präsentation charakterisiert, besonders in der Serie Medaille d’Or. Alle Cigarren sind ‘totalmente a mano, tripa larga’ – vollständig von Hand gefertigte Longfiller. Die Mischungen aus Tabaken der Region Vuelta Abajo, sind mittelkräftig und bieten ausgewogene Nuancen in Geschmack und Aroma.

Format: Sublimes; Maße: 164 mm x RM 54
Verpackung: habilitierte Kisten á 10; KVP/St. 14,50 Euro”

(Bildquelle: 5TH Avenue / Intertabak)

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Mydigitalfc.com schreibt im Artikel “Rich and trendy puff up cigar sales in India“:

“The anti-tobacco brigade may still be huffing and puffing, but when it comes to cigars, their popularity is growing among the affluent. Brands like Altadis and Armenteros are flying off the shelves, both in the grey market as well as organised retail channels. No wonder, industry pundits are expecting the category to show a CAGR of 24 per cent between 2009 and 2014.”

Eine jährliche Wachstumsrate von 24 Prozent bis 2014 ist fürwahr eine stolze Grösse.

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Bereitet, zumindest für mein Geschmacksempfinden, immer wieder grosse Freude: Die Trinidad Robusto Extra. Eine fantastische Vitola, die ich jetzt geniessen werde. Happy smokes!

(Bildquelle: 5TH Avenue / Intertabak)

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Nach dem Pariser Frieden (1763) übernahmen die Spanier wieder die Herrschaft über Kuba. 1812 schliesslich endete das spanische Tabakmonopol”:

Nachdem Spanien seine Kontrolle über Kuba zurückgewonnen hatte, erstarkte auch die „Real Factoría“ beinahe wieder zu alter Macht. Allerdings war inzwischen die Nachfrage nach Zigarren enorm gestiegen. Die „Real Factoría“ legte daraufhin ein Limit fest, in welcher Menge Tabak zur Herstellung von Zigarren verwendet werden durfte. Die „Real Factoría“ versuchte noch eine Zeit lang, die Herstellung grösserer Mengen an Zigarren zu unterbinden, da der Absatz von Schnupf- und Kautabak durch den Zigarrenkonsum nicht beeinträchtigt werden sollte.

Aber die Entwicklung liess sich nicht aufhalten. Die Nachfrage nach Zigarren stieg immer weiter. Die „Real Factoría“ errichtete selbst eine grosse Zigarrenfabrik. Als königliche Einrichtung rekrutierte sie ihre Arbeitskräfte über die Wohlfahrt. Dort gab es eine Menge weisser Frauen, die bereit waren, für wenig Geld viel zu arbeiten. Die verbleibenden Stellen wurden mit weiblichen Sklaven besetzt.

Ab 1799 blühte die Zigarrenproduktion. Zu Beginn gehörte der „Real Factoría“ nur eine einzige Fabrik, im Jahre 1802 errichtete man eine weitere Manufaktur (s. auch Gesichte der kubanischen Manufakturen). Mehr als 100’000 Kilogramm Tabak wurden damals verarbeitet, alle Zigarren exportierte man nach Spanien.

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Nach den Anfängen in der kubanischen Zigarrengeschichte kommen wir zu Havanna und der Havanna – unter der Herrschaft von Spaniern und Briten:

Havanna, die Hauptstadt Kubas, ist die Wiege der berühmten Habanos. Denn obwohl der Tabak von den besten Vegas Kubas kommt, werden und wurden die besten Zigarren der Welt schon immer im Herzen der Stadt Havanna hergestellt. Im Jahre 1519 gegründet, ist Havanna seit 1607 die Hauptstadt des Landes.

Havanna war Jahrhunderte lang unter spanischer Kolonialherrschaft. Das Tabakmonopol befand sich fest in Händen der spanischen „Real Factoría“, einer Gesellschaft, welche die gesamte Tabakproduktion in Kuba bis hin zum Export nach Spanien steuerte und überwachte. Schnupftabak und Kautabak waren in Europa und der restlichen Welt sehr gefragt. Zigarren spielten keine so bedeutende Rolle; sie wurden nur in geringer streng limitierter Zahl hergestellt. Anders aber als in Europa zur damaligen Zeit üblich, war auf Kuba die Zigarre oder der Tabakwickel, der geraucht wurde, die ursprüngliche Form des Tabakgenusses. Schon Columbus stieß bei seiner Entdeckung des amerikanischen Festlandes und Cubas auf Ureinwohner, die sich einen Tabakwickel in den Mund steckten und rauchten.

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