Ein Berner Informatikunternehmen hat Raucherguide.ch lanciert und schreibt dazu:

“In der Bevölkerung hat ein Umdenken stattgefunden: Wenn man sich früher bei einem Restaurant-, Club-, Bar- oder Hotelbesuch über Nichtraucherbereiche erkundigen musste, ist das Heute umgekehrt.

In welchem Restaurant und in welcher Bar oder Diskothek darf noch geraucht werden? Ist der Raucherbereich klimatisiert? Wird die Luft gefiltert? Wird das Fumoire bedient? Wie viele Raucherplätze gibt es?

raucherguide.ch hat es sich zur Aufgabe gemacht, all diese Fragen ausführlich zu beantworten und den rauchenden Gast ohne Umwege ans Ziel zu führen.”

Neu gestartet, finden sich erst wenige Einträge. Da die Registration für die Lokalbetreiber kostenpflichtig ist (abgesehen von einer 30tägigen Testphase), bleibt abzuwarten, ob sich das Angebot durchsetzen kann.

Ein (kostenloses) Verzeichnis zigarrenfreundlicher Lokale in der Schweiz und in Deutschland bietet u.a. auch das Cigar Wiki. Bitte teilen Sie mit, wenn Lokale fehlen oder vom einen ins andere Lager gewechselt haben.

Der Tages Anzeiger schreibt im Artikel “In den USA ist der Kampf um Kuba-Zigarren entbrannt“:

“Der Import von Zigarren dürfte in den kommenden 12 bis 18 Monaten wieder erlaubt werden. Und diese Aussicht hat auch bereits ein heftiges Gerangel im US-Kongress um einflussreiche Stimmen ausgelöst. Auf der einen Seite steht die kubanische Regierung, die bereits Tabaklager angelegt und zusätzliche Anbauflächen reserviert hat, um dem erwarteten Nachfrageschub in den USA gerecht zu werden. Auf der anderen Seite haben sich zwei europäische Tabakkonzerne positioniert, die vom Embargo profitiert und dessen Vorteile retten möchten. Schliesslich mischen auch amerikanische Gerichte mit: Sie müssen entscheiden, wem die Markenrechte nach Ablauf des Exportverbots gehören.”

Details, Akteure und Namen finden sich in besagtem Artikel.

Hä? Siehe Pressemitteilung von 5TH AVENUE:

“Fidel Castro Diaz-Balart, Sohn von Fidel Castro und Neffe des amtierenden Präsidenten Cubas, Raul Castro, weilte in der vergangenen Woche in Deutschland. In seiner Eigenschaft als wissenschaftlicher Berater des Präsidenten besuchte er gemeinsam mit dem scheidenden Botschafter der Republik Cuba in Deutschland, Gerardo Peñalver Portal, verschiedene Forschungsinstitute. Am Rande dieses Besuchs gab es ein Treffen mit Heinrich Villiger, Geschäftsführer von 5TH Avenue, dem Habanos-Generalimporteur für Deutschland. Heinrich Villiger informierte Castro über die Absätze von Habanos in Deutschland, die sich trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise und der Rauchverbote positiv entwickeln. Castro Diaz-Balart berichtete seinerseits von der hohen Qualität der zu erwartenden Tabakernte in Cuba. Obwohl mehrere verheerende Wirbelstürme im vergangenen Jahr die Insel trafen, entwickelten sich die klimatischen Verhältnisse anschließend optimal.

Castro Diaz-Balart und Heinrich Villiger begegneten sich bereits in den vergangenen Jahren mehrfach beim Festival del Habano und bei anderen Gelegenheiten in Cuba.”

(Fidel Castro Diaz-Balart und Heinrich Villiger; Bildquelle: 5TH AVENUE Products Trading GmbH)

Im Wallis, in Freiburg und im Kanton Bern gelten seit heute die neuen Rauchverbotsbestimmungen. SF Tagesschau schreibt im Artikel  “Drei weitere Kantone führen Rauchverbot ein“:

“In allen drei Kantonen gibt es die Möglichkeit Fumoirs für Rauchende einzurichten. In Bern darf dort auch bedient werden, im Wallis und Freiburg aber müssen sie unbedient sein.”

Der Beitrag nimmt auch Bezug auf die neue EU-Forderung nach flächendeckenden Rauchverboten (gestern getwittert):

“Die EU-Kommission geht sogar noch einen Schritt weiter und fordert jetzt ein flächendeckendes Rauchverbot. Die Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou rief die EU-Regierungen auf, bis 2012 das Rauchen an allen geschlossenen Arbeitsplätzen einschliesslich Kneipen und Diskotheken zu verbieten.”

