Juni 2010

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Wie haben sich die Zugriffe auf Einzelzigarren und Labels im Cigar Wiki seit der letzten Erhebung im April verändert? In Klammern finden sich die alten Platzierungen:

  1. Cohiba Sublimes Edicion Limitada 2004 (3.)
  2. Cohiba BHK 56 (neu)
  3. Cohiba Siglo VI Gran Reserva (5.)
  4. Cohiba Robustos (1.)
  5. Romeo y Julieta Churchills (4.)
  6. Partagas Série D Nr. 4 (7.)
  7. Romeo y Julieta Wide Churchills (neu)
  8. Romeo y Julieta Mille Fleurs (10.)
  9. Cohiba BHK 54 (neu)
  10. Cohiba Esplendidos (2.)

Keine Platzierung ist gleich wie im April. Rang 1 verblüfft; die Cohiba Sublimes Edicion Limitada 2004 verzeichnete insbesondere aus den USA und dem Fernen Osten überdurchschnittlich viele Zugriffe.

Nicht mehr vertreten sind:

Demgegenüber präsentiert sich das Marken-Ranking, zumindest die erste Hälfte, stabil. Teilweise unerwartet sind sicherlich die Neuzugänge im unteren Bereich:

  1. Cohiba (-)
  2. Romeo y Julieta (-)
  3. Partagas (-)
  4. Montecristo (-)
  5. H. Upmann (-)
  6. Hoyo de Monterrey (-)
  7. José L. Piedra (neu)
  8. La Libertad (neu)
  9. Bossner (7)
  10. Casa de Torres (neu)

Nicht mehr dabei sind:

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Der Sieg Deutschlands gestern gegen England hat mich ja sehr gefreut – und wurde still und fein mit einer Cohiba Siglo VI gefeiert.

Vergleicht man die Berichterstattungen über Deutschland und Argentinien, dann müsste aus Zigarrenbranchenwarte für das Viertelfinale und den künftigen Verlauf des Turniers aber unbedingt Maradonas Crew favorisiert werden: Maradonas Zigarrengenuss – jüngst zwischen dem Sieg gestern und der anschliessenden Pressekonferenz – ist ein Mediendauerbrenner. So viel PR hatten Havanna-Zigarren – Maradona ist in Sachen Zigarren stilsicher – schon lange nicht mehr.

Angelehnt an Freud (obwohl umstritten ist, ob er das gefügelte Wort jemals ausgesprochen hat), “Manchmal ist eine Zigarre einfach nur eine Zigarre”, lassen wir PR aber PR sein und drücken der deutschen Nationamannschaft ordentlich die Daumen. Logo.

Übrigens gibt es im deutschen Fachhandel auch einige Fussballaktionen: Christine Klever von der Casa del Habano Nürnberg bietet zum Beispiel ein zigarrenbasiertes Tippspiel oder Heiko Poerz von Clubcigarren.com WM-Cigars in vier Formaten.

… ist ab sofort im deutschen Zigarrenfachhandel (vorerst in den Casas del Habano) erhältlich. Exklusiv-Importeur 5TH Avenue schreibt zur Partagas Serie D Especial Edición Limitada 2010:

“Im Jahr 2000 brachte Habanos s.a. zum ersten Mal drei besondere Cigarrenformate bekannter Marken auf den Markt, die die Herzen der Aficionados weltweit im Sturm eroberten. Seit dieser Zeit warten die Cigarrenliebhaber Jahr um Jahr mit Spannung auf die neuen Formate, die dann jeweils nur in begrenzten Mengen in den Handel kommen. Für die limitierten Produktionen werden stets bestimmte Formate ausgewählt, die nicht zum Standardportfolio der Marken gehören. Sie zeichnen sich außerdem durch ihre natürlich fermentierten, dunklen Deckblätter aus. Dies resultiert aus der Verwendung von Tabakblättern vom obersten Teil der Pflanzen. Nur einzelne Habanos-Manufakturen mit besonders großer Erfahrung werden ausgewählt, um diese limitierten Cigarren zu rollen.

