April 2010

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Regelmässig fragen Leser oder Bekannte nach meinen Lieblingszigarren. Ab und wann nehme ich eine solche Anfrage als Initialzündung für Posting wie “The Cigar Wiki-Cigar Ranking“, “Top Rated Cuban Cigars von Cigars Review“, “Stiefmütterchen-Super-Havanna-Zigarren“, “Die meistverkauften Havannas weltweit …“, “Kleinere Havanna-Zigarren” oder “Zigarren und die Crux mit Top-10-Listen“.

Die meisten meiner Lieblingszigarren dürften in diesen Ratings, Rankings und Listen vertreten sein. Womit dann auch die Hauptaussage gemacht wäre: Meine Lieblingszigarren stammen durchs Band weg aus Kuba. Klar habe ich schon genüsslich Zigarren aus anderen Provinienzen geraucht. Die richtigen Kracher waren aber allesamt kubanisch.

Die Frage nach einzelnen Zigarren müssen Aficionadas und Aficionados sowieso für sich selber und gemäss ihren Vorlieben beantworten. Am besten, man testet immer mal wieder was Neues. Zur besseren Übersicht die relevanten Marken mit den Beschreibungen der Einzelzigarren.

Wenn ich eine einzelne Zigarre nenne müsste, dann ware es in jüngster Zeit unbedingt die Cohiba Behike 56. Die Testzigarren waren absolut grandios.

(Bildquelle: 5TH Avenue)

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Irgendwie mag man alle diese Meldungen zum Eidgenössischen Rauchverbot, das ab 1. Mai Gültigkeit haben wird, nicht mehr lesen. Item, beim Cigar Blog habe ich heute den Hinweis auf den Bilanz-Artikel “Fumoirs: Rauchzeichen” gelesen, via Google Alerts wurde ich auf “Ein Rauchverbot, das keines ist” im Tages Anzeiger aufmerksam gemacht, unter dem Stichwort “Raucherdebatte” habe ich alle thematisch relevanten Tagi-Artikel gefunden und via Google News bin ich auf den Artikel “Die Rauchverbote verbreiten sich: Wie sich der Qualm aus Europa verzieht” von SR DRS mit folgender Passage gestossen:

“Not macht erfinderisch, oder verrückt nach Kultur: In Norwegen gilt zwar ein Rauchverbot, doch bei Events darf man weiterhin rauchen. Das führte dazu, dass Norwegens Kulturleben bereichert wurde, die Agenda ist voll von Dichterlesungen und Vernissagen.

Besonders skurril ist die Situation in Hollands Coffee Shops. Die Gäste dürfen sich zwar noch Joints anzünden – diesen jedoch keinen Tabak beimischen. Keine Grenzen gibt es für Raucher in Ungarn: Dort darf selbst im Kino noch gequalmt werden.”

Ich beschränke mich diesbezüglich künftig vor allem auf die Berichterstattung über zigarrenfreundliche Lokale in der Schweiz Schweiz und in Deutschland. Gerne wiederhole ich in diesem Zusammenhang die Bitte, zigarrenfreundliche Lokale oder nicht-mehr-zigarrenfreundliche Lokale mitzuteilen, damit ich die Verzeichnisse im Cigar Wiki zu Gunsten der Genussraucher nachführen kann.

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Eine ausführliche Geschichte der Zigarre findet sich im Cigar Wiki. “A short history of cigars” – in der Tat kurz, aus US-Warte und mit teilweise erstaunlicher Gewichtung – bringt heute boston.com:

“The word “cigar’’ is believed to have come from “sikar,’’ the Mayan-Indian word for smoking.

Christopher Columbus arrived in Cuba to find the natives smoking large, tube-shaped constructions of plant leaves filled with tobacco. He smartly took some back to Spain.

Israel Putnam, who would become a general in the Revolutionary War, brought cigars to his home in Connecticut from Cuba in 1762, launching the industry in the Connecticut Valley.

In 1880, 271 Massachusetts companies made more than 50 million cigars, according to the Tobacco Institute.

In 1975, Pink Floyd released the song “Have a Cigar,’’ a cynical ode to greedy record execs.

In 1983, Boston’s Ritz-Carlton held a black-tie cigar dinner. By 1994, more than 2,000 such evenings were reportedly held across the country.

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Bei Twitter (@cigarwiki) habe ich auf den Artikel “Tabakkonzern plant Tankstellenshops” von Persoenlich.com verwiesen. Die Essenz:

“Der Tabakwarenkonzern Davidoff will ins Tankstellshop-Business einsteigen. Bis Ende Jahr möchten wir mindestens 45 Tankstellenshops betreiben, und in den nächsten vier Jahren sollen zwischen 80 und 100 Shops im Filialsystem integriert sein”, sagt Daniel Thommen, Chef von Contashop, einer Tochterfirma von Davidoff. Bereits heute betreibt Contrashop gemäss der Zeitung “Sonntag” im Namen der Mineralölgesellschaften wie Avia oder Tamoil Filialen.”

