Ricci schwirrt seit einiger Zeit in einem Video von rheinmaintv durch den Äther, respektive durch die Virtualität. Anbei der Link zum Video, das mit folgenden Worten angekündigt wird:

(…) Nichtrauchergesetz hin oder her: Ein unscheinbarer Kiosk in Bad Vilbel entpuppt sich als Enklave und Paradies für Zigarrenraucher. Klaus „Ricci“ Riegelhuth hat äußerst gute Kontakte nach Kuba und verkauft in seinem Kiosk nicht nur Zeitungen und Getränke, sondern auch jede Menge echter kubanischer Zigarren. Wer will, darf auch direkt vor Ort rauchen, denn eine gute Unterhaltung schätzt der Kioskbesitzer ebenso wie seine Zigarren. SkodaKulturCheck stellt das Zigarren-Paradies vor.”

(Quelle: rheinmaintv)

Nach all den Meldungen über Hurrikanschäden, nicht wieder aufgebaute Trockenscheunen und in direkter Folge Gemüse- statt Tabakpflanzungen auf Kuba folgt eine positive Berichterstattung. Ok, die Meldung “Cuban Tobacco Growers Augur Good Quality“ in der Prensa Latina ist staatlich kontrolliert. Nehmen wir sie aber trotzdem doch mal als bare Münze. Die Essenz (in Deutsch übersetzt) lautet:

Obwohl es für definitive Gewissheit noch zu früh ist, zeigen sich Tabakexperten trotz der Hurrikanschäden zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Tabakanbaus

Bekannte Tabakpflanzer wie Alejandro Robaina gehen davon aus, dass die Ernte 2009 eine hohe Qualität haben wird. 

Die derzeitigen Wetterbedingungen seien ideal für die Saat (s. auch Jahreszyklus des Tabaks). Die Zeichen deuteten auf einen guten Winter und damit auf perfekte Bedingungen für das Wachstum der Tabakpflanzen hin. 

Bisher seien rund 1500 Trockenscheunen wieder aufgebaut worden. Der Rest soll laut Regierungsbeamten bis Ende Januar wieder zur Verfügung stehen. 

Arbeitsbrigaden werden für die Arbeit auf den Plantagen - vor allem in Pinar del Rio - eingesetzt, um eine möglichst optimale Ernte erzielen zu können.

(Pinar del Rio; Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

Finanzkrisen-Zigarren

CigarCyclopedia.com zählt im Beitrag “Cigars To Save Money With” die “top-ten value cigars for today’s economics” auf - die Top-10-Finanzkrisen-Zigarren also. 

Meine persönliche Meinung? Lieber weniger rauchen, als qualitativ schlechter. Ganz im Sinne von Zino Davidoff:

“Rauche weniger, aber besser und länger - mache einen Kult daraus, eine Philosophie.”

Hu Jintao trifft heute auf Kuba ein. Reuters fasst die grosse Bedeutung dieses Besuches für das durch die jüngsten Hurrikane und die Finanzkrise gebeutelte Land im Artikel “Hu Jintao to visit struggling ally Cuba” zusammen.

Wer bei den Worten “durch die Finanzkrise gebeutelt” gestutzt hat und Kuba diesbezüglich gedanklich ausnimmt, täuscht sich: So sind zum Beispiel die Preise für das exportierte Nickel stark gesunken und der vor China wichtigste Verbündete Kubas, Venezuela, leidet unter der in Folge der Finanzkrise stark gesunkenen Ölpreise - mit entsprechenden Folgen für Kuba. Laut Reuters baut China sein Engagement in Kuba laufend und in vielen Bereichen aus.

Nach textlastigen Beiträgen verwöhnen Tabakanbau-Bilder das Auge (die Erklärungen dazu finden sich im Wiki-Beitrag).

