Der gestern unter der Federführung der Lungenliga lancierte neueste Angriff gegen Raucher und persönliche Freiheit hat in der Presse wenig Echo ausgelöst. Die Berichterstattung über den Startschuss zur Unterschriftensammlung für ein strengeres, schweizweit geltendes Rauchverbot nimmt sich im Vergleich zur medialen Reaktion auf frühere Rauchverbotsbegehren äusserst bescheiden aus. Nun, die Dynamik des Verbotswahns ist spürbar kleiner geworden und viele Menschen haben sich derzeit ohnehin ernsthafteren Problemen zu widem. Die Inititiative wird wohl zustande kommen. Dass auch an den Abstimmungsurnen ein Sieg errungen wird, ist weit fraglicher als auch schon (obwohl die Pro-Tabak-Seite nachwievor Kooperation und gemeinsame Strategien vermissen lässt).
Die Kernforderungen der Eidgenössischen Volksinitiative Schutz vor Passivrauchen lauten:
- Rauchfrei sind öffentlich zugängliche Räume wie Restaurants, Bars, Schulen und Spitäler.
- Rauchfrei sind alle Arbeitsplätze in Innenräumen
- In der ganzen Schweiz gilt die gleiche Regelung.
Die Initiative geht damit klar weiter als das vom Parlament verabschiedete Gesetz, das bediente Fumoirs und Raucherlokale erlaubt.

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