… titelt die Weltwoche ein Interview mit Heinrich Villiger anlässlich des heutigen Inkrafttretens des schweizerischen Rauchverbotes. Die Weltwoche hat mir das nicht frei einsehbare Interview freundlicherweise zur Verfügung (Download PDF, 130KB) gestellt. Ein Auszug:
“Gerade auf öffentliche Personen ist der Druck der WHO unglaublich. Neu will sie, dass prominente Personen, die öffentlich rauchen, angezeigt werden. Sie hat sogar Roger Federer geschrieben, dass er nicht mehr bei den Swiss Indoors in Basel auftreten soll, weil das Turnier von Davidoff gesponsert werde. Federer hat zum Glück nicht darauf reagiert. (…)
Ich treffe regelmässig Politiker, die unbedingt mit mir eine Zigarre rauchen wollen. Ich sage dann jeweils: Am Montag gehst du wieder ins Parlament und kämpfst dagegen. Dann werden sie immer sehr kleinlaut und sagen, die Mehrheit sei halt dagegen. (…)
Nach langem Lobbyieren bekam ich einmal einen Termin bei ihm [Ex-Bundesrat und Gesundheitsminister P. Couchepin]. Er hat sich aufgeführt wie Louis XIV. Als ob ich nicht dagesessen hätte, fragte er seinen Gesundheitsexperten: «Sind Zigarren auch gesundheitsschädlich?» – «Natürlich, Herr Bundesrat.» – «Was kann es da für Krankheiten geben?» – «Zungen-, Lippenkrebs etc.» – «Wie viele Fälle sind es im Jahr?» – «Das wissen wir nicht, Herr Bundesrat.» Da musste ich natürlich lachen, es stand eins zu null für mich. Couchepin sagte dann bloss, wenn in allen Ländern diese Gesundheitsvorkehrungen in Kraft treten würden, dann könne die Schweiz keine Insel bleiben.”
-
In Deutschland haben wir nun schon seit geraumer zeit ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Anfänglich wurde es strikt eingehalten, doch mittlerweile geht man in Restaurants und bekommt auf die Frage nach dem Raucherbereich folgende Antwort: Nehmen sie Platz wo sie wollen und geniessen sie rauchenderweise den Abend.
-
Pingback from The Cigar Blog - Heinrich Villiger in der Weltwoche on 3. Mai, 2010 um 09:12

2 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Artikel
Trackback link: http://blogs.cigar-wiki.com/aficionado/2010/05/01/heinrich-villiger-verbote-schaden-sich-selbst/trackback/