(Bildquelle: 5THAVENUE Products Trading GmbH)

Über Ediciones Limitadas ist in Blog, Wiki und Forum immer mal wieder zu lesen. Weniger häufig ist das Thema Ediciones Regionales - also länder- und regionsspezifische Spezialausgaben - im Web zu finden. CigarEncyclopadia.com zitiert im Artikel „EDICION REGIONALES GONE WILD!“ nun Hunters & Frankau-Marketingleiter und Habanos-Fachmann Simon Chase, respektive seine Cigar Magazine-Kolumne „Our Man in Havana”, zum Thema. Anbei die Essenz:

Ediciones Regionales gibt es seit dem Jahr 2005. Drei nationale Importeure/Distributoren wollten damals eine spezifische Zigarre für ihre Märkte lancieren. 2006 waren es bereits 6 verschiedene Zigarren. 2007 waren es 7 Zigarren für sieben Gesellschaften und 2008 schliesslich 17 Zigarren für elf Distributoren. 2009 werden es 30 verschiedene Ediciones Regionales sein.

Die Zuteilung an die Importeure/Distributoren folgt einem bestimmten Prozedere: Im April geben die interessierten Unternehmen Angebote für die Spezialeditionen ab. Die gewünschte Zigarre muss mit den Markenvorgaben von Habanos S.A. übereinstimmen, das Format muss bereits existieren, die Verpackung soll Standard sein (sonst kostet es zusätzlich für die Distributoren) und ausserdem muss dann auch eine bestimmte Mindestmenge an Zigarren jeder geforderten Spezialausgabe bestellt werden.

Jeweils Ende Juni verkündet Habanos S.A. in Havanna dann anlässlich eines Marketing-Meetings die Zuteilung.  

Abwesenheitsbedingt Nicht-Bloggen bedeutet natürlich nicht gleichzeitig auch Nicht-Rauchen. Unter anderem genoss ich eine Salomones des (meines Erachtens zu sehr gehypten) Torcedores Reynaldo (s. Wiki-Forum-Beitrag) mit The Cigar Blog-Nachfolger Manuel Fröhlich. Apropos Cigar Blog. Manuel hat während meiner Blog-Abstinenz zwei interessante Beiträge publiziert:

  • Zigarrenlounges – ein Blick auf die gesetzlichen Regelungen“: “(…) Im kommenden Jahr tritt das neue Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen in Kraft. Im Verbund mit kantonalen Gesetzen regelt es den zukünftigen Umgang mit Tabakrauch in öffentlichen Räumen und der Gastronomie. Konkret werden in den meisten Kantonen bediente Zigarrenlounges oder Fumoirs nicht mehr toleriert. (…) Ein Kollege der juristischen Fakultät hat sich für uns mit den Konsequenzen der neuen rechtlichen Situation für Zigarrenlounges auseinandergesetzt und nach Möglichkeiten gesucht, auch nach dem Inkrafttreten des Passivrauchgesetzes bediente Zigarren-Lokale zu betreiben. Die vollständige Abhandlung kann hier heruntergeladen werden. 
  • Aficionados leisten Hurrikan-Hilfe“: “(…) Der Freiburger Verein (Red.: Genussraucher Freiburg) stellte am vergangenen Montag seinen monatlichen Stammtisch unter das Motto „Helfen mit Genuss“. Zugunsten der Hurrikan-Opfer auf Kuba öffneten die Mitglieder ihre privaten Humidore und versteigerten besonders seltene Exemplare des „braunen Goldes“. Michael Thiel aus Emmendingen spendete ausserdem eine ganze Kiste Zigarren, welche er bei den Schweizer Meisterschaften im Zigarre-Langsam-Rauchen gewonnen hatte. Der Verein rundete die gespendete Summe nochmals auf und so waren am Ende des Abends 600 Euro zusammengekommen, die direkt an Projekte der Welthungerhilfe fliessen.