In Deutschland gibt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, wieder Vollgas für eine bundesweite, strenge Regelung. Spiegel Online schreibt im Artikel “Drogenbeauftragte fordert drastisches Rauchverbot“:

“(…) “Der beste Gesundheitsschutz in Deutschland ist ein absolutes Rauchverbot in öffentlichen Räumen, Gaststätten und Hotels”, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing der “Rheinischen Post”.”

Für Unternehmen wird Micro Blogging immer wichtiger (s. “Twitter wird zum Muss für Unternehmen“). Über Twitter und die Zigarrenbranche habe ich unter “Twittern für mehr Zigarren-Umsatz” aus theoretischer Warte ja schon geschrieben. Höchste Zeit also, dass ich solcherlei für den Cigar Wiki-Bereich auch anwende. Der Cigar Wiki-Tweet findet sich unter http://twitter.com/cigarwiki. Mal sehen, wie sich Twitter in den Wiki-/Blog-Verbund einfügen wird

Zigarren Herzog hat via Twitter übrigens auf einen sehr schönen und bebilderten Bericht über den Habanos Day (die twittern übrigens auch) aufmerksam gemacht.

… titelt der Tages Anzeiger und kommt zum Schluss:

“(…) Rauchen ist kein Normalverhalten mehr. Die Mehrheit der Bevölkerung hat den Zigaretten abgeschworen. Das Rauchen wurde nicht durch staatliche Vorschriften, die folgten später, sondern durch eine gesundheitsbewusstere Gesellschaft zunehmend aus dem Alltagsleben vertrieben.”

Der Rückkehrschuss also: Rauchverbote sind Folge von stagnierendem Tabakkonsum.

Mir fehlen Aspekte wie die Unterscheidung von Sucht- und Genussrauchen oder die gesellschaftliche Toleranzfrage, der Artikel regt aber im Gegensatz zum geläufigen Rauchverbotseinheitsbreigeschreibsel mal wieder zum freien Denken an - und das sollte man schliesslich rege tun, bevor dies ebenfalls reglementiert wird.

Mit Privatlabel-Spezialist Heiko Poerz und Humidor-Guru Marc André habe ich beim letzten Festival del Habano einige so interessante wie humorvolle Smokes genossen (s. “Humidor, Zigarrenlagerung, Schimmel, Käfer & Co“). Die beiden Tausendsassa haben nun informiert, dass sie beim nächsten Festival wieder dabei sein werden und für ihre Reisegruppe das bei vielen Aficionados aus aller Welt bekannte Hostal Conde de Villanueva (Calle Mercaderes 202) in Havanna exklusiv gemietet haben. Im wunderschönen Altstadthaus ist eine Casa del Habano integriert, in der Reynaldo Gonzáles Jiménez arbeitet. Reynaldo gilt als einer der besten Torcedores Kubas. Eine starke Kombination, Reynaldo-Hotel und Festivalbesuch. Da mache ich gerne etwas Werbung. Interessierte wenden sich bitte direkt an Heiko Poerz.

… happy Smokes.

(Bildquelle: 5TH AVENUE Products Trading GmbH)

Weitere Lithographien finden sich in den Beiträgen “Habanos-Lithografien” und “Los Suizos unter den Havannas“.

Im Beitrag “US-Zigarren-Importrekord” habe ich geschrieben, dass die Steuererhöhung auf Zigarren per 1. April, im Rahmen des State Children’s Health Insurance Program (SCHIP), in den ersten drei Monaten 2009 zu Rekordimportzahlen geführt hatte. Im April folgte dann die Trendwende: Cigarcyclopedia.com schreibt im Artikel “Cigar Imports Drop As Expected“, dass die Importe im im April 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat um 57,1% auf 10,23 Millionen Stück getaucht sind. Während Zigarren aus der Dominikanischen Republik mit einem Minus von 24,8% noch einigermassen halten konnten, sah es bei den Herkunftsländern Honduras (-84,4%) oder Nicaragua (-78,2%) weit dramatischer aus. Betrachtet man aber den Gesamtzeitraum Januar bis April 2009, dann resultiert trotz den schlechten Aprilzahlen (noch) ein Plus von 42.7% gegenüber dem Vorjahreswert.

Im Bereich der Gadgets und Technik gibt es eine ganze Reihe an Dingen, die die Welt nicht braucht. Die elektronische Zigarre (ein Beispiel) gehört meines Erachtens dazu. Wenn Zigarre, dann richtig, müsste man angesichts des Kulturgutes Zigarre mit so reicher Geschichte doch eigentlich annehmen. Aber weit gefehlt: Es gibt sogar spezifische Portale und Foren zu eRauchen. Und die, zum Beispiel das e-Rauchen-Forum, werden teilweise reger benutzt als einige Zigarrenforen.

Ich habe heute Mittag real genossen. Eine H. Upmann Magnum 46. Klassiker und ganz bestimmt unerreichbar lecker für Digital Smoker.

« Ältere Artikel