Februar 2009

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Im Cigar Wiki sind neben der Geschichte der Zigarre auch die Geschichte der kubanischen Zigarrenmanufakturen und die Geschichte einzelner, bedeutender Häuser detailliert beschrieben. Im jüngsten Cigar Journal hat 5TH Avenue nun die Geschichte der “Manufaktur Romeo y Julieta des Don Pepin” beschrieben. Sie wurde ebenfalls ins Wiki aufgenommen (Bilder folgen später). Anbei ein kleiner Auszug aus der Gesichte des Don Pepin und des Labels Romeo y Julieta:

“(…) Da er den Palazzo Capuleto in Verona, den Palazzo der echten Julia, nicht kaufen konnte, setzte er alles daran, das Gebäude auf der Belascoian 2B in Havanna in vielen Details dem Palazzo Capuleto ähnlich zu machen. Das ging so weit, dass er eine originalgetreue Kopie Julias Balkon an seinem Hause anbringen ließ. Glaubt man Augenzeugen, die den Balkon noch kannten, befand er sich an der Rückseite des Hauses. Anderen Quellen zufolge soll sich der Balkon im Innenhof befunden haben. Heute ist er jedenfalls nicht mehr vorhanden. Das Gebäude selbst ist in einem bedauernswerten Zustand. Das raue Meerklima hat der Bausubstanz immens zugesetzt. Der noch erhaltene linke Innenteil des Gebäudes dient einer Vielzahl von Menschen als Wohnstätte. Vom rechten Gebäudeteil steht nur noch die Fassade. Leere Fensteröffnungen geben den bekanntesten Krankenhäuser Havannas, das Hospital „Hermanos Amejeiras“. Sicher wird sich die unmittelbare Umgebung der ehemaligen Manufaktur in den folgenden Jahren weiter verändern. Rund um das Gebäude wird bereits viel gebaut. Ob die Fassade dieses legendären Hauses noch lange erhalten bleiben wird, ist unklar.

Einstmals war das Gebäude wunderschön. Schmiedeeiserne Balkons schmückten die gesamteFassade und die Seiten auf zwei Etagen. Zu Lebzeiten Don Pepins wurde die Dachterrassedes dreistöckigen Hauses übrigens von zwei furchterregenden Schäferhunden bewacht, einem Männchen und einem Weibchen. Don Pepin hatte ihnen, wie könnte es anders sein, die Namen Romeo und Julieta gegeben.”

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Habanos S.A. informiert in einen Pressecommuniqué im Vorfeld des Festivals del Habano 2009 (s. bisherige Postings) über die neu vorzustellenden Zigarren. Die wichtigsten Passagen frei übersetzt lauten:

“(…) Havanna wird das 11. Festival del Habano am 23. Februar mit der traditionellen Welcome Night im Teatro Karl Marx eröffnen. Ein Highlight wird die Presentation der neuen Montecristo-Linie “Open” sein, deren vier Vitolas “Eagle”, “Regata”, “Master” und “Junior” laut Habanos S.A. speziell für Aficionados gefertigt wurden, die gerne im Freien rauchen.

Am 25. Februar wird dem Label Trinidad und seiner glanzvollen Geschichte gehuldigt. Die Besucherinnen und Besucher werden die neue Trinidad im Robusto-Format geniessen können, die anlässlich des 40jährigens Bestehens der Marke und des 10jährigen Jubliäums der international erfolgreichen Kommerzialisierung lanciert wird.

An der Gala Night am 27. Februar schliesslich dürfen sich über 1000 Aficionadas und Aficionados aus aller Welt über die neue Zigarre aus dem Hause Cohiba freuen: Die Gran Reserve Cohiba Siglo VI besteht aus fünf Jahre gelagertem Tabak (Einlage, Umblatt und Deckblatt). 5000 nummerierte Kisten werden weltweit verkauf werden.

