März 2010

Sie durchstöbern gerade das Archiv vom März 2010.

… titelt der Tages Anzeiger und schreibt:

“Die Mehrheit der Zürcher Lokale wird wohl ganz rauchfrei. In Winterthur erhielt das Baudepartement gerade mal 15 Gesuche für den Bau eines Fumoirs – das obwohl in dieser Stadt rund 200 Bars, Cafés, Clubs und Restaurants auf Gäste warten.”

Ich werde versuchen, das Verzeichnis zigarrenfreundliche Lokale aktuell zu halten. Das ginge umso besser, wenn allfällig festgestellte Änderungen mitgeteilt würden. Einfach schnell eine E-Mail schreiben oder direkt im Cigar Wiki editieren.

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Laut Jahreszyklus des kubanischen Tabaks stecken wir derzeit in der Trocknungsphase der geernteten Tabakblätter. Sie dauert noch bis Ende April.

Im Juni beginnt dann wiederum die Vorbereitung des Bodens für die nächste Saat.

Ab Ende Oktober kommen die Pflanzenschulen an ihren definitiven Standort.

Die Ernte beginnt im Dezember.

(Bilderquelle: 5TH Avenue)

Danach folgen viele weitere Arbeitsschritte, bis der Tabak schliesslich und endlich für die Zigarrenproduktion eingesetzt werden kann.

Vergegenwärtigt man sich beim Genuss einer Havanna ab und wann diesen enormen Arbeitsaufwand und das notwendige Know-how, dann schmecken sogar die besten Zigarren gleich noch ein Quäntchen besser.

Im Cigar Wiki sind die Arbeitsschritte detailliert beschrieben. Wer es gerne konzentriert hat, findet auch ein bebildertes Lexikon vor.

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… titelt der Tages Anzeiger und schreibt über eine Veranstaltung der IG Freie Schweizer Wirte an der auch Heinrich Villiger teilnahm:

“(…) So will die Lungenliga die Serviceangestellten vor dem Passivrauchen noch besser schützen – mit einer landesweiten Regelung ohne bediente Fumoirs. Über 100’000 Initiativ-Unterschriften hat sie dafür bereits beisammen, wie sie am 25. Februar mitteilte. Just an diesem Tag begann in Bern eine andere Vereinigung mit dem Sammeln von Unterschriften. Sie will zurück zum Start. Dahin also, wo der Wirt entscheiden kann, ob in seinem Lokal geraucht werden darf (…).

Für Eigenverantwortung und gegen mehr Staat plädierte auch der Mann, der neben Herzig Platz nahm. Der Doyen der Schweizer Zigarrenindustrie, Heinrich Villiger. Natürlich spiele von seiner Seite auch Eigeninteresse mit, sagte Villiger. (…) Davon abgesehen störe ihn als Parteiloser aber schon sehr, wie der Staat die Konsumenten bevormunde.”

Im Posting “Schweizer Rauchverbot soll abgeschafft werden” habe ich die Eidgenössische Volksinitiative “Für ein liberales Rauchgesetz” bereits erwähnt.

Nun, gesundheitsfördernd ist Passivrauch bestimmt nicht. Gegen eine freie Wahl der Eigentümer, ob ihre Lokale rauchfrei sein sollen oder nicht, respektive der freien Wahl der Gäste, ob sie diese besuchen wollen oder nicht, dürfte ein freiheitsliebender Mensch ohne Bevormundungsdrang aber eigentlich wenig einzuwenden haben.

Im Auto habe ich heute die Wiederholung der DRS2-Radiosendung “Musik für einen Gast” mit Thomas Brunnschweiler gehört. Der Autor von “Perpetuum fumabile” oder “Raucherfreuden” ist ein so geistreicher wie interessanter Zeitgenosse und Aficionado. Die tägliche Zigarre gehöre fest zu seinem Leben, als Zeitinsel für klare Gedanken in rauchiger Atmosphäre, hielt er fest.

