August 2009

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Ein schöner Artikel aus dem neuesten Cigar Journal von 5THAVENUE Products Trading GmbH. Ich werde ihn bei Gelegenheit auch im Wiki unter “Geschichte der kubanischen Zigarren Manufakturen” einpflegen.

Die Calle San Miguel

Auf der Suche nach einem historisch bedeutenden Ort in der Geschichte der Cigarre sollte man sich auf die Calle San Miguel in Havannas Stadtteil Centro Habana begeben. Dies ist der Stadtteil, der noch zu Zeiten des Bestehens der alten Stadtmauer als erstes neben der Altstadt Havannas entstanden ist und zu den eher selten von Touristen aufgesuchten Bezirken zählt. Die Calle San Miguel ist eine kleine Querstraße zum Paseo del Prado (heute Paseo de Martí), der berühmtesten Prachtstraße Havannas, an deren einem Ende sich das Capitolio befindet, deren anderes Ende direkt zum Malecón führt.

Doch die Calle San Miguel ist keine Prachtstraße. Auf ihr stehen keine großen, beeindruckenden Paläste. Stattdessen sind die Häuser klein, weitgehend schmucklos und heute in sehr schlechtem Zustand. Vergleicht man diese Häuser mit den Cigarrenpalästen, die ein paar Jahrzehnte später gebaut wurden, bekommt man einen Eindruck vom Wandel der Bedeutung der Cigarrenindustrie innerhalb recht kurzer Zeit.

(Bildquelle: Claudia Puszkar)

Die Häuser, in denen sich die ersten Firmensitze der Marken Por Larrañaga, Partagás und H. Upmann befanden, sind nicht weit vom Capitolio entfernt. Es handelt sich um die Adressen, die zu Zeiten der Gründung der Marken als Firmensitz im Register eingetragen waren. In welchem Umfang auf der Calle San Miguel Cigarren hergestellt wurden, ist nicht zu rekonstruieren. Sicher handelte es sich damals nur um kleine Produktionsstätten. Bezeichnend ist jedoch die Tatsache, dass allein drei Marken ihre Firmensitze auf  dieser Straße registriert hatten. Das spricht dafür, dass diese Straße zumindest im 19. Jahrhundert im Cigarrengeschäft eine gewisse Bedeutung hatte. Interessant ist vielleicht die Tatsache, dass es sich bei diesem Viertel vor der Revolution um ein Prostituiertenviertel gehandelt hat. Doch ob die roten Lampen schon brannten, als Partagás & Co. in dieser Straße residierten, ist unbekannt.

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Getwittert und gerne auch im Blog: “Karibische Zigarren mitten in Bad Vilbel“.

Frauen und Havannas ist ja heute definitiv keine Grundsatzdebatte mehr wert. Und eine zeitgeschichtliche Novität ist diese Kombination ebenfalls nicht. Darüber geben unter anderem der Artikel “Aficionadas: Women and Their Cigar” von Cigar Aficionado Online oder die Site Zigarren Wissen Auskunft.

Wie auch immer: Unter den Habanos-Neulancierungen 2010 (s. auch “Info zur Cohiba Behike Super Premium Line“, “Havanna-Zigarren: Edición Limitada 2009 sowie “… und die Edición Limitada 2010“) soll sich auch die Romeo y Julieta Mujer befinden; eine speziell für die Aficionada designte Zigarre mit einer relativ milden Tabakmischung, im Julieta No. 6-Format (Ring: 33, Länge: 120 mm) und erhältlich in attraktive Blechetuis à jeweils 5 Stück.

(Bildquelle: Wikimedia Commons)

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Zusammen mit UK-Exklusivimporteur für Havanna- Zigarren, Hunters & Frankau hat Linley eine neue Humidor-Linie entworfen, bei der es sicherlich nicht nur um die richtige Lagerung von Zigarren geht. Prunkstück ist das Modell “El Laguito” zu dem CigarCyclopedia.com schreibt:

“Stunning is the only word for this one-of-a-kind box, which is a scaled model of the famed El Laguito factory outside Havana, the birthplace of the Cohiba brand (shown on the home page).

Made from sycamore wood with inlays of ripple sycamore, bird’s eye maple, holly and Indian ebony, it measures almost 23 inches wide by 22 inches deep and 10 inches in height. The top lifts off to reveal compartments for about 194 cigars inside three lift-out trays, with four other special “hidden” compartments: one for holding a cutter and matches, two others with posts for keeping cigar bands from cigars you have smoked (!) and the fourth is a secret.