Da geht einem unweigerlich durch den Kopf, dass diese Strategie auch als Zeichen der Resignation in Sachen Potenzial des Tabaksegments von Oettinger-Davidoff gewertet werden könnte. Diese Vermutung wird dementiert:

“Trotzdem soll das Kerngeschäft nicht vernachlässigt werden. Bereits heute gibt es in der Schweiz 26 Raucherlounges der Davidoff-Marken Zino, Avo oder Camacho. “Momentan sind wir in der Schweiz mit weiteren 20 interessierten Loungebetreibern im Gespräch”, sagt Davidoff-Sprecherin Paloma Szathmary gegenüber der Zeitung.”

Wie auch immer, ganz grundsätzlich wäre die Vorstellung von Zigarrenlounges in Raststätten natürlich sehr reizvoll. Doch laut besagtem Artikel geht es vor allem um das klassische Angebot und um Süsswaren-Synergien.

Mit dem Verantwortlichen von cigarjapan.com (s. auch @cigarjapan) hat sich aus dere Twitter-Meldung eine interessante Diskussion ergeben. Während bei uns die Tankstellenshops beträchtliche Umsatzanteile generieren, ihr Sortiment laufend ausbauen und von den Handelsunternehmen entsprechend begehrt sind, präsentiert sich die Lage in Japan offensichtlich anders: Tankstellen seien anders strukturiert und gingen pleite, weil weil sich die Jugend verstärkt vom Autofahren abwende und der Spritverkauf keine Zukunft habe – getankt werde in absehbarer Zukunft nur noch an der Steckdose.

Es muss nicht immer die Montecristo Nr. 2 oder die Partagas Série P Nr. 2 sein. Wer das Piramide-Format mag, sollte mal auch wieder die H. Upmann Nr. 2 berücksichtigen. Das werde ich heute Mittag ebenfalls tun. Bon appétit!

(Bildquelle: Cigar Wiki)

Für die Formalisten: Die Piramide ist eine Figurado; eine Zigarre, die zylinderförmig ist und spitz an einem oder an beiden Enden zuläuft. (Quelle: Bebildertes Zigarrenlexikon)

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Über die US-Zigarrenimport-Zahlen habe ich ab und wann schon geschrieben und auch auf die Auswirkungen der SCHIP-Steuereinführung hingewiesen (s. u.a. “US-Zigarrenimporte minus 57%“). Abgesehen von den Zahlen – minus 51.58% im Februar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat und minus 30.3% gegenüber Februar 2008 – weist CigarCyclopedia.com auf ein interessante Premiere hin: Zum ersten Mal wurden mehr Zigarren aus Nicaragua als aus der Dominikanischen Republik in die USA importiert:

“Nicaragua, riding a wave of success, took over the leadership role in February for the first time in memory, with 5.72 million cigars imported, ahead of both the Dominican Republic and Honduras. While the number of imports is well short of the 7.21 million imports from Nicaragua in February of last year, it’s slightly ahead of the 5.34 million from February of 2008.”

Im selben Beitrag macht CigarCylopedia.com auf interessante Zahlen der The Cigar Association of America des Jahres 2009 aufmerksam:

  • 2009 wurden pro Kopf 43 Zigarren in den USA geraucht. Das macht 122 Stück im Segment der Männer ab 21 Jahren. Das ist der höchste Pro-Kopf-Verbrauch seit 1975.
  • Was das Premium-Segment anbelangt, werden die insgesamt 287,28 Millionen importierten Premium-Zigarren durch die geschätzte Anzahl US-Aficionados von 3,5 Millionen geteilt. Daraus resultiert ein Jahreskonsum von 82 Premium-Zigarren und ein Wochenschnitt von 1,58 Zigarren.

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Die unter anderem im Beitrag “Neue Havanna-Zigarren 2010” erwähnten Zigarren der Edición Limitada 2010 wird laut Habanos S.A. im Mai ausgeliefert; rund ein halbes Jahr früher als gewöhnlich. CigarCyclopedia.com schreibt:

“Habanos, S.A. announced yesterday that the Edicion Limitada Class of 2010 will debut in stores as much as half-a-year ahead of the normal delivery time, stating that ‘arrival to all markets around the world will progressively start in May.’”

Bei der Edición Limitada handelt sich heuer um:

  • Montecristo Grand Edmundo, Format Cañonazo (Ring: 52, Länge: 150 mm)
  • Partagás Serie D Especial (50 x 141 mm)
  • Trinidad Short Robusto (50 x 102 mm)

Der Verkaufsstart für Deutschland und die Schweiz wird noch bekannt gegeben.