Mit der Partagás Serie D Especial folgt nach der Trinidad Short Robusto T nun ein weiteres Format der Habanos Edición Limitada 2010. Ihr intensiver Geschmack bei ausgeprägter Stärke ist typisch für die beliebte „Serie D“ der traditionsreichen Habanos-Marke Partagás.

Diese „Gordito“ mit einem Ringmaß von 50 bei 141 mm verfügt über identische Maße wie das bislang einzigartige Format „La Fuerza“ der Marke San Cristóbal de La Habana. Die Partagás Serie D Especial wird in einer Kiste aus unlackiertem Holz (SBN) á 10 Stück angeboten.

Die Partagás Serie D Especial ist ab sofort in den La Casas del Habano in Berlin, Köln, Nürnberg, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart erhältlich.”

(Bildquelle: 5TH Avenue)

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Lassen wir für ein Mal das Inhaltsverzeichnis der Cigar Wiki-Seite “Lagerung” für sich sprechen:

1 Luftfeuchtigkeit
1.1 Messmethoden
1.1.1 Analoge Hygrometer
1.1.2 Haarhygrometer
1.1.3 Echthaarhygrometers
1.1.4 Elektronische Hygrometer
1.1.5 Präzisionshygrometer
1.1.6 Hygrometer kalibrieren
1.2 Muss man regelmässig lüften?

2 Temperatur
2.1 Physikalischer Exkurs
2.2 Fazit

3 Aged Cigars

4 Zigarrenblüte, Schimmel, Milben, Tabakkäfer
4.1 Zigarrenblüte
4.2 Schimmel
4.3 Milben und Tabakkäfer
4.3.1 Milben
4.3.2 Tabakkäfer
4.4 Fazit

5 Wiederbelebung trockener Zigarren

6 Zellophan entfernen?

7 Muffiger Geruch

8 Quellen & Links

Die Inhalte stammen vom Experten Marc André (DER HUMIDOR), der jüngst über zu hohe Feuchtigkeit in Humidoren Red und Antwort gestanden hat.

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Laut Jahreszyklus des kubanischen Tabaks startet auf den Feldern der Anbaugebiete in Kuba nun wieder die Vorbereitung der Böden für die nächste Saat.

(Bildquelle: 5TH Avenue / Intertabak)

Die Arbeitsschritte sind auf den relevanten Einzelseiten des Cigar Wikis und im bebilderten Lexikon beschrieben.

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Urs Thoma, aka “Don Ursulo”, kenne ich seit Zeiten der Lancierung des ersten Cigar Blogs. Damals schickte der fussballverrückte Auslandschweizer und Costa-ricanische Zigarrenproduzent unverhofft einige seiner Zigarren und fragte nach meinem Urteil. Gelinde gesagt, war dieses nicht sehr positiv. Ganz Sportsmann steckte er das locker weg und schickte nach einer Weile neue Test-Zigarren – und die waren dann sehr schmackhaft. Nicht, dass ich – bekennend habanophil – deswegen eine Cohiba weggeschmissen hätte, aber die Zigarren der “Gold Edition” waren interessanter und facettenreicher als manches seelenlose Marketingprodukt aus einschlägig bekannten Häusern.

Jüngst, nach einigen Jahren Funkstille, kamen wieder zwei Test-Zigarren: Dieses Mal hat Don Ursulo zusammen mit der Schweizer Baumann Selected Cigars BSC und der Deutschen Cigars Servive LK GmbH die RIMA-Zigarren ausgetüftelt und lanciert.

Das Fechten mit Adjektiven zur Zigarrenbeschreibung überlasse ich anderen. Ich wiederhole aber sinngemäss gerne den Satz, den ich vorher zur Gold Edition schon geschrieben habe: Die RIMA sind interessanter und facettenreicher als manches seelenlose Marketingprodukt aus einschlägig bekannten Häusern.

Mich beeindrucken tatkräftige und unkonventionell agierende Unternehmer wie Don Ursulo. Ich wünsche deshalb bestes Gelingen mit der neuen Linie.