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Eindrücke aus den Weiten des Internets zur Insel der weltbesten Zigarren:

  • “Salsa und “Buena Vista” sind von gestern: Kubas Jugend hört Reguetón”, schreibt Spiegel Online in “Attitüde ist alles“. Buena Vista-Balladen würden einzig noch in Hotels gespielt. Was es mit dem “derben und extrem ungezogenen” Musikstil auf sich hat und wie er Kuba beeinflusst, wird in besagtem Artikel szenisch attraktiv beschrieben.
  • Obwohl Fidel Castro den neuen US-Präsidenten jüngst als “intelligent und nobel” bezeichnet hatte, gehen die Bestrebungen wieder die “Hegemonie der USA” weiter: Bisher basierte die IT-Infrastruktur Kubas vorab auf Microsoft-Produkten. Nun wurde laut Reuters (“Cuba launches own Linux variant to counter U.S.“) eine eigene Version des Open Source-Betriebssystems Linux lanciert. Als Hauptgründe werden genannt: Microsoft-Betriebssysteme und Softwareprodukte seien per se ein Risiko, da US-Geheimdienste Zugang zu den Codes hätten. Zudem mache das Embargo den (legalen) Kauf und die Updates von Microsoft-Produkten schwierig.
  • Eine recht launige Reportage über das aktuelle Kuba hat der Kölner Stadt-Anzeiger (“Eine Insel im Zeitloch“) veröffentlicht. Ein Auszug:

“(…) In der Hauptstadt Havanna, einer verblassten Schönen mit Schrammen und Schrunden und Altersfalten, erinnern in den Fenstern der Geschäfte und Restaurants handliche Plakate an „50 anos revolución“; und die Haustüren in den steil aufsteigenden Straßen von Santiago sind geschmückt mit kleinen, blau-weiß-roten Rosetten und dem Aufdruck „50 anos”. El Companero Fidel indes sieht man heute nur selten auf den Jubelplakaten.”

  • James Suckling seinerseits verbrachte einige Tage in Varadero (“Vamos a Varadero“) und schrieb ausnahmsweise nicht über Zigarren. Seine Eindrücke über Autofahrten nach Havanna und die geistig-kontextuelle Losgelöstheist vieler All Inclusive-Hotelgäste werden alle bestätigen können, die Solcherlei erlebt (und wahrgenommen) haben.

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Seit dem ersten Smoke am Festival del Habano 2008 gehört die H. Upmann Magnum 50 zum Standardinhalt meines Humidors. Erstaunlicherweise war die Magnum 50 im Blog bisher aber noch nicht mit Bild präsent. Höchste Zeit, das zu ändern (und anzuraten, mal wieder eine zu geniessen).

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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Im Posting “Ein neues hartes Jahr für die Zigarre?” hatte ich geschrieben:

“(…) 2009 dürften die Vorlagen des US-Senats für die Speisung des State Children’s Health Insurance Fund (SCHIP) durch massiv erhöhte Tabaksteuern nicht mehr vom Präsidenten durch Veto gestoppt werden – Bush intervenierte 2008 zwei Mal.”

Mittlerweile hat Barack Obama das State Children’s Health Insurance Program (SCHIP) unterzeichnet (s. auch “Obamas Anzahlung“, FAZ.net). Unter anderem dank den erhöhten Steuern auf Zigarren wird der kostenlose Krankenversicherungsschutz für Kinder aus einkommensschwachen Familien von 7 auf 11 Millionen Begünstigte erhöht.

Entgegen den anfänglichen Befürchtungen kann die US-Zigarrenbranche leidlich damit leben. Die ursprünglich geforderte Tabaksteuererhöhung von maximal $10.- je Zigarre (!) wurde zuerst auf $3.- gesenkt und nun schliesslich bei zweifelsohne akzeptablen 40 Cents festgelegt. Ein erstaunlich salomonisches Resultat, bedenkt man die während langer Zeit unverrückbar scheinenden Positionen und das lauthalse Begleitgetöse. 