More than 100 cigars come with this humidor:

> Cohiba Edicion Limitada 2003 Double Coronas (25).

> Cohiba Edicion Limitada 2004 Sublimes (25).

> Cohiba Edicion Limitada 2006 Piramides (25).

> Cohiba Seleccion Reserva 2002 Esplendidos (25).

An additional selection of Habanos Edicion Limitadas are also included, as is a CigarSpa humidification system.

Only one edition of the El Laguito was made, with a price to match: 39,950 British pounds (including value-added tax) or about $67,912 U.S. No word on shipping cost or insurance.”

Weitere Informationen zum Thema “Humidor” finden sich im Cigar Wiki.

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Über Tabakaktien (in der Finanzkrise) habe ich schon geschrieben. Wussten Sie aber, dass es eine Trading-Strategie gibt, die “C-IGAR” heisst? C-IGAR steht für “Commodity Investable Global Asset Rotator” und ist Grundlage einer Rohstoff-Trading-Strategie von JP Morgan, die bei Investor Verlag wie folgt umrissen wird:

“Die C-IGAR-Excess-Return-Strategien bestehen im Wesentlichen aus dynamischen Baskets die auf Sub-Indizes, welche einen einzelnen Rohstoff abbilden, basieren. Die Rotation erfolgt monatlich anhand einer Momentum-Strategie.

Grundsätzlich bildet C-IGAR 24 verschiedene Rohstoffe ab.

Interessant ist, dass auch hier zwei Long/Short Varianten bestehen.

Hierbei werden zu gleichen Anteilen jeweils 12 Long und 12 Short-Positionen eingegangen.

Ähnlich wie die Long/Short-Variante von CYD, konnten sich auch die C-IGAR Long/Short-Varianten im vergangenen Jahr besser entwickeln als die etablierten Indizes.”

Alles klar, oder? ;-) Egal, wenn nicht: Die Charts auf der C-IGAR-Seite von JP Morgan nehmen sich eh etwas betrüblich aus.

Nach dem Beitrag über das “Comeback der Bolívar Especiales No. 2” noch zur zweiten Sonderedition für den deutschen Markt, die laut 5th AVENUE Products Trading GmbH ab morgen an die Casas del Habanos ausgeliefert wird. Zur (hervorragend; ich habe sie getestet) Zigarre schreibt der offizielle Habanos-Importeur:

“Mit der „5ta Avenida“ konnte ein seit Jahrzehnten nicht mehr gefertigtes Format wiederbelebt werden. Der Name der Vitola de galera lautet „El Conde 109“ und stellt das bis 1976 gefertigte, ursprüngliche Format der Partagás Lusitanias und der Ramon Allones Gigantes dar. Es hat eine Länge von 184 mm bei einem Ringmaß von 50. Das Besondere an diesen Cigarren ist ihre Form: es handelt sich zwar um Parejos (zylindrisch, d.h. gleiches Ringmaß vom Fuß bis zum Kopf), deren Kopf ist jedoch konisch geformt. Es versteht sich fast schon von selbst, dass dieses seltene Format nur die besten Torcedores der Partagás-Manufaktur fertigen können.

Der Name „5ta Avenida“, wörtlich übersetzt „Fünfte Allee“ hat eine doppelte Bedeutung: er erinnert einerseits an die berühmte Prachtstraße im Stadteil Miramar von Havanna und ist andererseits der spanische Name des deutschen Habanos-Importeurs 5TH Avenue, die in diesem Jahr übrigens ihr 20jähriges Jubiläum begeht.

Die Bolívar „5ta Avenida“ wird in habilitierten Kisten á 20 Stück angeboten. Insgesamt stehen 3.000 Kisten zur Verfügung.”

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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In den Beiträgen “Havanna-Zigarren: Edición Limitada 2009” und “Spezielle Bolívar in spezieller Cigar Lounge” habe ich die Bolívar Especiales No. 2 erwähnt, die als Sonderedition 2009 exklusiv für den deutschen Markt produziert wird.

