In einem Social Network fragte ein User, ob man die Folie von Zigarren entfernen soll, bevor man sie in den Humidor legt und lagert? Ich antwortete mit einem Zitat aus den Texten von Marc André (s. auch “Humidor, Zigarrenlagerung, Schimmel, Käfer & Co.“):
“Um es vorweg zu nehmen: Eine »richtige« Antwort gibt es hier wohl kaum. Argumente für ein Cellophanierung sind: Schutz vor Transportschäden, Schutz bei schwankender Feuchte im Humidor, Schutz vor der Einwirkung von Fremdaromen sowie deutliche Verringerung der Gefahr des Reißens von Deckblatt und Brandende, Schutz bei Schädlingsbefall wie dem Zigarrenkäfer oder der lästigen Pflaumenmilbe. Als wichtigstes Argument gegen eine Cellophanierung wird das schlechtere Reifungspotenzial im Vergleich zur herkömmlichen Lagerung (etwa in einer Cabinet-Kiste) angeführt. Ein weiteres: Zum Prüfen des Cigarrenzustands muß die Cigarre aus dem Cellophan gepackt werden.
Ich selbst belasse cellophanierte Cigarren in ihrer Verpackung, vorausgesetzt, sie haben beim Einlagern die richtige Feuchtigkeit. Nur wenn ernsthaft erwogen wird, die Cigarre für lange Zeit einzulagern, um beispielsweise Cigar Aging zu betreiben, würde ich das Cellophan entfernen und die Cigarren dann möglichst in einer Cabinet-Kiste einlagern. Hinsichtlich des Schädlingsbefalles kann die Cellophanierung lebensrettend für die Zigarre sein – in einer Kiste Cabanas-Suaves von 1992 fand ich vier Zigarren mit Tabakkäferbefall. Glücklicherweise waren die Zigarren cellophaniert und so konnten sich die Milben nur innerhalb des Cellophans der vier Zigarren austoben – alle anderen Zigarren blieben unversehrt.”
Die Passage werde ich auf der Wiki-Seite “Lagerung” bei Gelegenheit noch einbinden.
Schlagworte: Lagerung

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