Im Kontext passend erscheint mir die Frage eines Freundes, die eben eingetrudelt ist:

“Kannst Du mal eine Umfrage starten nach bekannten Zigarrenraucher und Zigarrenraucherinnen? Hier ein Anfang:

Zigarrenraucher

Winston Churchill, Charles Beaudelaire, Alfred Hitchcock, Thomas Mann, Arnold Schwarzenegger, Konrad Adenauer, Fidel Castro, Ludwig Erhard, Henry Ford, Al Capone, Gerhard Schröder, Manfred Rommel, Christian Stock, Sigmund Freud, Che Guevara, Ernest Hemingway, Gaucho Marx, Mark Twain, Gottlieb Duttweiler, Jigme Singye Wangchuck, Otto Graf von Bismarck, Zino Davidoff, Napoleon Bonaparte, Al Pacino

Zigarrenraucherinnen

Katharina die Große, Bonno Parker

Meine Absicht ist es, eine Galerie von diesen Persönlichkeiten zu gestalten.”

Diese Anfrage unterstütze ich gerne und bin gespannt auf die Galerie. Wer also weitere VIP-Aficionadas und -Aficionados kennt, möge diese doch bitte nennen. Gerne mache ich einen Anfang:

Kurt Tucholsky, Oscar Wilde, Hans Albers, Franz Josef Strauß, Richard Wagner, Gertrude Stein, George Sand, Bonnie Parker, Marlene Dietrich, Jodie Foster, Whoopie Goldberg, Lord Byron, Victor Hugo, Charles Dickens, Honore de Balzac, Pierre-Auguste Renard, Edouard Monet, Pablo Picasso, Frannz Liszt, George Bizet, Maurice Ravel, Albert Einstein, Thomas Alva Edison, John Quincy Adams, John F. Kennedy, Bill Clinton, Charles Chaplin, Orson Welles, Francis Ford Coppola, Robert DeNiro, Robert Duval, Pierce Brosnan, Demi Moore, Jack Nicholson

Nicht minder wichtig sind natürlich auch “gewöhnliche”Aficionadas und Aficionados wie Du und ich. Die Aufzählung zeigt aber, dass die Zigarre auf keinen Fall ein Suchtmittel ist, das es in blinder Reglementierungswut auszugrenzen gilt. Die Zigarre steht für Genuss, eine lange Geschichte und sehr viel Kultur.

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Die beiden letzten Tage haben wenig Gelgenheit für Zigarrengenuss geboten. Umso mehr freue ich mich auf die heutige Feierabend-Zigarre. Mal wieder ein Klassiker: Die Robusto von Cohiba. Und vielleicht gibt’s ja dann später noch eine Partagas Salomones oder eine Trinidad Fundadores oder eine Ramón Allones Gigantes oder was auch immer. Auf jeden Fall wünsche ich ein genussreiches Wochenende.

(Bildquelle: 5TH Avenue)

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Bund setzt rauchende Beamte an die Luft“, titelt der Tages Anzeiger und schreibt, dass im Zuge des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen ab dem 1. Mai auch in der Bundesverwaltung nicht mehr geraucht werden dürfe, und dass das Finanzdepartement die beantragten CHF 5 Millionen für bauliche Massnahmen wie Fumoirs nicht bewillige. Ein Beschluss mit Bumerang-Effekt, wie der Tages Anzeiger schreibt:

“Hans Müller vom Personalverband des Bundes macht allerdings eine andere Rechnung. «Wenn man bedenkt, wie viel Arbeitszeit verloren geht, wenn jeder Arbeitnehmer für seine Zigarette auf die Strasse rennen muss, erweist sich die ‹Sparmassnahme› des Bundes mit Sicherheit als Eigentor», sagt er. Fumoirs wären darum wohl die einfachere und günstigere Lösung als die «fundamentalistische Raucherausgrenzung», sagt der überzeugte Nichtraucher.”

