Februar 2010

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Am Abschlussabend des Festival del Habano wurde unter anderem die neue Cohiba Behike (s. auch “Vorschusslorbeeren für die Cohiba Behike-Linie“) gereicht. Für Smokersnews.de schreibt Christoph A. Puszkar von 5TH Avenue dazu:

“Und dann kam sie endlich, die neue Super-Premiumlinie Cohiba Behike mit den drei Formaten BHK 52, BHK 54 und BHK 56. Die Ziffern beziehen sich immer auf die wahrlich üppigen Ringmaße. Diese hat man allerdings nicht nur deshalb gewählt, weil die dicken Brummer immer noch sehr gefragt sind. Sie haben im Fall der Behikes auch einen konstruktiven Sinn. Im Gegensatz zu allen anderen Habanos verfügen die Behikes nämlich nicht nur über drei, sondern vier Tabake in der Einlage. Das vierte Blatt wird „Medio Tiempo“ genannt und bezeichnet die beiden obersten Blätter der Tabakpflanzen, die unter freiem Himmel angebaut werden. Es ist also eine Art Super-Ligero. Und das schmeckt man. Die Behikes stellen die Spitze dessen dar, was an Aroma und Stärke von Habanos angeboten wird. Das sind definitiv keine Cigarren für Anfänger und Gelegenheitsraucher. Für gestandene Aficionados bilden sie dagegen das absolute Maximum in jeder Hinsicht.”

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James Suckling von Cigar Aficionado Online gehört zu den wenigen Teilnehmern des Festival del Habano, welche die neue Superpremiumlinie von Cohiba bereits vor dem heute Abend stattfindenden Gala-Event getestet haben. Und er ist begeistert. In seinem Blog schreibt er im Beitrag “The Renaissance of the Blockbuster Cuban Cigar“:

“But I must admit that I felt a little stoned about one-quarter of the way into the BHK 56. I was light headed at first. I also must say that I like the big gauge of the smoke. It’s got to be one of the biggest Habanos going. It’s bigger than the Cohiba VI, which is one of my all-time favorites coming out of Havana. In fact, I lit a VI up against the new bad-boy Habano, and at the end of the two smokes, it was the BHK 56 that won.”

Die Cohiba Behike 56 habe ihm beinahe den Schädel weggepustet, meinte er. Er warnte Anfänger und Liebhaber von milden Zigarren vor der Behike und attestierte der neuen Linie Blockbuster-Qualitäten. Apropos Blockbuster: Suckling rechnet mit einem Preisaufschlag von rund 40 Prozent gegenüber dem oberen Cohiba-Segment.

Die Superpremiumlinie Cohiba Behike wird mit folgenden Vitolas lanciert:

  • Cohiba Behike 56 (Ring: 56, Länge: 166 mm)
  • Cohiba Behike 54 (Ring: 54, Länge: 144 mm)
  • Cohiba Behike 52 (Ring: 52, Länge: 112 mm)

(Bildquelle: Habanos S.A.)

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Ab 1. Mai gilt das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen und führt unter anderem zur Tatsache, dass in Zigarrenfachgeschäften ohne Fumoir nicht mehr geraucht werden darf. Der Tages Anzeiger schreibt im Artikel “Selbst der Tabakladen wird rauchfrei“.

René Wagner darf seiner Kundschaft zwar noch Zigaretten, Zigarren und Pfeifen verkaufen, aber diese im Laden nicht mehr anzünden. Und der Kunde darf das Geschäft nicht mehr rauchend betreten. Wagner: «Das neue Gesetz bedeutet für mich einen gewaltigen Einschnitt in mein Geschäftsleben.» Der Einbau eines Fumoirs ist für ihn keine Lösung. Sein Ladenlokal ist mit 20 Quadratmetern zu klein, das Haus steht unter Denkmalschutz. Er sei nicht prinzipiell gegen das Gesetz und durchaus einverstanden, wenn in einem Speiserestaurant nicht mehr geraucht werden dürfe, sagt Wagner. Aber: «Die Degustation von Raucherware in Fachgeschäften für Raucherwaren zu verbieten, ist doch ein völliger Verhältnisblödsinn.» Wagner befürchtet einen Umsatzrückgang, denn viele Kunden wollten vor dem Kauf einer Kiste Zigarren zuerst ein Musterexemplar zur Probe rauchen.”