Via Twitter hat La Casa del Habano Nürnberg eben verkündet, dass die Zigarre ab sofort zum Verkauf angeboten werde. Zur Zigarre schreibt Importeur 5th AVENUE Products Trading GmbH:

“Mit der Bolívar Especial No.2 kehrt eine geradezu legendäre Cigarre zurück, auf deren Wiederauflage sich viele Kenner außerordentlich freuen. Die „Illustrierte Enzyklopädie der postrevolutionären Havanna-Cigarren“ von Ron Min Nee und Adriano Martínez Rius nennt sie schwärmerisch „eine monumentale Cigarre“ mit Reifepotenzial für Jahrzehnte. Ihre Produktion stellte man wohl in der Mitte der 1970er Jahre ein. Die Auswahl des schlanken Delicado-Formats mit einem Ringmaß von 38 bei 192 mm Länge durch die deutschen Cigarrenliebhaber überraschte dennoch. Fordert der Zeitgeist doch seit Jahren ausschließlich Cigarren mit möglichst großem Ringmaß bei eher geringer Länge. Von einem Comeback der eleganten, schlanken Panetelas zu sprechen wäre sicher verfrüht, aber es scheint in Deutschland offenbar noch oder bereits wieder kenntnisreiche Connaisseure zu geben, die solche Formate zu schätzen und zu rauchen wissen. Sie müssen vergleichsweise langsam geraucht werden um ein Überhitzen zu vermeiden, das die Entfaltung der köstlichen Aromen unrettbar zerstören könnte.

Besonders erfreulich ist, dass diese Cigarren wie in alten Zeiten im Bündel in Aluminiumpapier verpackt sind. Diese Form der Präsentation sieht nicht nur gut aus, sie ermöglicht auch eine exzellente Reifelagerung. Die insgesamt 2.400 individuell nummerierten Kisten fassen jeweils 25 Stück.”

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

… wird gemäss Recherchen voraussichtlich beinhalten:

  • Montecristo Grand Edmundo, Format Cañonazo (Ring: 52, Länge: 150 mm)
  • Partagás Serie D Especial (50 x 141 mm)
  • Trinidad Short Robusto (50 x 102 mm)

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Der offizielle Schweizer Habanos-Importeur Intertabak AG hat jüngst über die Edición Limitada 2009 informiert und geschrieben:

  • Romeo y Julieta Duke (Ringmass 54 x 140 mm Länge). Diese Zigarre wird die Sinne der wahren Habanos-Liebhaber in einer Kombination von Leidenschaft und Perfektion begeistern.
  • Bolívar Petit Belicosos (Ringmass 52 x 125 mm Länge). Es ist das erste Mal, dass diese Marke in die Edición Limitada eingebunden wird. Bolívar zeichnet sich durch eine einzigartige Fülle von Aromen aus, deswegen ist es eine der beliebtesten Zigarre unter den erfahrenen Rauchern.
  • H.Upmann Magnum 48 (Ringmass 48 x 110 mm Länge). Eine Zigarre zwischen sanft und mittelkräftiger Stärke. Diese Habano hebt sich durch seine delikaten Aroma ab.

(Romeo y Julieta Duke; Bildquelle: Intertabak)

Dieselben Zigarren werden auch in Deutschland erhältlich sein. Ergänzt werden sie durch die lokalen Sondereditionen. Für Deutschland werden es die bereits erwähnten Bolívar 5ta Avenida (vitola de galera: Conde 109) und Bolívar Especiales No. 2 (vitola de galera: Delicado) sein.

(Bolívar Especiales No. 2; Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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Heute habe ich über weitere Details zur vermuteten neuen Super Premium Linie von Cohiba berichtet (s. “Info zur Cohiba Behike Super Premium Line“).

Die Cohiba Behike 56, 54, und 52 (analog der Ringgrösse) werden aber bloss denselben Namen haben wie das Original, das 2006 anlässlich des 40jährigen Bestehens von Cohiba lanciert wurde.

(Bildquelle: Habanos S.A.)

Die 100 wertvollen Humidore aus der Luxusmanufaktur Elie Bleu (Paris) waren mit jeweils 40 Zigarren (Ring: 52, Länge: 192, vitola de galera: Trifuno) gefüllt und kosteten (weltweit) € 15’000. Der Name “Behike” stammt, wie “Cohiba” übrigens auch, aus der Sprache der Taino und bedeutet “Medizinmann”.

Alle Original-Behike wurden damals von Norma Fernández Sastre gerollt, die ich anlässlich des letzten Festival del Habano kennenlernen durfte (s. “Fidels Rollerin, El Laguito und viel mehr“).

Norma Fernández Sastre wird vom 15. September bis Ende Oktober in Deutschland auf Tournee sein und offizielle Fachhandelsgeschäfte als Torcedora beehren. Eine einmalige Gelegenheit, eine der besten Rollerinnen der Welt – und Fidel Castros ehemalige Lieblings-Torcedora – kennenzulernen und eine von ihr frisch gerollte Cohiba zu geniessen.

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