Juli 2009

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Während die Verkaufszahlen für Premium-Zigarren in den meisten westeuropäischen Ländern (exkl. Spanien und UK) trotz Rauchverboten und Wirtschaftswirren relativ stabil und befriedigend sind, geht es in den USA stürmischer zu und her. “Smoking Bans, Taxes Burn Cigar Makers“, titelt AHIP und lässt Branchengrössen zu Wort kommen, die von “dark, dark days”, schliessenden Unternehmen oder zunehmenden Rauchverboten in Parks sprechen.

Obwohl von der America’s Health Insurance Plans (AHIP) verfasst, ist der Artikel informativ und erstaunlich ausgewogen.

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Wie gestern Abend getwittert, genoss ich zusammen mit 5th AVENUE-Marketingleiter Christoph A. Puszkar in der Heinrich-Villiger-Cigar-Lounge in Weilheim bei Tiengen.

Eine höchst sympathische Lokalität und Betreiber-Crew: Fünf Freunde haben im Nebenamt eine Weinhandlung aufgebaut, hatten mit der Zeit zuwenig Platz und ergänzten den Weinbereich um eine kleine, feine – unter anderem mit einem Humidor von Marc André ausgestattete – Cigar Lounge.

Wir rauchten zuerst eine Cohiba Siglo VI und anschliessend eine Bolívar 5ta Avenida (vitola de galera: Conde 109; Ring: 50; Länge: 184mm) – eine exklusiv für den deutschen Markt produzierte Havanna. Dazu tranken wir auserlesenen Wein, der ausschliesslich von Herstellern bezogen wird, zu denen die Lounge-Betreiber persönliche Beziehungen pflegen.

Ein rundum perfektes Setting – zur Nachahmung sehr zu empfehlen.

Auf dem Handy-Bild die Bolívar 5ta Avenida und die Especiales No. 2 (rechts).

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Suedkurier.de schreibt über den “Kubaner in der Klettgaustadt” und meint damit Antonio “Tony” de Dios, den neuen Verbindungsmann zu Habanos S.A. beim offiziellen Importeur 5th AVENUE Products Trading GmbH:

“(…) Vor vier Jahren kam Antonio de Dios zum staatlichen kubanischen Zigarrenkonzern Habanos. Der Außenwirtschaftler wurde Beauftragter für den internationalen Markt. Neben karibischen Staaten hatte er sich speziell um die deutschsprachigen Länder Europas zu kümmern. So kam es, dass Antonio de Dios bereits vor Jahren das erste Mal die beschauliche Klettgaustadt Tiengen besuchte. Denn hier hat die Firma 5th Avenue Products ihren Sitz, Alleinimporteur kubanischer Zigarren in Deutschland.”

Ich habe Tony vor einiger Zeit kennengelernt, als er noch in Havanna arbeitete. Ein zweifelsohne toller Typ, der viel bewegt: Was sich unter anderem in der Tatsache widerspiegelt, dass Deutschland als erstes Land über die neue Montecristo Open-Linie verfügen konnte.

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Im Beitrag “Neues Habanos-Garantiesiegel” habe ich die Neuerung im März dieses Jahres vorgestellt. Habanos S.A. gestaltete die neuen Garantiesiegel mit Barcode und Hologram (Details s. PDF, 770 KB).

(Klick aufs Bild für Grossansicht; Bildquelle: Habanos S.A.)

Ich schrieb damals:

“Das erste Garantiesiegel für Havanna-Zigarren wurde 1889  eingeführt. Es berechtigte die Mitglieder der „Union de Fabricantes de Tabaco“ dazu, ihre Zigarren als in Havanna hergestellte auszuzeichnen. Dieses Siegel trug entscheidend dazu bei, die Habanos zu schützen (Textquelle: Cigar Wiki). Das neue Siegel mit Barcode und Hologram wird diesen Schutz noch erhöhen. Ultimativer Schutz wäre eine RFID-Lösung: Kleinste Computerchips würden eine eindeutige Identifikation der Zigarren(-kisten) jederzeit erlauben. Gut möglich, dass das der nächste Entwicklungsschritt gegen Fälscher und Graumarktimporteure sein wird.”

