Wo ein Verbot ist, da ist Innovation

… und am Wochenende wurden innovative Zukunftsmodelle weiter gefördert: Die knappen Abstimmungsresultate in den Kantonen Zürich und Basel-Stadt zu Gunsten von strikten Rauchverboten exklusive unbediente Fumoirs (s. NZZ-Artikel) werden neue Zigarren-Genussstrukturen initiieren. Eine schwierige Zeiterscheinung zwar, aber sicherlich kein Grund um hysterisch das Ende der Zigarre (gibt es übrigens seit 1492 und hat schon viele schwere Zeiten überstanden) herbeizuschreiben. Im schlimmsten Fall geben die AVO Lounges (liegen im Kanton Aargau) uns Schweizer Aficionados während des Winterhalbjahres Asyl und in Deutschland hat am Wochenende die Wahl in Bayern gezeigt, dass a) engstirnig freiheitsraubendes Politiker-Verhalten bestraft wird und b) die Genussszene sowieso neue Wege findet. 

Und auf der Metaebene gilt zu bedenken: “Der Fanatismus  ist die hochexplosive Mischung von Engstirnigkeit und Energie.” (Herbert von Karajan)

  1. Ricci Riegelhuth’s avatar

    Montag, 29.09.2008
    Landtagswahl Bayern: Die Watschen für den „Schüttel-Schorsch“ und seine Spezis

    Oder auch verdunstet, ist die absolute Mehrheit der CSU in Bayern. Die freien und mündigen Bürger des Freistaates haben es den Demokratie-Ignoranten gezeigt. Die Wahlergebnisse brachten es an den Tag: Die Verbotsparteien haben einen Zusammenbruch erster Güte hinnehmen müssen. Ergebnisse, wie man sie in Bayern nicht kannte und auch bis vor zwölf Monaten nicht vermutete hat.

    Die Verbotswahn-Parteien CSU, SPD und Linke haben kräftig Stimmen verloren beziehungsweise ihre Zielsetzungen weit verfehlt. Die beiden Parteien, die sich gegen Rauchverbote und demokratischen Missbrauch der Politik ausgesprochen haben, die FDP und die „Freien Wähler“, haben dagegen stark an Stimmen zugelegt.

    Und wer trägt die Schuld: Natürlich Huber und Beckstein. Aber der tatsächlich Hauptverantwortliche der CSU-Pleite ist eindeutig der hochnäsige Georg Schmid. Schmid ist der Vater des härtesten Rauchverbotes in Deutschland, welches die Wähler in großen Gruppen von der CSU zu den Freien Wählern und der FDP getrieben hat. Im ganz speziellen haben die Wirte und der Tabakwarenfach- und Großhandel ganze Arbeit gegen Schmid geleistet. Der VEBWK und die MUT-Gruppe haben mit ihren Aktionen bewiesen, dass es sich lohnt den Zeigefinger zu erheben und sich nicht von karrieresüchtigen Politikern einschüchtern zu lassen.
    Quelle:smokersnews.de

  2. Ricci Bin Begaistärt’s avatar

    guude aficionado,
    hier wurde auf mentalem gedacht und dem richtigen kreuz die richtung neu ausgedeutet:
    Und auf der Metaebene gilt zu bedenken: “Der Fanatismus ist die hochexplosive Mischung von Engstirnigkeit und Energie.” (Herbert von Karajan)

    ..Ende Gelände mit Engstirnigkeit!
    Supär!

    Treffender Kommentar auf welt-online zur Hesse-Wahl am letzten Sonntag:

    Frognbeat
    21.01.2009 – 23.28 Uhr

    Herr Söder in Bayern räumt ein, das Rauchverbot hat die Landtagswahl im Freistaat entschieden.
    Die CSU scheint aus ihren Fehlern zu lernen: Nach dem Debakel bei der Landtagswahl im September räumt der ehemalige Generalsekretär und jetzige bayerische Gesundheitsminister ein, dass die grandiose Niederlage der CSU mit dem zuvor aufoktroyierten Rauchverbot zusammenhängt. Auf die Frage, ob das Thema Rauchverbot wahlentscheidend war, antwortete Söder gegenüber der Süddeutschen Zeitung vom 21.01.2008: „Es schadet keinem, aus der Vergangenheit zu lernen – vor allem wenn es dem gesellschaftlichen Frieden dient.”
    Und die Wähler in Hessen haben auch gelernt.
    Wann begreifen die “grOßen” Volksparteien, daß wir alle durch Bevormundung schon Geistigen-Tinitus bekommen?
    Hat schon mal einer nachgerechnet wie teuer uns das alle kommt?