Mai 2010

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Es gibt sie noch, die Raucher-Werbung. Persoenlich.com schreibt im Artikel “Auch Raucher baden im Glück“:

“Bekanntlich gilt seit dem 1. Mai ein Rauchverbot in Innenräumen von Gastwirtschaftsbetrieben. Damit den Rauchern die Spielfreude im Grand Casino Baden nicht vergeht, stehen dort ab sofort separate Raucherzonen zur Verfügung. (…) Das neue Sujet, welches sich in die bisherige Kampagne “Baden im Glück” einreiht, verbindet das Rauchen mit einem Glücksmoment im Casino. Das Rauchersujet ist seit Montag auf Plakaten in den Regionen Aargau und Zürich zu sehen.”

(Weber Harbeke Partners für Grand Casino Baden; Bildquelle: Persoenlich.com)

… dann befolgt man am besten den Rat des Experten Marc André, festgehalten auf der Seite “Lagerung” im Cigar Wiki:

“Riecht es im Humidor nicht nach Tabak, sondern muffig-schimmlig, so kommen dafür verschiedene Ursachen in Betracht. Sollte Ihr Humidor über einen Tablar oder über Schubladen verfügen, so kontrollieren Sie als erstes die Kanten der Luftlöcher im Boden des Tablars auf beginnende Schimmelbildung. Meist bestehen diese Böden aus furnierter Hartfaserplatte, und diese Platte beginnt nach einiger Zeit regelrecht zu “müffeln”, wenn nicht sogar zu schimmeln. Sofern Sie das Bodenbrett als Quelle des Geruchs identifiziert haben, hilft nur noch eines: Raus damit aus dem Humidor. Soll das Tablar gerettet werden, dann sind die Kanten der Luftschlitze abzuschleifen und anschliessend mit einem chemisch aushärtenden Zweikomponentenklarlack zu versiegeln. Ansonsten hilft nur ein neuer Tablarboden, am besten aus Spanischer Zeder oder einem wasserfest verleimten, dünnen Sperrholz.

Sind die Zigarren die Quelle des muffig-schimmligen Geruchs und zeigen sich, vor allem am Brandende, weissgrünliche Verfärbungen und Flocken, die Sie nicht entfernen können, dann rate ich zur Radikalkur – und die sieht so aus: Alle Zigarren aus dem Humidor herausnehmen und mit einem weichen Pinsel sorgfältig “abbürsten”; den Humidor mit hochprozentigem Alkohol auswischen (Alkohol ist zwar kein Fungizid, sondern nur ein Fungistatikum, ist aber in diesem Fall immer noch besser als ätzende Chemie wie Chlor oder Wasserstoffperoxid) und danach heiss ausföhnen (Schimmelpilze sterben bei Temperaturen über 50° C); die Zigarren mit “flaumigem” Brandende werden Sie nun im Format verändern, indem Sie mit einer möglichst grossen Zigarrenschere (s. Accessoires) das Brandende um 1,5 bis 2 Zentimeter abschneiden.

Achten Sie zukünftig auf die korrekte Feuchtigkeit – 65 bis 70 Prozent relative Feuchte im Humidor sind allemal besser als 70 bis 75 Prozent. Die Zigarre raucht sich perfekt, und die Gefahr des Modergeruchs wird gemindert. Auch sollten Sie darauf achten, eine Quelle Spanischen Zedernholzes im Humidor zu haben (und sei es auch nur ein loses Brettchen), denn das Holz sorgt mit seinen aromenwirksamen Bitterstoffen dafür, dass Muffgeruch kaum eine Chance hat.

Die sehr oft zu lesende Empfehlung, ein Glas Whisky oder Cognac in den Humidor zu stellen, um damit muffigen Geruch zu verhindern, ist vollkommener Unsinn, da Zigarren Fremdaromen sehr leicht annehmen und durch solch eine Behandlung zu aromatisierten “Stumpen” mutieren.”

Auf der genannten Wiki-Seite finden sich unter anderem auch alle notwendigen Informationen zu “Zigarrenblüte, Schimmel, Milben und Tabakkäfer“. 

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… Es ist das letzte vor der Einführung der Cohiba Behike 56, 54 und 52 ;-) . Deshalb ein klassisches Cohiba-Sujet aus der Wiki-Seite Zigarrenfertigung, respektive aus der Cohiba-Hochburg El Laguito.

Den Arbeitsschritt des Anbringens des Ringes nennt man übrigens “Anillado”. Bei dieser Gelegenheit: Ein bebildertes Lexikon klärt auf über die wichtigsten Begriffe der Zigarrenhandwerkskunst.