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Die htr Hotel Revue widmet den Focus der aktuellen Ausgabe den Auswirkungen der Rauchverbote auf die Hotellerie und Gastronomie. Und das in verschiedenen Artikeln und Facetten. Eine Auswahl: Unter “Fumoirs drei Mal anders” werden Alternativen zu klassischen Fumoirs aufgezeigt, “Rauchverbot drückt auf den Umsatz” widmet sich betriebswirtschaftlichen Perspektiven, “Rauchen: Wer darf was?” visualisiert die unterschiedlichen kantonalen Bestimmungen und der Artikel “Ein kostspieliges Muss” präsentiert das so wichtige Segment von Cigar Lounges mitsamt einem Kurzinterview mit dem “Cigarman of the Year 2010″, dem Gstaader Hotelier Thomas Frei:

“Thomas Frei, Sie haben in Ihre neue Cigar-Lounge 250000 Franken investiert. Amortisieren Sie diese Kosten?

Nein, das ist nicht möglich. Aber es ist ein wichtiges Zeichen für meine Gäste, für mich als Hotelier und Zigarren-Raucher. Mir ist es wichtig, dass wir in unserem Rauchsalon «Smoking» Genuss stilvoll zelebrieren. Mit einer Whisky-Auswahl von rund 80 verschiedenen Sorten decken wir viele Wünsche ab. Natürlich haben wir auch eine grosse Zigarrenauswahl.

Wird denn gut konsumiert in Ihrem Fumoir?

Das variiert sehr: von einem Mineralwasser bis hin zu zwei Flaschen Whisky. Die Lounge ist seit 1. Juli 2009, als das Rauchverbot im Kanton Bern in Kraft trat, geöffnet. Heute zieht die Location immer mehr Besucher an, die nicht bei uns im Hotel wohnen.

Hat diese positive Entwicklung auch damit zu tun, dass Sie mit dem Titel «Cigarman of the Year 2010» ausgezeichnet wurden?

Auf jeden Fall hat diese Auszeichnung von Davidoff und Gault Millau meine mediale Präsenz schweizweit verstärkt. Der «Cigarman» ist für mich ein willkommenes Marketinginstrument und freut mich sehr.

Das Palace Gstaad hat jüngst zwei Cigar-Lounges eröffnet. Ist das eine Konkurrenz für Sie?

Nein, im Gegenteil, es zeigt, dass wir uns mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen. Ich denke aber auch, heute muss sich jedes 5-Sterne-Hotel überlegen, wo die rauchenden Gäste bedient werden können. Eine Smoker-Lounge gehört im Zuge der neuen Bestimmungen bei einem Hotel im oberen Segment dazu.”

Das Cigar Wiki bietet ein Verzeichnis zigarrenfreundlicher Lokale in Deutschland und der Schweiz; weitere Nennungen oder Hinweise auf die Wandlung bestehender Einträge zu Nichtraucher-Lokalen nehme ich sehr gerne entgegen.

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Es wird wohl Herbst, bis die neue Romeo y Julieta Wide Churchills bei uns erhältlich sein wird. Anbei schon mal einige Festival-Stimmen zur Lancierung.

Christoph A. Puszkar, 5TH Avenue, bei Smokersnews.de:

Und diese130 mm lange Cigarre mit einem gewaltigen Ringmaß von 55 hat mit sofort gefallen. Obwohl ich kein großer Freund der Ringmaße jenseits von 47 bin, überzeugt mich deren harmonisch-aromatische Tabakmischung. Diese Vitola ist übrigens neu und trägt den schönen Produktionsnamen „Montesco“. Die Wide Churchills werden nun hoffentlich bald die Lücke zwischen den schon existierenden Formaten Short Churchill und Churchill schließen. Sie kommen in habilitierten Kisten á 10 und 25 Stück sowie in Tubos in 3er Kartonpackungen auf den Markt.

James Suckling, Cigar Aficionado Online Blog:

“Fired up the new Romeo y Julieta Wide Churchill and it’s a hell of a smoke. It’s very much along the same flavor profile as its little brother Romeo y Julieta Short Churchill, but it delivers a little more richness and sweetness. I like the spiciness on the finish, with just the right about of cedar and tobacco.”

Michael Schneider, Genussraucher Freiburg, via Twitter:

“Smoked a new R&J Wide Churchill tonight. Quiet mild – not as complex and fullbodied as I expected. But that was just the first impression.”