Bezüglich Graumarkt hat Manuel Fröhlich im Cigar Blog (“Grauimporte und das neue Habanos-Garantiesiegel“) geschrieben:

“Das neue Habanos-Garantiesiegel steht vor der Einführung. Der Barcode für die eindeutige Identifizierung der Kistchen ist wie berichtet das wichtigste neue Sicherheitsmerkmal. Die Grauimporteure werden die Barcodes entfernen müssen, weil sie sonst ihre Lieferanten in Verlegenheit bringen.

In der Praxis dürfte sich aber nicht viel ändern, denn schon heute ist auf dem jedem Kistchen vermerkt, von welchem Importeur es eingeführt wurde. Ist der Importeur in der Schweiz nicht Intertabak, gibt es keine Sicherheit für die Qualität und Herkunft der Ware. Möglicherweise hat das Fehlen der Barcodes aber einen psychologischen Effekt, weil das Garantiesiegel durch das Entfernen der Codes sichtbar gebrochen wird.”

Ergo: Sind Hologram und Barcode auf Kistchen mit aktuellen Boxdaten offensichtlich entfernt und wünschen Sie optimale Qualität Ihrer Havannas, suchen Sie sich am besten einen neuen Händler Ihres Vertrauens (s. auch Fachhandelsverzeichnis).

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Die neue Linie Montecristo Open war vom ersten Testsmoke am diesjährigen Festival del Habano an gelegentlich Thema im Blog. Nach der Einführung in Deutschland (als erstes Land überhaupt) bei den Casas del Habano stehen die Open-Formate nun auch bei den Habanos Specialists (s. auch Fachhandelsverzeichnis Deutschland) zu Kauf und Genuss bereit.

5th AVENUE Products Trading GmbH schreibt dazu:

“Alonso Menéndez hatte das ehrgeizige Ziel im Jahr 1935 mit der Habanos-Marke MONTECRISTO einen neuen Maßstab in der cubanischen Cigarrenwelt zu setzen. Nur die besten Tabake wurden für MONTECRISTO verwendet und auch die Ausstattung der Kisten und Bauchbinden war von höchstem Anspruch. In kürzester Zeit entwickelte sich MONTECRISTO zum Verkaufsschlager und gilt heute als die bekannteste und beliebteste Habanos-Marke der Welt.

Jetzt, 74 Jahre später setzt die MONTECRISTO OPEN wieder neue Maßstäbe! Habanos s.a. hat deshalb eine zweite Linie in vier Formaten geschaffen. Die Tabakmischung ist für cubanische Cigarren außergewöhnlich filigran, ihr Stil ist erfrischend und leicht.

MONTECRISTO OPEN eignet sich besonders für Einsteiger in die Welt der Habanos oder Liebhaber milderer Premium-Cigarren aus der Karibik. Doch auch für Habanos-Liebhaber erweitert MONTECRISTO OPEN das Spektrum der Möglichkeiten. Sei es als Cigarre für die früheren Stunden des Tages oder als besonders kombinationsfähiger Begleiter für elegante Weine und Spirituosen.

Die Herkunft der Tabake entspricht dem Anspruch und der Tradition der Marke: Alle Blätter stammen von den Plantagen der Vuelta Abajo-Region, der Heimat des Tabaks, der zum Besten der Welt zählt. Wie es der Jahrhunderte alten cubanischen Tradition entspricht, werden die vier neuen Formate in der H.Upmann-Manufaktur in Havanna „totalmente a mano“ – vollständig von Hand – gefertigt.

Neue Akzente setzt andererseits die Gestaltung der Packung und der Cigarrenringe. Ein elegantes, dunkles Grün ergänzt das traditionelle Gelb von MONTECRISTO.

Für die Linie MONTECRISTO OPEN wurden vier zeitgemäße Formate kreiert, die moderne Cigarrenliebhaber ansprechen. Sie lassen sich einfach rauchen und verfügen über ein ausgezeichnetes Zugverhalten.

Alle vier Formate werden in Kisten á  20 Stück angeboten. Zusätzlich kommen sie in Kartonpackungen á  3 Stück auf den Markt. Ein Aluminium-Tubo mit Zedernholzeinlage schützt die darin enthaltenen Cigarren vor dem Austrocknen.”

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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Der Abgang von Wendelin Wiedeking bei Porsche ist Top-Thema. Im PR-Sozius reisen Zigarren mit; kaum eine Journalistin, kaum ein Journalist, die sich dieses Nebenaspektes nicht bedienen würden. Die Kombination von “Zigarre” und “Wiedeking” ergibt bei Google News derzeit über 5000 Treffer.