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Habanos Day 2009

Der erfolgreiche Anlass “Habanos Day” wird wiederholt. Unter anderem treten am 20. Juni 2009 auf Wasserschloss Unsleben hoch interessante Referenten auf. So zum Beispiel Simon Chase von Hunters & Frankau, der als einer der profundestens Kenner der kubanischen Zigarrengeschichte gilt.

Die Details des Anlasses sind im Cigar Wiki festgehalten.

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Ich kenne nicht wenige Menschen, die mehr oder weniger immer dieselben Zigarren kaufen und rauchen. Machmal sind es ein halbes Dutzend, die in Frage kommen, manchmal 2 oder 3 und im Extremfall – den gibt es wirklich – raucht ein Bekannter seit Jahr und Tag ausschliesslich Hoyo de Monterrey Épicure Nr. 2

Nun, ich habe schon einige wunderbare Zigarren vorgestellt, die zu Unrecht wenig Umsatzanteile besitzen. Gestern habe ich zum Beispiel eine Saint Luis Rey Regios genossen. Absolut fantastisch. Im gut sortieren Fachhandel ist sie zu finden. 

(Bildquelle: Premium-cigars.ch)

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Obwohl ich sonst eher Freund von grossformatigeren Zigarren bin, freut mich mein neues 50er Cabinet Por Larrañaga Petit Coronas ganz besonders. Eine herrliche Zigarre – zu einem grossartigen Preis übrigens. Im Cigar Wiki steht dazu geschrieben:

“Eine der letzten verbleibenden Zigarren dieser ehemals sehr grossen Kubanischen Marke. In Zigarrengeschäften rund um die Welt nur sehr schwierig zu bekommen, hat sich die Por Larrañaga Petit Coronas im Mareva-Format zu einem echten Fundstück entwickelt. Spürbare Noten von Honig und Karamell vermischen sich beim Rauchen mit einem sonst sehr direkten kubanischen Bouquet. DER Geheimtipp von “Cigar Aficionado”-Redakteur James Suckling.”

(Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

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Die neuen Montecristos

Am Festival del Habano Ende dieses Monats werden die Aficionados sie geniessen können, die neuen Zigarren von Montecristo. Anlässlich seines aktuellen Kuba-Trips schreibt James Suckling über “The Montecristo Generation“:

“The four cigars in the new Montecristo Open range are the Junior, 38 ring gauge by 4 1/3 inches, the Regatta, 46 by 5 1/3 inches, the Master, 50 by 4 7/8 inches, and Eagle, 54 by 5 7/8 inches.”

Dazu komme noch eine Trinidad im Robusto-Format. Hasta luego!

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Das waren noch Zeiten: Am 12.3.1965 lautete die entsprechende Nachricht der renommierten Zeit unter diesem Titel:

“Die „British European Airways” (BEA) hat sich entschlossen, künftig auch Pfeifen- und Zigarrenrauchern ihr Vergnügen zu lassen; sie dürfen jetzt also während des Fluges an Bord von BEA-Maschinen ihr Pfeifchen schmauchen oder ihre Brasil anstecken. Die meisten Fluggesellschaften halten sich jedoch noch immer an die Regel, an Bord nur das Rauchen von Zigaretten zu gestatten.”

Ich bin zufällig darauf gestossen und habe dann natürlich noch etwas im Zeit-Archiv geschmökert. Wussten Sie zum Beispiel, dass im Jahr 1957 die Dänen führend im Zigarrenkonsum waren? Und ganz besonders interessant ist der Hauptgrund:

“In der Berechnung des Pro-Kopf-Verbrauchs an Zigarren in den einzelnen europäischen Ländern nimmt Dänemark mit 207 Stück die führende Stellung ein. Dieser Erfolg ist ohne Zweifel zu einem großen Teil auf die dänischen Frauen zurückzuführen, die sich (angefangen von der Frau Minister bis zur Hausangestellten) in den letzten Jahren immer stärker zu aktiven — und trotzdem charmanten — Zigarrenraucherinnen entwickelt haben.”

Die Plätze 2 bis 4 belegten übrigens Holland (101 Zigarren/Kopf), Schweiz (97) und Deutschland (90).

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