Ebenfalls im Mai dürften die neuen Cohiba Behikes eintreffen (s. auch “Cohiba Behikes kommen im Mai“).

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Zu Ehren von †Don Alejandro Robaina werden derzeit viele Havannas des Labels “Vegas Robaina” gekauft und geraucht. Die Geste ist sehr schön, der Zusammenhang zwischen dem am Samstag verstorbenen Grossmeister des kubanischen Tabakanbaus und dem Label “Vegas Robaina” ist aber marketingtechnischer Natur. Wer das Vergnügen hatte, eine seiner auf der Finca gefertigten Zigarren geniessen zu dürfen, weiss, wie grandios eine “echte Robaina” schmeckte. Demgegenüber gehören die “Vegas Robaina”-Zigarren nicht zur qualitativen Habanos-Spitze und sind auch nicht aus Robaina-Tabak hergestellt.

Zu Ehren des grossen Mannes kann also irgendeine sehr gute kubanische Zigarre gekauft und genossen werden. Der  Einfluss seines Lebenswerkes auf den wirklich guten kubanischen Tabak geht weit über eine einzelne Marke hinaus.

Zuguterletzt: Die New York Times schreibt zu den Zigarren mit Robainas Namen und Konterfrei im Artikel “Alejandro Robaina, Grower for Top Cuban Cigars, Dies at 91“:

“Robaina, making him the only Cuban grower to have a brand of cigars named after him. In Cuban Spanish, a vega is a tobacco field.

It is a somewhat curious honor, since experts find it hard to detect the presence of Robaina leaves in the product. “Not only does it look rough, it smokes rough, too,” wrote James Suckling, a writer for Cigar Aficionado who visited Mr. Robaina many times over the years. About three million Vegas Robainas are produced annually, packaged in a box whose lid shows Mr. Robaina holding a cigar, with his tobacco fields and a curing barn in the background.

Mr. Robaina discreetly sidestepped questions about his namesake product. At times he seemed mystified by it. But he remained confident about his leaves.”

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“Tweeps” sind Twitter People. Angeblich soll es mittlerweile rund 100 Millionen davon geben. Die Zigarrenbranche ist zunehmend vertreten. Die Gründe dafür sind unter anderem im Beitrag “Das Internet liebt Zigarren” beschrieben. Insbesondere in den USA gehört ein Corporate Twitter Account zum guten Branchenton. Einige davon sind in der Cigar-/Zigarren-Liste meines Twitter Accounts aufgeführt.

Im deutschsprachigen Raum kommen zwar immer mal wieder twitternde Branchenleute dazu, viele stoppen ihre Aktivität nach kurzer Zeit aber wieder. Folgende Accounts mit Zigarrenbezug aus dem deutschen Sprachraum sind seit einiger Zeit schon aktiv, meistens auch interaktiv und deshalb zum Followen empfohlen (Reihenfolge ist alphabetisch und nicht qualitativ gewichtet):

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Kurz nach seinem 91. Geburtstag ist Kubas berühmtester Tabakpflanzer, Don Alejandro Robaina, gestern Samstag gestorben.

Möge er in Frieden ruhen.

(Bildquelle und Copyright: Tobias Hauser – Magie der Habanos)

Auszug aus der Cigar Wiki-Seite zu Don Alejandro Robaina:

“Don Alejandro Robaina führte in der dritten Generation die 1845 von seinem Vorfahren gegründete, 16 Hekataren grosse Plantage in der kubanischen Provinz Pinar del Río. Die Gegend gilt als eines der qualitativ besten Anbaugebiete für Tabak weltweit.

Laut Wikipedia überzeugte er nach der Kubanischen Revolution Fidel Castro, den Tabakanbau nicht zwangsweise zu verstaatlichen. Wikipedia zitiert Alejandro Robaina mit folgenden Worten: „Bei einer Zusammenkunft mit dem Commandante Fidel habe ich dargelegt, dass wir die Tabakproduktion gerne selbst weiter betreiben wollten. Er hat das wohl eingesehen, denn unmittelbar danach hat er das Land hier unter uns aufgeteilt. Diese Initiative beruht auf meiner Überzeugung, dass die Tabakproduktion nur im Familienbetrieb gut funktioniert.“

Auf Grund seiner Verdienste wurde ihm zu Ehren 1997 die Marke Vegas Robaina eingeführt.  Auch im hohen Alter noch entwickelte Alejandro Robaina neue Tabakmischungen und Zigarren. Für den Eigenbedarf wurden auf seinem Anwesen besondere Zigarren aus eigenen Tabaken hergestellt. Alejandro Robaina lebte bescheiden in einer kleinen Finca im Zentrum seiner Plantagen und reiste noch vor wenigen Jahren als Botschafter für kubanische Zigarren um die Welt. Seit Anfang 2004 leitet Robainas Enkel Hiroshi den Tabakanbau.”

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