(Bildquelle: Habanos S.A.)

Habanos S.A. hat im Zuge der Romeo y Julieta Wide Churchills und Julieta-Lancierung auch die ersten Bilder der Cohiba Behike-Linie publiziert.

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Radio DRS und Online Medien melden, dass eine Volksinitiative “für ein liberales Rauchgesetz” gestartet wird. Suedostschweiz.ch schreibt unter “Gegner von Rauchverboten lancieren Initiative“:

“Die Initiative «für ein liberales Rauchergesetz» hat zum Ziel, die Rauchverbote rückgängig zu machen. Die Initianten fordern, dass über Rauchverbote in Innenräumen einzig der Eigentümer befindet. Dies soll auch für öffentlich zugängliche Räume gelten.

Namentlich aufgezählt werden im Initiativtext Restaurations- und Hotelbetriebe, Gebäude und Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs sowie Gebäude, die der Ausbildung, dem Sport, der Kultur oder der Freizeit dienen.”

Benötigt werden 100’000 Unterschriften innert 18 Monaten.

Gegenpol ist die Volksinitiative “Schutz vor Passivrauchen” der Lungenliga, die in den ersten sechs Monaten rund 85’000 Unterschriften generiert hat.

Traditionellereweise informiert Manuel Garcia von Habanos S.A. die Presse am ersten Festivaltag über die wichtigsten Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Während 2009 in Deutschland ein Anstieg der Habanos-Verkäufe um 4 Prozent verzeichnet werden konnte (s. “Deutschland steigert 2009 den Havanna-Absatz“), musste laut abcNEWS.com (“Cuban Cigar Sales Plummeted 8 Pct in ’09“) weltweit ein Minus von 8 Prozent auf $ 360 Millionen vermeldet werden. Hauptverantwortlich dafür waren der Einbruch in den so wichtigen Märkten Spanien und Duty Free. Letzteres Segment zeichnete 2009 für 23 Prozent des gesamten Havanna-Absatzes verantwortlich. Bereits 2008 musste ein Rückgang von 3 Prozent auf damals $ 390 Millionen verzeichnet werden.

Was die neu lancierten Havannas 2010 anbelangt, hat James Suckling von Cigar Aficionado Online via Twitter schon mal den ersten Smoke der neuen Romeo y Julieta Wide Churchills vermeldet. Urteil und Beschreibung will er in seinem Blog nachliefern.

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Am 19. Januar habe ich einen Handelsblatt-Artikel aufgenommen und getitelt: “Deutschland: -24,6% bei Zigarren und Zigarillos“. Heute nun setzt Habanos-Exklusiv-Importeur 5TH Avenue die Schlagzeile “Habanos-Absätze wachsen trotz Krise” und schreibt in der Pressemitteilung erfreuliches:

“Die Absätze von Habanos entwickelten sich im Jahr 2009 in Deutschland sehr erfreulich. Sie bescherten dem deutschen Habanos-Generalimporteur 5TH Avenue im Jahr seines 20jährigen Firmenjubiläums ein erfolgreiches Jahr. Mit einem Plus von 3,2% in Menge und 4% in Wert gegenüber 2008 zeigte sich ein klarer Aufwärtstrend bei Habanos. Im Inland legten die Absätze mengenmäßig um 4,7% und wertmäßig um 5,9% zu. Schwächer verlief dagegen die Entwicklung im Duty Free-Kanal. Hier waren die Absätze von mit einem Minus von 0,2% stabil, der Umsatz nahm allerdings leicht um 2,5% ab. Ursachen dafür waren die weltweit zunehmenden Rauchverbote und die Wirtschafts- und Finanzkrise, die sich in stark gesunkenen Passagierzahlen niederschlug.

Im Inland konnten sich die Absätze von Habanos gut behaupten. Dies lag nicht zuletzt an der überaus erfolgreichen Einführung der neuen Linie Montecristo Open [s. auch "Montecristo Open kommt an und inspiriert"] . Die vier neuen Formate trafen den Geschmack vieler Endverbraucher, für die zwar der Mythos der Habanos äußerst attraktiv ist, denen die Tabakmischungen der klassischen Habanos-Marken aber zu kräftig waren. Bisher wich diese Zielgruppe auf nicht-cubanische Cigarren aus. Mit der Montecristo Open erreicht der Fachhandel nun auch die Einsteiger und Gelegenheitsraucher mit einer weltbekannten Habanos-Marke. Die attraktive und moderne Gestaltung der Montecristo Open vergrößert die Anziehungskraft der neuen Linie noch.

