Oktober 2008

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Im neuesten Cigar Journal schreibt 5TH AVENUE über die Geschichte der “Manufaktur Partagás – La Real Fabrica de Tabacos“. Wie bei fünf weiteren historisch bedeutenden Manufakturen auch, sind die Details im Cigar Wiki zu finden. 

Ein kleiner Exkurs zur Manufaktur und der Marke Partagas, deren Geschichte nicht so eng verbandelt ist, wie man vermuten könnte:

“(…) Das Gebäude, in dem sich heute die Manufaktur Partagás befindet, ist nicht die, in der Don Jaime Partagas, der Gründungsvater der Marke, schaltete und waltete. In dem Gebäude, das wir heute als Manufaktur Partagás kennen, ist die Marke erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts beheimatet. (…)

Die Cigarren der Marke Partagás fertigte man zu diesem Zeitpunkt auch auf der Calle Industria, aber im Haus mit der Nummer 160. Im Jahre 1899 gelangte die Marke Partagás in den Besitz von Ramón Cifuentes Llamo und eines Mannes namens Fernández. Unter dem Firmennamen „Cifuentes, Fernández y Cia.“ führten sie die Marke erfolgreich weiter.

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… titelt die neueste Ausgabe des Cigar Journal von 5TH AVENUE und liefert Details zu den Hurrikan-Verwüstungen (s. auch frühere Blog-Beiträge): 

“Es waren die verheerendesten Stürme in der Geschichte Cubas seit über 50 Jahren. Das teilte die Regierung in Havanna mit und sprach von „Ike“ und „Gustav“ als den schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte des Landes. Nach einer vorläufigen Bilanz werden die entstandenen Schäden auf etwa fünf Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Verwüstungen sind verheerend: 443.000 beschädigte Wohnungen, 63.000 sind komplett zerstört und die Energieversorgung mit Strom und Gas ist landesweit zusammengebrochen. Auch Wasser gibt es keines. Viele cubanische Häuser verfügen zwar über auf den Dächern installierte Wassertanks, in denen eine Reserve für eben solche Situationen lagert, aber diese reicht nicht lang. Von den elf Millionen Einwohnern Cubas mussten mehr als drei Millionen in Sicherheit gebracht werden. Auch sieben Todesfälle sind zu beklagen; im Vergleich zu anderen durch die Wirbelstürme betroffenen Ländern allerdings glücklicherweise relativ wenige. 

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Die deutsche Tabak-Zeitung schreibt im Artikel “Friedrich Zenk feiert 100. Geburtstag“:

“Jeden Abend raucht er eine Zigarre, das ist ein Ritual, auf das Friedrich Zenk Wert legt – und zwar bereits seit 70 Jahren. (…)

Mit seiner Angewohnheit aufzuhören, kommt für Zenk nicht in Frage: „Ich lasse mir das Rauchen nicht verbieten“, sagt er entschieden.”

Vor 2 Jahren schrieb ich damals im Cigar Blog (“100 Jahre dank Kaffee, Zigarren und Sex“) über Kubanerinnen und Kubaner, die überdurchschnittlich häufig über 100 Jahre alt werden, respektive über ihre Erklärung dafür.

Jüngst habe ich über die Juan López Selección Nr. 2 im Blog geschrieben, dass sie von vielen Aficionados kaum beachtet werde. Zu Unrecht, wenn man der Bewertung von satten 94 Punkten in der neuesten Cigar Insider-Ausgabe von Cigar Aficionado Online glaubt. Die getesteten Zigarren (mit Boxdatum März 2007) werden beschrieben mit:

“Oily and dark with an even draw and burn. The flavors have a Bordeaux quality buttressed by savory, leather notes and resonant tea tones. Balanced and very complex.”

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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Auktion von Aged Havannas

Im Cigar Blog schrieb ich Anfang 2007 über “Aging – Reifung von Zigarren“. Dem Thema Lagerung und Aging widmet sich mittlerweile auch das Cigar Wiki. Cigarcyclopedia.com bringt heute Zahlen zur jüngsten Auktion von Aged Havannas (u.a. noch in Kuba produzierte Davidoff-Zigarren) bei Christie’s