Mit News konnte auch 5th AVENUE Products Trading GmbH aufwarten: Die Partagas Salomones (s. auch “Partagas Salomones - Kunst trifft Genuss“) ist nun offiziell in den a Casa del Habano-Fachhandelsgeschäften erhältlich. 5TH AVENUE schreibt:

“(…) Bei diesem Format mit einer Länge von 184 mm und einem Ringmaß von 57 handelt es sich ohne jeden Zweifel um den Gipfel der Cigarrenmacherkunst. Nur die besten Torcedores der Partagás-Manufaktur verfügen über die Fähigkeiten, solche majestätischen Doppelfigurados zu fertigen. Mit diesem Begriff bezeichnet man Cigarren, die an beiden Enden spitz zulaufen. Bis in die 1930er Jahre waren Doppelfigurados weit verbreitet, bevor sie dann nahezu ins Vergessen gerieten.

Für die Partagás Salomones wird eine Auswahl der besten Tabake der Vuelta Abajo-Region im Westen Cubas verwendet. Die vollaromatisch-kräftige Mischung entspricht dem Charakter der Marke Partagás.”

Interessant auch der Artikel ”Lösen Zigarren Zigaretten ab?” von nachrichten at:

“(…) Während weltweit die Nichtraucher-Lobby wächst, boomt der Zigarrenkult heute mehr denn je. Bereits jeder zehnte Raucher pafft zumindest gelegentlich Zigarre.”

… anlässlich von Ninos Obama Tribute-Smoke. Eine fantastische Zigarre (s. Detailbeschreibung).

(Bildquelle: Premium-cigars.ch)

Wiki-Supporter Muhammet Genc von der Casa del Habano Düsseldorf hat im Zusammenhang mit der neu lancierten Partagas Salomones eine wunderbare Innovation geschaffen:

(Bild mitte: Muhammet Genc und Professor Christian Ludwig Attersee; Bilder: zvg)

Brandneue Partagas Salomones edel verpackt

Der Ort für die Vorstellung einer neuen Havanna-Zigarre hätte nicht besser gewählt werden können. Erst vor wenigen Monaten eröffnete in Düsseldorf nach vielen Jahren des Dornröschenschlafs wieder der Breitenbacher Hof und gehört jetzt schon zu den besten Adressen Europas. Und im Gegensatz zu anderen Luxus-Hotels, die den Trend zum Genussrauchen im Schatten der harten Gesetze verschlafen haben, gibt es dort eine edle Cigar Lounge! Was will man mehr, um im passenden Ambiente, eine neue Havanna einzuführen, die es derartig noch nicht gegeben hat. Kunst trifft Genuss!

Was aber haben Kunst, Genuss und Zigarre miteinander zu tun? Eine ganze Menge, das denkt jedenfalls Muhammet Genc, Inhaber der La Casa del Habano in Düsseldorf, der die Partagas Salomones in Deutschland als Erster der Öffentlichkeit vorstellen durfte. „Handgerollte Premiumzigarren und speziell die edlen Havanna Zigarren sind nicht nur weltweit gesuchte Spezialitäten. Sie sind auch ein unvergleichliches Stück Kultur des Menschen, das seit vielen Jahrhunderten gepflegt wird. Kultur, die nicht nur mit der Auswahl von Tabaken zu tun hat, sondern auch mit einem höchsten Maß an Kunstfertigkeit beim Mischen der Tabake und Herstellen der Zigarren per Hand verknüpft ist. An dieser Stelle setzte mein Gedanke für eine neue, innovative Idee ein.“

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… da läuft Aficionados doch das Wasser im Mund zusammen, nicht? Das Bild ziert neu die Cigar Wiki-Frontseite (die Bilder wechseln monatlich).

Apropos Anzeizen: Nino Munoz (The Flying Cigar) hat mit Freunden einen weltweiten Aufruf zum Obama Victory Cigar Smoke kommenden Sonntag gestartet und ist damit sogar bei Cigar Aficionado Online gelandet. Cool.

Ich wünsche ein wunderbares und genussvolles Wochenende.

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