Short auf Deutschlands Tabakakteure?

Eigentlich logisch: “Nichtraucher wollen Bayern zum bundesweiten Vorbild nehmen“, titelt Welt Online und schreibt:

“Die Nichtraucher-Initiative Deutschland appellierte an die Politik-Verantwortlichen in den anderen Bundesländern, dem bayerischen Beispiel zu folgen und ebenfalls in der endlosen Raucherdebatte reinen Tisch zu machen.”

Und dann noch ein gehöriger Schuss Zynismus:

“Die neue bayerische Rechtslage sei eine gute Basis für das weitere Motto „leben und leben lassen“, sagte Krause. Denn schließlich werde das Rauchen nicht verboten, sondern nur ins Freie verlagert.”

Wenn selbst Raucherclubs nicht mehr rauchen dürfen, hat das mit “leben und leben lassen” überhaupt nichts mehr gemein. Dann geht es vielmehr um “bevormunden und bevormunden lassen” – aber ohne jeden Zweifel jetzt.

Nun, heute Mittag habe ich mit einem Bankerkollegen eine Partagas Série D Nr. 4 am See geraucht. Auf die Frage, was er vom Resultat in Bayern und der Forderung nach entsprechend rigider Verbotshaltung in ganz Deutschland halte, meinte er trocken: “Gäbe es Aktien der wichtigen Akteure, würde ich short gehen.” Hoffen wir mal, dass er sich deftig verspekulieren würde.

  1. Micha’s avatar

    Was bedeuten eigentlich “Raucherclubs” in diesem Zusammenhang? Wenn man wirklich einen nicht öffentlichen Club aufzieht, dann gilt in diesem meiner Kenntnis nach schon nicht das Gaststättenrecht. Allerdings ist es da mit einfacher Tagesmitgliedschaft oder ähnlichen Späßen nicht getan.

    LG, Micha

  2. TechX’s avatar

    Hast wohl recht: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,704702,00.html (Raucherrepublik auf der Kippe) :(