(Bildquelle: Cigar Wiki / 5TH Avenue)

Gestern hat mir Leser “C.K.” in einer Mail geschrieben, dass er bezüglich des Verzeichnisses zigarrenfreundliche Lokale im Cigar Wiki einige telefonische Abklärungen gemacht habe. Nachfolgend seine Erkenntnisse für den Raum Zürich:

  • Zürich: Bohemia – Rauchen nicht mehr möglich
  • Zürich: Onyx/Hyatt – wissen es nicht ???
  • Zürich: hard one – Rauchen nicht mehr möglich, nur Dachterrasse
  • Bassersdorf: Cuba Libre – Rauchen nicht mehr möglich
  • Effretikon: QN-World - OK
  • Glattbrugg: Runaway 34 – Smokers Lounge (in der Kabine einer Ilyushin 14) – OK
  • Zürich: x-tra – OK (ab Ende Mai ca. Hälfte der Bar)

Super Sache! Herzlichen Dank im Namen aller Aficionadas und Aficionados.

Damit die Verzeichnisse zigarrenfreundliche Lokale in der Schweiz und in Deutschland zuverlässige Ratgeber bleiben, wiederhole ich an dieser Stelle gerne die Bitte, neue Lokale und Änderungen (z.B. Mutation zu einem Nichtraucher-Lokal) mitzuteilen oder selber im Wiki-Verzeichnis nachzuführen.

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Nachdem viele Händler Vorbestellungsseiten für die neuen Cohiba Behikes eingerichtet haben, werden die neuen Zigarren ab ca. Mitte nächste Woche vorerst in den Casas del Habanos in Deutschland zu kaufen sein.

Exklusiv-Importeur 5TH Avenue hat auf Anfrage erklärt, dass von den Ediciones Limitadas (s. “Limitierte Habanos 2010 kommen im Mai“) in einer ersten Tranche die unten abgebildete Trinidad Short Robustos T (50 x 102 mm) mitausgeliefert werden. Sobald Nachschub eintrifft, werden weitere Fachhändler und Ediciones Limitadas berücksichtigt.

Aus der Schweiz hört man, zumindest was das Auslieferungsdatum der Behikes betrifft, gerüchteweise Ähnliches.

(Bildquelle: Habanos S.A.)

Und weil sie so schön (und gut) sind, noch einmal die Behikes:

Cohiba BHK 56

Cohiba BHK 54

Cohiba BHK 52

(Bildquelle: 5TH Avenue)

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CigarCyclopedia.com schreibt heute im Beitrag “THE STORY OF KENNEDY’S STASH” über eine der angeblich “grössten Stories in der Geschichte der Zigarre“.

Es geht konkret um den Kauf von 1200 H. Upmann Petit Upmann (heute: H. Upmann Coronas Junior) für den US-Präsidenten John F. Kennedy am Vorabend der Bekanntgabe des Embargos gegen Kuba.

Hunters & Frankau Cigar Smokers Club informiert in einem Kurzvideo (“How the embargo began by Pierre Salinger“) von 1991 mit dem damaligen Käufer, Pressesprecher Piere Salinger (Bild), über die Fakten. Unter anderem bestätigt Salinger, dass John F. Kennedy in der Tat die kleinen Petit Upmann geordert hatte. Salinger selber bevorzugte grossformatigere Zigarren wie die Partagas Lusitanias.

(Bildquelle: Wikipedia)

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Spiegel Online schreibt im Artikel “Schwarzenegger verhindert Rauchverbot am Strand“:

“Menschen in Kalifornien dürfen auch in Zukunft am Strand und in Parks rauchen: Der Gouverneur des US-Bundesstaats, Arnold Schwarzenegger, legte sein Veto gegen ein geplantes Gesetz ein, das Rauchen an diesen öffentlichen Orten verbieten sollte. Dies sei ein “unzulässiger Eingriff in das Privatleben der Bürger”, erklärte Schwarzenegger am Montagabend zur Begründung.”

Was, wenn die Verlobte eine Entscheidung zwischen ihr und dem Zigarrengenuss verlangt? Rudyard Kipling hat diese Thematik 1886 im Gedicht “The Betrothed” aufbereitet und unter anderem diesen Satz geprägt: “And a woman is only a woman, but a good Cigar is a Smoke.”

Open the old cigar-box, get me a Cuba stout,
For things are running crossways, and Maggie and I are out.

We quarrelled about Havanas — we fought o’er a good cheroot,
And I knew she is exacting, and she says I am a brute.

Open the old cigar-box — let me consider a space;
In the soft blue veil of the vapour musing on Maggie’s face.

Maggie is pretty to look at — Maggie’s a loving lass,
But the prettiest cheeks must wrinkle, the truest of loves must pass.

There’s peace in a Larranaga, there’s calm in a Henry Clay;
But the best cigar in an hour is finished and thrown away –

Thrown away for another as perfect and ripe and brown –
But I could not throw away Maggie for fear o’ the talk o’ the town!

Maggie, my wife at fifty — grey and dour and old –
With never another Maggie to purchase for love or gold!