(Bildquelle: Baumann Selected Cigars BSC)

Cuba cuts cigar output as demand runs out of puff“, titelt Financial Times in einem nicht frei zugänglichen Artikel und führt aus, dass die Produktion in der führenden Tabakanbauregion Kubas, Pinar del Rió, gegenüber 2009 um rund 14 Prozent reduziert worden sei. Hauptgrund sei eine Nachfrageschwäche im Zuge der wirtschaftlichen Turbulenzen.

Die Anbaufläche insgesamt sei um 30 Prozent reduziert worden und der Umsatz mit dem Export von Havanna-Zigarren sei von $ 243 Millionen im Jahr 2008 auf $ 218 Millionen 2009 gefallen.

Frühere Beiträge zum Thema:

(Bildquelle: Cigar Wiki (Tabakanbau), 5TH Avenue)

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Um die im Titel genannte Frage ging es im Tip of the Week bei Cigar Aficionado Online. Da die derzeitigen Wetterbedingungen die Frage nach zu hoher Luftfeuchtigkeit im Humidor durchaus zulassen und die Antworten von Cigar Aficionado Online teilweise erstaunten, fragte ich beim anerkannten Experten Marc André (Inhaber von DER HUMIDOR und Autor der Cigar Wiki-Seiten “Humidor” und “Zigarrenlagerung“) nach. Anbei seine sehr interessanten Antworten (die ich in geeigneter Form auch auf den genannten Seiten im Cigar Wiki einbauen werde):

Cigar Aficionado Online: You need to make adjustments to your humidor to allow for the greater absorption of humidity.

In environments where the ambient humidity is greater than the ideal (70 percent at 70 degrees) that keeps cigars in perfect condition, there are two steps to take. First, the humidity regulator in your humidor should not be filled. If you leave it dry, it will absorb enough humidity to keep a humidor close to the 70 percent target level.

Marc André: Hier stellt sich die Frage, durch welches Medium ein “Luftbefeuchter” der ohne Wasser betrieben wird, die Fähigkeit hat, Wasser zu resobieren. Das würde nur funktionieren, wenn das Speichermedium selbst hygroskopisch ist. Acrylpolymere sind das bis zu einem gewissen Grad, aber da müsste schon ein Lüfter permanent drüberblasen, um der Luft ein wenig Feuchtigkeit zu entziehen. Wenn man passiv befeuchtet, dann wäre eine Möglichkeit sogenannte Silikagele einzusetzen. Diese werden auch zur Befeuchtung von Museumsvitrinen verwendet und sind in unterschiedlichen Hygroskopizitäten lieferbar. Nichts anderes sind die Humidipaks. Silikagel kennt man auch aus der Anwendung von Trockenbeuteln, bspw. wenn man eine Ledertasche kauft. Da liegen diese kleinen Tütchen drin, die Feuchte resorbieren. Hier verwendet man ein Silikagel mit einer extremen Trocknungseigenschaft. Für den Museumsbereich werden Silikagele angeboten, die eine Einstellung von 50, 60, 65, 70 und 75% bieten. Nachteil: Das Zeug verbraucht sich mit der Zeit und muss nachgekauft werden.

To assist this process, you should remove the regulator from the humidor for a day or more so it releases the excess humidity. Second, remove the cedar dividers from your cigar boxes and place them between and beneath the layers of cigars in your humidor. The more cedar you have, the faster the humidity levels will adjust because cedar is hygroscopic, just like tobacco, and will rapidly absorb excess moisture.