Traditionell sehr gut verkauften sich auch die Spezialitäten und limitierten Editionen. Die Attraktivität dieser besonderen Habanos-Produkte für die Aficionados war ungebrochen hoch. Einen besonderen Höhepunkt in diesem Segment stellte die Einführung der Edición Regional für Deutschland in 2009 dar. Erstmalig lies 5THAvenue die Endverbraucher selbst ihr Votum zur Auswahl von Marke und Formaten abgeben. Erwartungsgemäß kamen die Bolívar 5ta Avenida und Bolívar Especial No.2 hervorragend an.

Ein ganz besonderes Glanzlicht war die Einführung der Cohiba Gran Reserva, die trotz eines Stückpreises von 85 Euro bewies, dass die attraktiven Habanos-Produkte auch in schwierigen Zeiten gute Umsatzbringer für den Handel darstellen.”

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Nach 2008 und 2009 muss ich dieses Jahr aus beruflichen Gründen leider mit dem Festival-Besuch pausieren. Nichtsdestotrotz wünsche ich den teilnehmenden Zigarrenfreunden eine gute Reise und wunderschöne Genussmomente.

Christoph A. Puszkar von 5TH AVENUE wird am Sonntag fliegen und in seiner beliebten Kolumne bei Smokersnews über die Erlebnisse und Zigarren-Lancierungen berichten. Heiko Poerz und Marc André sind heute losgeflogen – mit einer eigenen Kleiderlinie im Gepäck. Manuel Fröhlich vom Cigar Blog ist bereits in Kuba gelandet.

Ich bin gespannt, was sie zu berichten haben und werde die eine oder andere Meldung hier im Blog zusammentragen.

Am Festival vorgestellt wird die neue Superpremiumlinie “Behike” von Cohiba sowie von Romeo y Julieta die “Wide Churchills” und die “Julieta”, mit der erstmals spezifisch Frauen angesprochen werden sollen.

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Es ist manchmal schon ärgerlich, wenn man Insiderkenntnisse braucht, um ein zigarrenfreundliches Lokal zu finden. Aber im Gegensatz zu früheren Zeiten sind die derzeitigen Rauchverbotsauswirkungen als milde zu bezeichnen. Anbei ein Auszug aus der Rezension zu “Tobacco in Russian History and Culture. From the Seventeenth Century to the Present”1 bei H-Soz-u-Kult:

“Am Anfang stand das Verbot des Tabaks im 17. Jahrhundert. Dieses dauerte im Moskauer Reich 70 Jahre an. Grund für diese ungewöhnlich lange Dauer war, so Matthew P. Romanello („Muscovy’s Extraordinary Ban on Tobacco“), das Zusammenspiel der religiös-moralischen Abneigung der Herrschenden gegen jenes „ketzerische“, als protestantisch-calvinistischer Import verachtete Produkt und der Unfähigkeit des Staates, daraus ökonomischen Profit zu schlagen. Gleichzeitig befürchteten die Herrscher eine Verarmung der Untertanen durch das neue Suchtmittel. Im Gefolge des Verbots florierte allerdings der mit hohen Strafen belegte Schmuggel und illegale Handel. Die „Uloschenie”, der Strafkodex von 1649, enthält 11 Paragraphen zur Beschränkung des Tabakhandels; die Strafen hierfür reichen von Knutenhieben und dem Ausreißen der Nasenflügel bis hin zur Todesstrafe. Zunächst war es nur der Staat, der sich einer „Überfremdung“ der Untertanen durch das neue Produkt entgegenstellte. Die orthodoxe Kirche begann erst Ende des 17. Jahrhunderts, den Tabakkonsum als Sünde aufzufassen (…)”

Heute ist der russische Markt höchst interessant. Im Summary der aktuellen (und kostenpflichtigen) Studie “Tobacco in Russia” von Euromonitor International wird festgehalten, dass der Trend hin zu Premium-Tabakprodukten trotz der Finanzkrise ungebrochen sei.

1 Sonja Margolina: Rezension zu: Romaniello, Matthew P.; Starks, Tricia (Hrsg.): Tobacco in Russian History and Culture. From the Seventeenth Century to the Present. London 2009, in: H-Soz-u-Kult, 17.02.2010, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-121>

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