Via Google Alert wurde ich auf eine “Holzkiste mit 25 Stück handgedrehten Zigarren frisch aus Kuba” auf der Kleinanzeigen-Website Piazza.ch aufmerksam. Angeblich handelt es sich um Cohiba Esplendidos für CHF 159.- (Originalpreis ca. CHF 1000.-). Das Ganze mit einem “herrlichen” Bild: Ein Kistchen mit Klarsichtdeckel statt durchgehend Holz und “Esplendido” ohne “s” geschrieben auf einer (“alten”) Logo-Version ohne Gold.
Ich meine, es steht in der Anzeige ja nichts von “Original”, und ich will dem Anbieter keinesfalls unrühmliche Absichten unterstellen. Zumindest aber wird hier ohne jegliche Fachkenntnis gehandelt. Und ein Schnäpchen wird sowieso nicht angeboten: Fake Cohibas schmecken nahezu immer absolut scheusslich (s. auch “Havanna-Fälscher-Einblick“) und sind keinesfalls mit der Grandezza einer echten Esplendidos zu vergleichen. Interessanterweise tauchen ähnliche Bilder mit der Klarsichtdeckel-Kiste und einem integrierten Humidorelement sogar auf Reiseseiten und dergleichen auf. Zum vergessen: Habanos S.A. hat nie eine solche Verpackung lanciert.
Das Original-Logo von Cohiba findet sich nachfolgend abgebildet.
Wer nach Kuba reist und den Lieben zu Hause Zigarren heimbringen will, sollte unbedingt ein offizielles Geschäft aufsuchen. Für Havanna habe ich einige im (englischsprachigen) Cigar Wiki aufgelistet. Und wer mit importierten Zigarren Geschäfte machen will, sollte das echt den Profis überlassen.
Die neueren Kisten sind mit einem verbesserten Fälschungsschutz versehen. Die Details finden sich im Beitrag “Habanos-Garantiesiegel mit Graumarkt-Schutz“.
Schlagworte: Cohiba
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Dass Bilder von gefälschten Esplendidos auch auf Reiseseiten etc. auftauchen, wundert mich nicht, denn die Fälschungen sind schließlich extrem weit verbreitet und die Betreiber solcher Seiten keine Fachleute in Sachen Habanos.
Ich bin mir sowieso nicht sicher, ob die Menge der produzierten echten Esplendidos an die Menge der in Umlauf gebrachten Fälschungen heranreicht.
Gruß
Paul
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in einigen Kubaforen lassen sich doch ganz exquisite Fachleute und intime Kenner der Szenerie in Kuba aufinden. So gibt es auch dort durchaus glaubwürdige Zeugenberichte, die nahelegen, dass die Cohibas in den 70er und 80er-Jahren tatsächlich und hochoffiziell in besagten Glaskisten verkauft wurden.
Nicht umsonst müssen die Fälscher doch irgendwann eine Vorlage für die umstrittenen Glaskisten gehabt haben. -
es ist doch vollkommen nachvollziehbar, dass offizielle Importeure gegen die Grauimporte wettern, denn diese sind prinzipiell wesentlich günstiger – auch wenn natürlich viele Fälschungen darunter zu finden sind.
Trotzdem bekommt man als Kenner auch auf dem Graumarkt hervorragende Qualität, wenn man die richtigen Quellen hat.
Eines ist klar: von den Importeuren und noch weniger von Habanos S.A. wird man eine unbefangene Aussage zur Qualität der Graumarktprodukte erwarten können. Soviel Wahrheit muß auch ein Marketingblog ertragen können.
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Pingback from Aficionados Blog · Zigarren-Verpackungen on 11. Februar, 2010 um 15:20
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Ich habe euren Artikel erst jetzt gelesen, sorry aber es gibt auch Cohiba oder andere Zigarren die nicht über den überteuerten Handel, sondern schwarz, von den selben Zigarrendrehern die am Tag noch in der Manufactur gearbeitet haben, zu hause mit der Ware die sie zuvor von ihrer Arbeitsstelle mitgenommen haben, drehen. Diese Zigarren sind absolute Top Ware und nur weil sie nicht am arbeitsplatz gedreht werden noch lange keine Fälschungen. Ich selber kaufe nur solche Ware da sie absolut frisch ist und viel Günstiger, Wenn man mal in Cuba war, dann sieht man oft das Zigarren Kisten weise in den Regalen der Hotelshops lagern und niemand weiß wie lage die dort schon liegen.
Liebe Grüße an alle Freunde einer Guten Zigarre V.

9 Kommentare
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