Na ja – jedes Holz ist in gewisser Weise hygroskopisch, also wasseranziehend. Selbst Acrylglas ist hygroskopisch und nimmt Wasser auf. Aber es gibt für alles eine Sättigungsgrenze. Soll heißen: Jedes trockene Medium, das in den Humidor gelegt wird, wird durch die Annahme von Feuchtigkeit die rel. Luftfeuchte im Humidor reduzieren. Und wenn es ein zusammengeknülltes Zeitungspapier ist. Von daher ist der Ratschlag, die herausnehmbaren Holzteile aus dem Humidor zu nehmen und trocknen zu lassen gar nicht dumm. Allerdings stellt sich dem länger denkenden Menschen die Frage: Wenn die Umgebungsfeuchte so hoch ist, dass es im Humidor zu feucht ist, wie soll dann in dieser Umgebung das Holz trocknen? Das müsste man dann schon in den Backofen legen, um den gewünschten Trocknungseffekt zu erzielen.

As an alternative, you could try the Humidipak Boveda system, which not only adds humidity when needed but absorbs it when levels are too high.

Auch hier gilt die Sättigung. Das funktioniert nur, wenn das Speichermedium, wie oben beschrieben, einen Teil seiner Feuchte an die Umgebung abgibt und damit die natürliche Hygroskopizität soweit heraufgesetzt wird, das tatsächlich überschüssige Feuchte resorbiert wird.

You should also give some thought to where your humidor is placed. Find the coolest spot possible — a cabinet, a closet or a cellar — so that the temperature inside the box stays as close to 70 degrees as conditions permit.

Eine Temperatur von 70°C halte ich dann doch für etwas zu hoch. Ist wohl ein Druckfehler. Gemeint ist wohl eher Fahrenheit statt Celsius, oder er meint die rel. Luftfeuchte. Wenn er letzteres meint stelle ich mir Frage, warum an einem kühleren Ort die Feuchte niedriger sein soll. Das Gegenteil ist der Fall. Ist die Umgebungsfeuchte hoch und tritt diese Feuchte in den Wohnraum ein, dann steigt die Feuchte mit sinkender Temperatur. Also genau das Gegenteil ist der Fall. Der Humidor müsste an den wärmsten Ort gebracht werden, damit die rel. Feuchte sinkt. Physik 7. Klasse.

Often, simply placing a humidor out of direct light makes a large temperature difference.

Das ist korrekt. Temperaturschwankungen führen zu schwankender Feuchte. Aber beachte: Ist die Feuchte zu hoch, dann steigt bei abnehmender Temperatur die Schimmelgefahr. Schimmel hasst Wärme und liebt eine kühle Umgebung. Kann man die Luftfeuchte partout nicht absenken, dann heißt die Empfehlung – alle gängigen Meinungen zum Trotz – stelle den Humidor an einen wärmeren Platz, da hier die Schimmelgefahr am geringsten ist. Soll nicht heißen, dass man den Humidor in die Sonne stellt. Meine Ausführungen stellen nur den Zusammenhang zwischen Temperatur und rel. Luftfeuchte dar.

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Ein Sieg gegen Spanien (die kommen eh trotzdem weit(er)) der Schweizer Nati ist sehr überraschend. Herzliche Gratulation! Zeit für eine passende Zigarre:

(Cohiba Siglo VI; Bildquelle: 5TH Avenue / Intertabak AG)

… zeigt sich der grosse französische Schriftsteller Victor Hugo überzeugt. So gesehen ist man gelegentlich versucht, einigen Mitmenschen Zigarrengenuss richtiggehend aufzudrängen ;-) .

Wie auch immer: Mein heutiger Traumstoff lockt in Form einer Trinidad Fundadores:

(Bildquelle: 5TH Avenue / Intertabak AG)

Ein Klassiker. Im Cigar Wiki steht dazu:

“Als Habanos-Marke datiert die Trinidad bis 1969 zurück. Wie auch die Cohiba wurde sie zunächst ausschliesslich für die kubanische Führung und als Geschenk für ausländische Diplomaten gefertigt. Erst 1998 stellte man sie der internationalen Öffentlichkeit vor.

Zunächst gab es nur ein Format der Trinidad – die mythenumwobene Fundadores. Später, gegen Ende des Jahres 2003, kamen drei weitere Formate dazu – Reyes, Coloniales und Robustos Extra.”

Mittlerweile umfasst das Label Trinidad folgende Vitolas:

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