And the light of Days that have Been the dark of the Days that Are,
And Love’s torch stinking and stale, like the butt of a dead cigar –

The butt of a dead cigar you are bound to keep in your pocket –
With never a new one to light tho’ it’s charred and black to the socket!

Open the old cigar-box — let me consider a while.
Here is a mild Manila — there is a wifely smile.

Which is the better portion — bondage bought with a ring,
Or a harem of dusky beauties, fifty tied in a string?

Counsellors cunning and silent — comforters true and tried,
And never a one of the fifty to sneer at a rival bride?

Thought in the early morning, solace in time of woes,
Peace in the hush of the twilight, balm ere my eyelids close,

This will the fifty give me, asking nought in return,
With only a Suttee’s passion — to do their duty and burn.

This will the fifty give me. When they are spent and dead,
Five times other fifties shall be my servants instead.

The furrows of far-off Java, the isles of the Spanish Main,
When they hear my harem is empty will send me my brides again.

I will take no heed to their raiment, nor food for their mouths withal,
So long as the gulls are nesting, so long as the showers fall.

I will scent ‘em with best vanilla, with tea will I temper their hides,
And the Moor and the Mormon shall envy who read of the tale of my brides.

For Maggie has written a letter to give me my choice between
The wee little whimpering Love and the great god Nick o’ Teen.

And I have been servant of Love for barely a twelvemonth clear,
But I have been Priest of Cabanas a matter of seven year;

And the gloom of my bachelor days is flecked with the cheery light
Of stums that I burned to Friendship and Pleasure and Work and Fight.

And I turn my eyes to the future that Maggie and I must prove,
But the only light on the marshes is the Will-o’-the-Wisp of Love.

Will it see me safe through my journey or leave me bogged in the mire?
Since a puff of tobacco can cloud it, shall I follow the fitful fire?

Open the old cigar-box — let me consider anew –
Old friends, and who is Maggie that I should abandon you?

A million surplus Maggies are willing to bear the yoke;
And a woman is only a woman, but a good Cigar is a Smoke.

Light me another Cuba — I hold to my first-sworn vows.
If Maggie will have no rival, I’ll have no Maggie for Spouse!

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… dann bleibt meistens ein eher relaxtes Grundgefühl, denn Havannas hecho totaemente a mano sind Kunsthandwerke und die dürfen ruhig auch mal einen Fehler haben. Man nimmt also eine neue Zigarre, steckt sie an, geniesst und denkt sich nichts Weiteres dabei.

Wenn aber zwei Mal nacheinander ganze, bei unterschiedlichen Fachhändlern gekaufte, 50er Cabinets von einst wirklich sehr leckeren und empfohlenen Zigarren durchs Band völlig uninteressant schmecken, stumpfe Deckblätter haben und offensichtlich unregelmässig gerollt sind, dann übersteigt das – zumindest meine – Toleranzgrenze. Das heutige Exemplar habe ich nach wenigen Minuten genervt weggeschmissen. Entweder habe ich derzeit mit den Por Larrañaga Petit Coronas einfach grosses Pech, oder aber der einstige Geheimtipp von “Cigar Aficionado”-Redakteur James Suckling ist zur lieblos(er) gefertigten Massenware geworden.

Egal, ich lasse sie im Humidor liegen, vielleicht schmecken sie in einigen Jahren (s. “Aged Cigars“) dann, und weiche vorerst auf andere “Mittags-Havannas” aus – die Auswahl ist ja gross genug.

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Neben der ausführlichen Beschreibung der Geschichte der Havanna-Zigarren bietet das Cigar Wiki auch die Geschichte der kubanischen Manufakturen. In Zusamenarbeit mit 5TH Avenue habe ich den zweiten Teil der Geschichte von H. Upmann aus dem aktuellen Cigar Journal ins Wiki eingepflegt. Der vorläufige (Fortsetzung folgt) Schlussabsatz zur H. Upmann-Historie:

“Es waren unruhige Zeiten, denn der Unabhängigkeitskrieg tobte gerade in dieser Zeit. Doch das Geschäft muss gut gelaufen sein, denn die Upmanns eröffneten 1905 eine weitere Fabrik in Calabazar, einem Ort etwa eine halbe Stunde von Havanna entfernt. Das endgültige Aus für die Upmanns, wenn auch nicht für die Marke, brachte der Erste Weltkrieg mit sich. Da ursprünglich deutscher Herkunft, wurden sämtliche Firmen der Familie Upmann, Banken, Reedereien und das Cigarrengeschäft, auf eine so genannte „Schwarze Liste“ gesetzt und damit vom Handel ausgeschlossen. Das führte so weit, dass die Familie Anfang der 20er Jahre die Marken und die Fabriken zu einem Schleuderpreis, etwa einem Zehntel des eigentlichen Wertes, an eine britische Firma verkaufen musste.”

Nun werde ich mir eine schöne H. Upmann Magnum 50 gönnen. Schönen Sonntagabend allen.

(Bildquelle: 5TH Avenue)

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