“Was halten Sie von Vegas Robaina?”

… war der Schlusssatz einer Leser-Mail. Nun, ein Havanna-Brand, der Don Alejandro Robainas Namen trägt,  verspricht schon einiges. Da Geschmack aber eh völlig individuell ist, sag ich mein persönliches Urteil grad heraus: “Nichts. Oder zumindest nicht viel.” Ich habe immer mal wieder probiert, aber diese Vegas Robainas schmecken mir einfach nicht.

Uh, diese marketingtechnisch so genannten Zigarren sind aber selbstverständlich nicht mit echten Robainas – also Zigarren, die direkt aus aus dem Hause Robaina kommen – zu verwechseln. In Havanna kriegt man ab und wann eine gereicht. Und dann gibt es noch die vielen, vielen Aficionados, die zu ihm pilgern und im besten Fall direkt beschenkt werden. Diese Zigarren sind absolut fantastisch.

Persönlich empfinde ich diesen Robaina-Personenkult – trotz allergrösstem Respekt vor seinen unglaublichen Leistungen für den Tabakanbau und die Zigarre – etwas abstrus. Während zwei Festivals del Habano habe ich beobachtet, wie Teilnehmerinnen und Teilnehmer darum wetteiferten, mit Don Alejandro die eingehendsten Gespräche geführt, die noch tiefere Freundschaft gepflegt oder Robaina-Fingerringe noch feierlicher überreicht bekommen zu haben. So what? Am Ende bleibt seine Leistung auf dem Feld und die kommt vor allem Spitzen-Havannas zu Gute – der auf seinen Namen lautende Label gehört nicht zu diesem erlauchten Kreis.

(Bildquelle: Cigar Wiki – Fotografie Tobias Hauser)

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