… konnte sich in Neuseeland nicht durchsetzen (s. “Kein Rauchverbot an Neuseelands Stränden“), dafür nun aber in Kalifornien. Smokernews.de schreibt im Artikel “Kalifornien: Rauchen am Strand wird verboten”:

“Unsere majestätischen Strände und Parks werden schon zu lange durch Zigarettenkippen verunziert”, sagt die demokratische Abgeordnete Oropeza. Ihre Partei setzt ein Rauchverbot an Stränden und in Naturparks in Kalifornien durch. Die Strände und Naturparks sollen jetzt zur rauchfreien Zone werden. Dafür stimmte die Mehrheit der Abgeordneten des US-Westküstenstaates. Von dem massiven Rauchverbot sind 278 staatliche Parks und Strandgebiete betroffen, ausgenommen sind Park- und Zeltplätze. Rauch-Sündern droht eine Strafe in Höhe von 100 Dollar.”

Es sind mitunter diese fanatischen Exzesse, wie oben beschrieben, die mich an der Theorie der Schwarmintelligenz zweifeln lassen. Wäre was dran, würde die Weisheit der Masse Marginalitäten entlarven und substanziell kaum begründbare Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte verhindern.

Outdoor Cigar Smoke

… einfach perfekt; was soll man da noch weitere Worte verlieren – ausser zur Zigarre vielleicht. Eine Ramón Allones Specially Selected.

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Exklusiv-Importeur 5TH Avenue Products & Trading schreibt über die Veranstaltung “10 Jahre Restaurant Lorenz Adlon – Noblesse Oblige”:

“Ein kulinarisches Erlebnis der ganz besonderen Art veranstaltete das Berliner Spitzenhotel „Adlon“ anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Gourmetrestaurant „Lorenz Adlon“. An diesem Abend nahmen die Gäste nicht wie gewohnt an den Tischen des Restaurants platz. Nach einem erfrischenden Glas Moet & Chardon aus dem Jahr 2000 auf der Belle Etage des Hotels, führte der Weg direkt in die heiligen Hallen der Restaurantküche. Küchenchef Thomas Neeser und sein Team reichten Köstlichkeiten wie Goldforelle mit Kaviar, Aal mit Entenleber, Kabeljauzunge mit Petersilie, Schulter vom US-Prime Beef, Caneton á Presse und vieles mehr. Mit Messer und Gabel bewaffnet, wandelten die rund 80 Gäste von Station zu Station und erfuhren auf ihrer kulinarischen Wanderung vieles über die Gerichte und ihre Zubereitung. Große Weine der Häuser Robert Weil, Rudolf Fürst und Baron Philippe de Rothschild boten Gelegenheit, sich zwischen den Gängen zu erfrischen oder mit den Speisen kombiniert zu werden. Anschließend öffneten sich dann die Salons des Restaurants und boten den Gästen Schokoladenvariationen aus dem Hause Felchlin, Pralinenkreationen von Martin Franz und eine beeindruckende Rohmilchkäseauswahl an, die der Elsässer Käse-Papst Maitre Anthony persönlich präsentierte. Nun war die Stunde der Montecristo Open gekommen. In einem weiteren Salon des Restaurants wurden Edelobstbrände aus dem Hause Ziegler und der legendäre Cognac Louis III als Digestif gereicht. In gewohnter Manier begeisterte die Montecristo Open zu all diesen ausgesuchten Tropfen durch ihre außergewöhnliche Kombinationsfähigkeit und bescherte vielen Gästen die Möglichkeit, den Abend in einem der Ledersessel genussvoll ausklingen zulassen.”

Ich weiss nicht, ob das Adlon eine Zigarren Lounge anbietet. Meine letzte Zigarre in der Lobby-Lounge ist schon einige Jahre her.

… hat nun ebenfalls eine eigene Seite im Cigar Wiki.

(Bildquelle: 5TH Avenue/Habanos S.A.)

Nach den Cohiba Behikes 56, 54 und 52 sowie der Romeo y Julieta Julieta (s. auch “Von Frauen-Zigarren und starkem Männer-Tobak“) fehlen von den “Neuen Havanna-Zigarren 2010” noch die  Edición Limitada 2010 mit Montecristo Grand Edmundo (Ring: 52, Länge: 150 mm), Partagás Serie D Especial  (50 x 141 mm) und Trinidad Short Robusto (50 x 102 mm) – und natürlich die Edicion Regionales. Über eine davon, die Edicion Regional 2010 Ramón Allones Exclusivo Alemania, wird in den Kommentaren ja bereits diskutiert.

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