König Jakob I. von England und Schottland schrieb im Jahr 1616: “No newis is bettir than evill newis.” Heute haben sich die Grundlagen geändert: “Any news is good news.” Egal, welchen Beigeschmack die Autoren der Zigarren-Sideline eigentlich geben wollten.

In dem Sinne, besten Dank Herrn Wiedeking und den Redaktionen für die PR zu Gunsten der Zigarre. Mit klassischer Marketingkommunikation solcherlei Präsenz zu generieren, würde ein Vermögen kosten.

Während der Ferienabwesenheit hat das deutschsprachige Cigar Wiki laut Statistikseite die Grenze der 1-Millionen-Seitenaufrufe überschritten:

“Es wurden insgesamt 1.003.275 mal Seiten aufgerufen, und 9.088 mal Seiten bearbeitet. Daraus ergeben sich 2,69 Bearbeitungen pro Seite, und 110,40 Betrachtungen pro Bearbeitung.”

Die Top 5-Seiten waren:

  1. Hauptseite (73.917 Abfragen)
  2. Labels (22.724 Abfragen)
  3. Aktuelle Ereignisse (15.090 Abfragen)
  4. Verzeichnis zigarrenfreundliche Lokale (14.828 Abfragen)
  5. Formate (13.887 Abfragen)

Das später lancierte englischsprachige Cigar Wiki steht gemäss Statistik derweil bei 211′000 Seitenaufrufen.

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Auf diese einfache Gleichung gebracht, der Grund für den während der nächsten Tage brach liegenden Blog. Hasta luego, A.

(Bildquelle: Cigar Labels Junkie’s Passion)

Cigarcyclopedia.com lässt im Beitrag “ROUNDTABLE: THE FUTURE OF STORES” drei führende US-Fachändler zu Wort kommen. Die Aussagen und Prognosen sind sehr interessant. Die Essenz: Internetaktivität und Aufgeschlossenheit gegenüber Innovation werden zwingend. Wie im Titel geschrieben: Die Anpassungsfähigsten überleben.

Update I: ROUNDTABLE II: BRANDS AND MAKERS

Update II: ROUNDTABLE III: TODAY & TOMORROW

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Da der Beitrag “Luxusprodukt Zigarre” schon einige Zeit zurückliegt und deshalb neue Kommentare nur zufällig beachtet werden, erlaube ich mir folgenden, eben eingetroffenen Beitrag von Matthias W. Wintzer hier an dieser Stelle zu veröffentlichen:

“Goldcigarren…nun ja, was immer man davon haelt, ich finde es war eine gute Idee, die viel Diskussion und vor allem viel PR gebracht hat. Ich habe die ersten 24K Cigarren zum ersten Mal auf der Moskauer Millionaersmesse praesentiert. Dort hatte ich (zusammen mit der Privat Banking Sparte der Deutschen Bank) einen Stand auf dem ich meine damals neue Firma fuer Produkte im Ultra-Luxury Segment praesentiert habe (u.a. Segways, Computer aus Holz, Ikonen, Handys aus Gold und luxury tuned mit Halb- und Edelsteinen, Goldcigarren und sogar einen Goldschnuller und -babyflasche). Die Goldcigarren haben natuerlich fuer einiges Aufsehen gesorgt ( und das war auch der Hauptgrund fuer die Kreation) und noch heute verwenden die TV- und Printredakteure die Bilder um ihre Klischees vom russischen Luxus zu untermauern und zu bestaetigen.
Da ich selber ein Aficionado bin und da ich uebrigens ehemals in der Cigarrenbranche gearbeitet habe, hat es mich auch interessiert, welchen Einfluss das Gold auf den Geschmack, das Aroma und auf das Abbrennverhalten haben. Wenn es jemanden interessiert, kann ich das Ergebnis der Degustationen in einem passenden Medium veroeffentlichen. Was all die Me-too Produkte, vor allem in Deutschland angeht….Ich bin natuerlich nicht amused, dass man meine Idee kopiert, auf der anderen Seite sollen die Kopierer doch gluecklich und reich damit werden. In Deutschland werden sich die Goldcigarren eh nicht verkaufen, schon gar nicht im protestantischen Norden. Ausserdem entspricht die Qualitaet der Cigarren, die ich gesehen habe, nicht dem Luxusimage welches die Me-too Produkte einfordern! Mit cigarrenfreundlichen Gruessen aus Moskau”

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