  • 5 Dunhill Havana Club; Stückpreis: $396.60
  • Davidoff Dom Perignon; Stückpreis $159.-
  • 24 Davidoff Dom Perignon: $2,181.- (nur rund Hälfte des erwarteten Erlöses)
  • Davidoff No. 1: Eine Box mit 20 Stück für $595.00, zwei 5er-Lose für $555.- und ein vollständiges Kistchen mit 25 Zigarren aus dem Jahr 1991 für $1,190.-
  • Davidoff No. 2: Drei vollständige Kistchen à 25 Stück für $1,289.-, $1,289.- und $991.-
  • 25 Davidoff 3000: $1,190.-
  • 50 Romeo y Julieta Casa Reales von 1972: $6,939 oder $138.78 je Zigarre
  • Cohiba Siglo Aniversario Linea 1492 humidor von 1992 mit 90 Zigarren: $4,362.-
  • Pre-Embargo Hoyo de Monterrey aus den 1920er und 30er Jahren: 38er Los für $2,577.-, zwei Kistchen à 25 Zigarren für $1,586.-
  • 25 Punch Double Coronas von 1993: $1,090.- (doppelt so hoch wie erwartet)
  • 25 Romeo y Julieta Churchills von 1978: $1,487
  • 50 Pre-Embargo Belinda Empires: $1,388.-

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Bolívar Gold Medal

Die Traditionszigarre hat nun einen eigenen Wiki-Detaileintrag - und bietet als eine der ersten Zigarren (neben den Cohiba-Vitolas) Direkt-Links zu den Online-Shops der Wiki-Supporter (s. auch die Erklärungen zum Supporterstatus). Im Forum steht dazu geschrieben:

“(…) Auf den Seiten der Einzelzigarren werden neu direkte Links zu den Shops der Supporter zugeordnet. Die Leser kommen mit einem Klick auf Angebote und Preisinformationen, die Supporter erhalten einen zusätzlichen Gegenwert für ihr grosszügiges Engagement, das den Betrieb und die Weiterentwicklung des Cigar Wikis ermöglicht.”

Dass das Wiki nicht nur den Supportern zur Verfügung steht, sondern allen Fachhandelsgeschäften kostenlose Vernetzungs- und Marketingopportunitäten bietet, wurde jüngst im Beitrag “Cigar Wiki im Dienste des Fachhandels” (mal wieder) erwähnt.

(Bildquelle: 5th AVENUE Products Trading GmbH)

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Jüngst lauschte ich bei einer herrlichen Cohiba Siglo VI einer Diskussion in einer Lounge über die Positionierung von Zigarren. Einer vertrat vehement die Meinung, dass sich der Markt angesichts der Rauchverbotsproblematik und der Finanzkrisen-Auswirkungen unbedingt in die Breite entwicklen müsse. Statt teurer Zigarren sollten konsequent preiswerte Zigarren wie die Romeo y Julieta Mille Fleurs propagiert und damit neue Kunden gewonnen werden.

Mir leuchtete diese Argumentation überhaupt nicht ein. Auf die Havannas bezogen, könnte der Luxusaspekt meines Erachtens sogar noch akzentuiert werden. Wer nach einer Havanna verlangt, sollte eine Beratung auf höchstem inhaltlichen Niveau und ein ebensolches Produkt erhalten – aber sicherlich keine Finanzberatung à la “hier hätten wir noch eine billigere Zigarre”. Bei Luxusgütern ist nicht der Preis primäres Verkaufsargument, sondern Qualität, Mythos und Lifestyle. Als Davidoff noch ein beseeltes Unternehmen war, lautet das Moto des Gründers: “Rauche weniger, aber besser und länger – mache einen Kult daraus, eine Philosophie”. In dem Sinne sind Discount-Strategien, die auf Verflachung der Kundenbasis abzielen, aus meiner persönlichen Warte völlig unpassend. 

James Suckling sieht sich derzeit in den kubanischen Tabakanbaugebieten um, und schreibt im Beitrag “Hard Times in Cuba’s Tobacco Country“, dass auf den Tabakfeldern zum Teil Bohnen oder Gemüse angepflanzt werde. Warum? Weil die Vegueros nur Tabak anbauen würden, wenn sie diesen auch trocken könnten. Der Wiederaufbau der durch die Hurrikane zerstörten Trockenscheunen brauche aber Zeit und Ressourcen und sei teilweise schlicht durch fehlendes Holz behindert. Der Alternativanbau von Gemüse sei deshalb eine Existenzfrage. Suckling relativiert dann aber auch:

“(…) Still, sources in the cigar industry say that there will not be a shortage of tobacco from this year’s crop. They think that the barns can be rebuilt or repaired in time for the curing and that plenty of tobacco will be planted.”

Don Alejandro Robaina erklärt, dass er selber eine gute Ernte erwarte. In 10 Tagen würden rund 200’000 Setzlinge in die Felder verpflanzt. Das Leben auf dem Land sei immer schon schwierig gewesen, doch nun sei es noch ein Stück härter geworden. 

Gesammelt: Hintergründe zu den Hurrikan-Schäden.

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Herbst-Smoke

… mit einer schönen Montecristo Edmundo.

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Habanos Specialist 2008 …

… ist das Hamburger Fachgeschäft „Duske&Duske“. Details finden sich im Cigar Wiki-Forum.

(Heinrich Villiger und Christian Duske; Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

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